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Raus mit Applaus: FC Bayern verpasst das Champions-League-Finale

Raus mit Applaus: FC Bayern verpasst das Champions-League-Finale

Das Champions-League-Finale am 30. Mai findet ohne den FC Bayern München statt. Der Rekordmeister trifft im Halbfinalrückspiel gegen Paris Saint-Germain zu spät das Tor und ist nach dem 1:1 (0:1) raus aus der Königsklasse.

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Nach dem Offensivfeuerwerk vor acht Tagen in Paris, das die Münchner mit 4:5 verloren hatten, blieb das Spektakel im Rückspiel aus. Das Team von Trainer Vincent Kompany hätte in der heimischen Arena einen Sieg gebraucht, um am 30. Mai das Finale in Budapest gegen den FC Arsenal zu erreichen. Doch daraus wurde nichts. Den Bayern fehlten über 90 Minuten die Mittel, um den Titelverteidiger aus dem Wettbewerb zu werfen.

Die Münchner versuchten alles. Der 1:1-Ausgleich durch Harry Kane fiel aber zu spät (90.+4), um das Ruder noch herumzureißen. Aus der Traum vom Finale in Budapest und vom Triple.

PSG löste das Finalticket damit just an dem Ort, an dem es vor einem Jahr erstmals den Champions-League-Titel gewann. Das Tor für die Franzosen erzielte Weltfußballer Ousmane Dembélé bereits in der dritten Spielminute.

FC Bayern muss früh einem Rückstand hinterherlaufen

Die Bayern starteten mit Konrad Laimer an Stelle von Alphonso Davies in der Startelf. Paris musste auf den verletzten Achraf Hakimi verzichten. Warren Zaire-Emery rückte für ihn in die Abwehrkette, den Platz im Mittelfeld nahm Fabián Ruiz ein.

Und PSG erwischte einen Start nach Maß: Nach nur zweieinhalb Minuten spielte der wieder starke Khvicha Kvaratskhelia an der Mittellinie einen Doppelpass mit Ruiz und hatte plötzlich freie Bahn auf der linken Seite. Er entwischte bis zur Grundlinie und fand mit einem überlegten Querpass vor dem Tor Ousmane Dembélé. Der Ex-Dortmunder fackelte nicht lange und jagte die Kugel per Direktabnahme unter die Latte.

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Ousmane Dembélé bejubelt sein frühes 1:0 in München

FC Bayern hadern mit Schiedsrichterentscheidungen

Der frühe Rückstand lähmte die Bayern sichtlich, die in der Folge sehr nervös agierten und sich viele kleine Stockfehler und Ungenauigkeiten leisteten. Nach einer Viertelstunde kam immerhin Michael Olise im Strafraum in eine gute Position. Die PSG-Abwehr passte aber auf. Luis Diaz (22.) und erneut Olise (27.) hatten weitere Abschlüsse, doch fehlte die Präzision.

Auch das Spielglück war in dieser Phase nicht mit den Gastgebern: Mit zwei Entscheidungen von Schiedsrichter João Pinheiro waren die Münchner in dieser Phase gar nicht glücklich. Vor allem monierten die Bayern zwei Handspiele, eins von Nuno Mendes, das mit Gelb-Rot hätte bestraft werden müssen, und eins von João Neves im Strafraum. Doch der portugiesische Referee verweigerte den Bayern einen Elfmeter.

Musiala und Tah vergeben Chancen vor der Pause

PSG blieb ruhig, erspielte sich aber nur noch eine wirklich gute Torchance, als Neves in der 33. Minute nach einem Eckball Manuel Neuer prüfte, der den Aufsetzer mit einem starken Reflex zur Ecke lenkte.

Kurz vor der Pause hatten wiederum die Bayern durch Jamal Musiala mit einem Flachschuss (44.) und Jonathan Tah mit einem Kopfball (45.+3) noch zwei Möglichkeiten. Es ging aber mit dem 0:1 in die Pause.

Manuel Neuer verhindert mehrfach das 0:2

Nach dem Wechsel bemühten sich die Bayern zwar, weiter Druck aufs PSG-Tor zu machen. Weiter gab es aber kein Durchkommen gegen die defensiv stark verbesserten Pariser. PSG verlegte sich derweil aufs Kontern, und das führte beinahe zum Erfolg: In der 56. und 57. Minute musste Neuer gleich zweimal retten – erst mit der Faust gegen einen Schuss von Désiré Doué, dann mit dem Fuß gegen Kvaratskhelia. Wenige Minute später war es dann erneut Doué, der Neuer prüfte.

Vincent Kompany reagierte erstmals in der 68. Minute mit der Hereinnahme von Minjae Kim und Alphonso Davies für Josip Stanisic und Tah. Davies leitete dann prompt die bis dato beste Chance der zweiten Hälfte ein, als er sich auf der linken Seite durchspielte und Diaz bediente. Dessen Schuss konnte Matvey Safonov im Kasten der Franzosen aber parieren (69.).

Kane-Treffer in der Nachspielzeit kommt zu spät

Dennoch hatte man in dieser Phase nicht den Eindruck, dass die Bayern die Partie noch drehen könnten. Zwei Tore fehlten, um zumindest erstmal eine Verlängerung zu bekommen. Andererseits trafen die Münchner in dieser Saison in jedem Pflichtspiel – warum also nicht gegen Paris?

Die Münchner versuchten es nun mit Macht, der Druck wurde größer. Der 1:1-Ausgleich durch Harry Kane fiel dann auch, aber zu spät. Am Ende reichte es nicht, um erstmals nach 2020 wieder das Finale der Königsklasse zu erreichen.

Spielszene FC Bayern München - Paris Saint-Germain
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Spielszene FC Bayern München - Paris Saint-Germain

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