Franziska Preuß hat im Anschluss an ihren 13. Platz im Massenstart beim Biathlon-Weltcup in Nove Mesto indirekt ihr Karriereende nach den bevorstehenden Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo angedeutet.
Preuß: "Vielleicht waren das meine letzten Weltcup-Rennen"
"Vielleicht waren das meine letzten Weltcup-Rennen, mal sehen. Deswegen bin ich froh, dass ich noch einmal hier war", sagte die Athletin des SC Haag nach dem Wettkampf am Sonntag am ARD-Mikrofon. Entscheidet sie sich tatsächlich so, verpasst die 31-Jährige die Weltcups im finnischen Kontiolahti, im finnischen Otepää und im norwegischen Oslo.
Über einen Rückzug der amtierenden Gesamtweltcupsiegerin nach der Olympia-Saison war bereits spekuliert worden, doch Preuß hatte selbst bis zuletzt offen gelassen, ob sie tatsächlich aufhört.
Bitterling mahnt zur Ruhe
Am Freitag war der Oberbayerin im verkürzten Einzel über 12,5 Kilometer noch mit Rang drei ihr erstes Podest im laufenden Winter gelungen. Im Gesamtweltcup liegt sie nach ihrem Triumph im Vorjahr mit 394 Punkten auf Rang 13 und hat bereits 454 Zähler Rückstand auf die führende Französin Lou Jeanmonnot. Der praktisch aussichtslose Rückstand dürfte eine große Rolle für den Zeitpunkt ihres Rückzuges spielen.
Ähnlich sieht das auch DSV-Sportdirektor Felix Bitterling. "Dass die Franzi jetzt nicht mehr darum läuft, Zehnte im Gesamtweltcup zu werden, das dürfte auch jedem bewusst sein. Aber jetzt schauen wir mal, wie es in Antholz läuft", sagte der Funktionär, der den Verband selbst nach dieser Saison verlassen wird. "Ich denke, dass das auch davon abhängig ist, wie dann die Stimmung in Antholz und nach Antholz ist. Ich würde jetzt erstmal zur Ruhe mahnen."
Gesundheit bremst Preuß
Mit Preuß verlöre der Deutsche Ski-Verband (DSV) sein Zugpferd der Frauen-Mannschaft. In ihrer Laufbahn gewann sie bisher einmal olympisches Staffel-Bronze und insgesamt elf WM-Medaillen, wobei sie sich bei der jüngsten Weltmeisterschaft im schweizerischen Lenzerheide Gold in der Verfolgung sicherte.
Die gebürtige Wasserburgerin ist die mit Abstand erfolgreichste deutsche Biathletin seit dem Rücktritt von Denise Herrmann-Wick vor drei Jahren im März 2023, wurde aber immer wieder durch gesundheitliche Rückschläge ausgebremst.
