Der FC Bayern München ist nach einer überlegenen Vorstellung im Halbfinale gegen Bayer 04 Leverkusen ins Endspiel des DFB-Pokals eingezogen. Mit dem 2:0 (1:0) gegen die Werkself nahm der deutsche Rekordmeister auch Revanche für das Achtelfinal-Aus im Vorjahr und fährt nun zum ersten Mal seit sechs Jahren nach Berlin.
Musiala ersetzt Gnabry gegen Leverkusen
Bayern-Trainer Vincent Kompany ließ seine Mannschaft wie schon gegen Real Madrid in der Champions League in Bestbesetzung antreten, wobei Jamal Musiala den verletzten Serge Gnabry, für den neben der Saison auch die WM im Sommer gelaufen ist, ersetzte.
Die Bayern legten dominant los, brauchten aber ein wenig, bis sie das erste Mal für Gefahr sorgten, weil Leverkusen gut dagegen hielt. Ein schöner Schlenzer von Luis Diaz nach einer Viertelstunde wurde durch Bayer-Torwart Mark Flekken per Flugeinlage noch geklärt.
Kane trifft für Bayern
Nun erhöhten die Gäste die Schlagzahl, was prompt belohnt wurde. Bei Leverkusener Spielaufbau pressten die Münchner hoch, was in einen Einwurf mündete. Michael Olise leitete den Ball mit der Hacke zu Musiala weiter, der Harry Kane in der Strafraummitte fand. Obwohl das Spielgerät dem Engländer versprang, gab sich der Goalgetter keine Blöße und knallte seinen Schuss weitgehend unbedrängt zum 1:0 unter die Latte.
Das spielerische Übergewicht des frisch gebackenen Deutschen Meisters blieb auch mit der Führung bestehen. Die Werkself tat sich gegen die hochanlaufenden Bayern enorm schwer, überhaupt aus der eigenen Hälfte herauszukommen, und war gewissermaßen gezwungen, den 0:1-Rückstand zu verteidigen.
Leverkusen braucht 52 Minuten für ersten Torschuss
Immerhin: Dieses Vorhaben gelang, weil der Rekord-Pokalsieger seine Überlegenheit nicht in Tore ummünzen konnte, weswegen es mit dem 1:0 in die Kabinen ging.
Auch zum Anfang der zweiten Halbzeit setzte sich die Szenerie des ersten Abschnitts fort. Die Bayern ließen den Hausherren kaum Raum zur offensiven Entfaltung. Erst in der 52. Minute brachte der Double-Sieger von 2024 den ersten Torschuss zustande, aber Manuel Neuer war gegen einen platzierten Abschluss von Nathan Tella zur Stelle.
Bayern spielt Partie routiniert zu Ende
Das Lebenszeichen schien Kane und Co. nicht zu beeindrucken. Das Münchner Star-Ensemble spielte seinen Stiefel weiter routiniert herunter, entfaltete aber nach wie vor nicht die ganz große Durchschlagskraft im Angriff. Chancen gelangen den Roten zwar, aber das Umwandeln fiel dem Team schwer, sodass Leverkusen im Spiel blieb.
Nachdem er bereits Leon Goretzka für den Gelb-verwarnten Aleksandar Pavlovic und Alphonso Davies für Konrad Laimer gebracht hatte, reagierte Kompany in der Schlussphase erneut und nahm Musiala für Minjae Kim vom Feld (84.), wodurch seine Elf in letzter Reihe mit fünf bis sechs Spielern aufwartete. Bayer hatte nun mehr vom Spiel, fand aber keine Lücke gegen den FCB, der die Partie nun routiniert zu Ende spielte. In der Nachspielzeit gelang Diaz schließlich noch mit dem Schlusspfiff das Tor zum 2:0.
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