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FC Bayern im System Kompany – eine Klasse für sich

FC Bayern im System Kompany – eine Klasse für sich

Bayerns 220-Millionen-Sturm um Harry Kane, Luis Diaz und Michael Olise zerlegt die Bundesliga. Wie Vincent Kompany mit einem flexiblen System aus Stars, Talenten und Teamgeist eines der dominantesten Bayern-Teams aller Zeiten geformt hat.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Mehr als 50 Jahre lang stand dieser Rekord in den Geschichtsbüchern der Bundesliga: 101 Tore hatten Franz Beckenbauer & Co. in der Saison 1971/72 geschossen und damit eine scheinbar ewige Bestmarke gesetzt.

Egal ob Pep Guardiola mit dem Dreizack aus Arjen Robben, Franck Ribery und Robert Lewandowski, die Triple-Bayern von Jupp Heynckes, Ottmar Hitzfeld mit Giovane Elber und Claudio Pizarro oder Bremens Künstler um Johan Micoud, Ailton und Ivan Klasnic – niemand konnte diese Bestmarke knacken.

Der Rekord-Sturm, der Beckenbauers Bayern übertrifft

Und dann kam die nun beste Sturmreihe der Bundesliga-Geschichte daher: Nach 30 Spieltagen hat das Trio aus Harry Kane (32), Michael Olise (zwölf) und Luis Diaz (15) gemeinsam 59 Tore auf seinem Konto. Insgesamt stehen die Münchner nach ihrem 4:2-Sieg gegen den VfB Stuttgart bei 109 Treffern.

Dieser Angriff ist der Schlüssel für diese bemerkenswerte Bayern-Saison; entfesselt von einem variablen System, das Trainer Vincent Kompany vorgegeben hat. Fast ohne feste Positionen wirbelt das FCB-Ensemble in schwindelerregenden Rotationen auf dem Feld umher.

Im Video: Highlights der Partie FC Bayern München - VfB Stuttgart

Jamal Musiala
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Jamal Musiala

Kompanys System: Positionswechsel statt fester Rollen

Innenverteidiger Dayot Upamecano verteidigt nicht nur weit vor der Mittellinie, sondern schaltet sich regelmäßig in den Angriff ein. Die Außenverteidiger, die nicht nur die Außenlinie beackern, sondern in der gegnerischen Hälfte ins Zentrum drängen. Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic, die gerne auf die Außenposition wechseln, um dann wieder am gegnerischen Sechzehner aufzutauchen.

Kane, der sich den Ball tief in der eigenen Hälfte abholt, um die Abwehrreihen aufzubrechen, und Pässe spielt, die Erinnerungen an Ballkünstler Thiago wecken. Dazu zwei Flügelspieler mit viel Zug zum Tor, enormen technischen Fähigkeiten und atemberaubender Geschwindigkeit.

Knapp 220 Millionen haben sich die Münchner die Dienste des Sturmtrios aus Kane, Diaz und Olise kosten lassen – mehr als der gesamte Kaderwert von zehn der 18 Bundesligisten (Quelle: transfermarkt.de). Es ist ein Investment, das sich ausgezahlt hat. So elegant diese drei Spieler jede Woche durch die Abwehrreihen der Bundesliga schnitten, so widerstandslos glitt das Team von Kompany durch diese Ligasaison.

Im Video: Vincent Kompany im BR24Sport-Interview

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Jugend, Einheit, Mentalität: Die neue Bayern-DNA

Der 40-Jährige hat eine Mischung aus tiefenentspanntem Auftreten und viel Arbeitseifer vorgelebt, die die Mannschaft, die in den vergangenen Jahren unruhige Zeiten erlebt hat, aufgesaugt und verinnerlicht hat. Mit breiter Brust pflügte die Mannschaft, die sich in ähnlicher Besetzung vor Kompanys Ankunft nicht so souverän präsentiert hatte, durch das deutsche Oberhaus.

Eine eingeschworene Einheit, belebt durch wenige Neuzugänge und mutige Jugendspieler wie Lennart Karl ließ der nationalen Konkurrenz von Beginn an keine Chance. Erst im zehnten Spiel ließen die Münchner Punkte liegen, anschließend lagen sie bereits sechs Punkte vor Rang zwei. Die erste Niederlage erfolgte an Spieltag 19. Punktverluste der Münchner erfolgten ausschließlich gegen Mannschaften jenseits der Champions-League-Plätze. Gegen die Top-5-Mannschaften gab sich der FC Bayern nicht die geringste Blöße.

Zwischen Meisterstück und Triple-Traum: Was jetzt noch fehlt

Borussia Dortmund spielte derweil eine ordentliche Saison. Mit 64 Punkten nach 30 Spielen liegen sie damit auf Kurs mit den meisten Zweitplatzierten der vergangenen zehn Jahre, die fast alle zum selben Saisonzeitpunkt zwischen 62 und 69 Punkten lagen. Doch eine durchschnittliche Saison ist gegen diese Bayern schlicht zu wenig.

So besonders diese Bundesliga-Saison aus Sicht der Münchner war, eine große Party ist (noch) nicht zu erwarten. "Wir sind in einer Phase der Saison, in der wir noch warten können, zu feiern. Wir wissen nicht, wie oft wir am Ende feiern, aber wir können noch geduldig sein", erklärte Kompany vor dem Spiel gegen Stuttgart.

Am Mittwoch geht es gegen Leverkusen um den Einzug in das DFB-Pokal-Finale, eine Woche später gegen Paris Saint-Germain um das Endspiel der Champions League. Sollte man in beiden Wettbewerben erfolgreich sein, ist dem Team ein weiterer Eintrag in den Geschichtsbüchern sicher.

Im Video: Jonas Urbig im BR24Sport-Interview

Jonas Urbig
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Jonas Urbig

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