Das Wahnsinnsspiel zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Bayern im Champions-League-Halbfinale ist auch drei Tage später noch das Gesprächsthema. Wie der Rekordmeister nach einem 2:5-Rückstand noch ein 4:5 erkämpfte, beeindruckte die Fußball-Welt. Am Mittwoch kommt es zum Rückspiel in der heimischen Allianz Arena.
Doch davor steht noch das Bundesligaspiel gegen Tabellenschlusslicht 1. FC Heidenheim auf dem Plan. Trainer Vincent Kompany will inmitten der Halbfinal-Kracher des Rekordmeisters die Spannung auch in der Bundesliga hochhalten. "Wir möchten niemandem etwas schenken", sagte der 40-Jährige vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim am Samstag (15.30 Uhr/live in der Radioreportage). Die Mannschaft habe in der vergangenen Woche beim wilden 4:3 in Mainz "gezeigt, dass wir bereit sind zu kämpfen und uns weh zu tun", so Kompany.
Kompanys Ansage: erst Heidenheim, dann Paris
Aber auch der Belgier hat mitbekommen, wie sehr die ganze Stadt dem nächsten Hit in der Königsklasse entgegenfiebert. Angesichts der riesigen Vorfreude sei es seine Aufgabe allen einzuimpfen, "dass wir erstmal dieses Heidenheim-Spiel mit hundert Prozent spielen müssen".
Einfach sei das jedoch nicht. Zumal im Endspurt mal wieder "Frank-Schmidt-Time" sei, wie Kompany in Anlehnung an den FCH-Trainer sagte, dessen Elf zwei der jüngsten drei Spiele gewonnen und damit noch leise Hoffnungen auf das Wunder Klassenerhalt hat. Es sei "unglaublich, dass man zwei Jahre in dieser Abstiegszone steht und sich dann am Ende einer Saison immer wieder zurückkämpft in einem Kampf, der eigentlich schon lange verloren war", staunte Kompany.
Vor zwei Jahren übrigens überraschte Heidenheim mit Trainer Schmidt den großen FC Bayern – im heimischen Stadion holte der FCH einen 0:2-Rückstand auf und schickte die Münchner samt ihrem damaligen Trainer Thomas Tuchel mit einer 2:3-Niederlage zurück an die Isar.
Bischof wieder fit, Urbig im Tor
Personell dürfte der Bayern-Coach mit Blick auf den Paris-Kracher einiges verändern und kräftig rotieren. Tom Bischof soll nach seinem Muskelfaserriss wieder eine Option sein, Lennart Karl "eher nicht". Beim 18-Jährigen müsse man noch "vorsichtig" sein, meinte Kompany, "aber es gibt noch eine Möglichkeit in Richtung Paris". Jonas Urbig wird für Manuel Neuer im Tor stehen.
Vincent Kompany
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