Die Olympischen Ringe vor dem Münchner Olympiastadion
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Plötzliche Olympia-Begeisterung: NRW folgt Münchens Vorbild

Plötzliche Olympia-Begeisterung: NRW folgt Münchens Vorbild

Auch die Region Rhein-Ruhr um Köln spricht sich mit deutlicher Mehrheit für eine Bewerbung um die Olympischen Sommerspiele aus und folgt damit dem Beispiel von München. Für wen sich der DOSB entscheidet, ist offen.

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

Knapp ein halbes Jahr ist es her, dass die Bürger der Stadt München mit einer Rekord-Wahlbeteiligung von 42 Prozent für eine Bewerbung ihrer Heimatstadt um die Olympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 gestimmt haben.

Rennen zwischen München, Rhein-Ruhr, Hamburg und Berlin

66,4 Prozent der Wahlberechtigten sprachen sich damals für das Vorhaben aus. Am Sonntag zog die Region Rhein-Ruhr mit dem Zentrum Köln nach und machte ebenfalls den Weg für eine Bewerbung im Rahmen der Entscheidungsfindung durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) frei, der Ende September festlegen will, mit welchem Kandidaten er in das Rennen gehen will.

Bemerkenswert dabei: Auch hier lag die Zustimmung bei rund 66 Prozent. In Kiel, das bisher noch ohne Partner für eine Bewerbung dasteht, wurde eine Zwei-Drittel-Mehrheit zwar verpasst. Doch auch 63,5 Prozent können sich durchaus sehen lassen.

Meinungsumschwung in der Bevölkerung zu Olympia

In Hamburg wird der Senat am 31. Mai über eine Teilnahme an der nationalen Ausscheidung abstimmen lassen, während in Berlin, das als vierter möglicher deutscher Austragungsort in den Startlöchern steht, noch offen ist, ob die Olympia-Gegner einen Bürgerentscheid einfordern.

Auch wenn also noch zwei Vorentscheidungen ausstehen, lässt sich schon jetzt ein merklicher Stimmungsumschwung gegenüber vergangenen Jahren feststellen, als Bewerbungsvorhaben in der Bundesrepublik reihenweise Absagen durch die Bevölkerung kassierten. Ein Umstand, der Hoffnung für den späteren Entscheid durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) macht.

DOSB fällt Entscheidung am 26. März

Doch so weit ist es noch nicht. Zuerst muss der DOSB festlegen, wen er ins Rennen schickt. Um die Frage zu klären, welche der Optionen den Auftrag bekommt, die Ringe nach Deutschland zu holen, hat sich der DOSB ein kompliziertes Verfahren, die sogenannte Matrix, überlegt, über das man nach unterschiedlichen Kriterien den aussichtsreichsten Bewerber finden möchte.

Die finale Entscheidung soll im Herbst diesen Jahres am 26. September folgen. Egal, ob München, "KölnRheinRuhr" oder ein anderer Bewerber, der DOSB dürfte alles daran setzen, dass es dieses Mal anders läuft als beim Prozess für die Sommerspiele 2032. Damals hatte die Region Rhein-Ruhr das Nachsehen gegen das australische Brisbane.