Markus Wolf als Vorstandsvorsitzender beim 1. FC Schweinfurt 05
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Markus Wolf als Vorstandsvorsitzender beim 1. FC Schweinfurt 05

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Führungsbeben bei Schweinfurt: Vorstand Markus Wolf steigt aus

Führungsbeben bei Schweinfurt: Vorstand Markus Wolf steigt aus

Paukenschlag bei den Verantwortlichen des 1. FC Schweinfurt: Markus Wolf tritt als Vorstandsvorsitzender und Hauptsponsor nach fast zwei Jahrzehnten zurück. Dieser Schritt kam wohl als Reaktion auf einen Fan-Protest im Stadion am Freitagabend.

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Nur vier Tage hat es gedauert bis beim 1. FC Schweinfurt 05 auf den sportlichen Abstieg aus der 3. Liga auch auf Führungsebene Veränderungen folgen. Markus Wolf zieht sich mit sofortiger Wirkung aus seinen Funktionen als Vorstand und Hauptsponsor zurück. Das hat der Verein am Samstag in einer Pressemitteilung bekannt gegeben.

Schnüdel-Urgestein Wolf dankt ab

"Diese Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen", sagte Wolf, der insgesamt 16 Jahre im Vorstand und 18 Jahre als Hauptsponsor für die Schnüdel tätig war, in seiner Erklärung. "In den vergangenen Jahren durfte ich gemeinsam mit vielen engagierten Mitstreitern eine außergewöhnlich erfolgreiche Entwicklung des Vereins mitgestalten. Der sportliche Weg von der Landesliga bis in die 3. Liga erfüllt mich mit großem Stolz und bleibt ein bedeutender Meilenstein in der Vereinsgeschichte."

In einem Interview mit der Main-Post vor anderthalb Monaten hatte Wolf noch verlauten lassen, dass es "im Fall eines Abstiegs eine Ehrenrunde" geben würde, mit den Zielen "Profibedingungen und Wiederaufstieg". Doch für ihn sei eine Grenze überschritten, wenn die Fans ihn öffentlich im Stadion kritisieren würden.

Reaktion auf Fan-Kritik im Stadion

Wolfs Statement am Samstag kann als direkte Antwort auf einen Banner-Protest der Fans beim Auswärtsspiel gegen die TSG Hoffenheim II am Freitagabend gelesen werden. Mitgereiste Anhänger hatten mit einem Transparent ihren Unmut über den Vorstand zum Ausdruck gebracht. "Schlimmer als jeder Abstieg ist nur unsere Vereinsführung", war dort zu lesen.

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Fan-Protest der Schweinfurt-Anhänger beim Auswärtsspiel gegen Hoffenheim II

In Wolfs Mitteilung von Samstag bezog er sich auf diese Meinungsäußerung: "Gleichzeitig zeigen aktuelle Entwicklungen rund um den Verein - unter anderem auch öffentlich sichtbar gewordene Stimmungen und Ausdrucksformen, wie sie zuletzt im Stadion dokumentiert wurden - dass eine vertrauensvolle und geschlossene Zusammenarbeit in der bisherigen Form nicht mehr gegeben ist".

Nach der Niederlage gegen Rot-Weiss Essen am vergangenen Dienstag war der Abstieg des FC Schweinfurt aus der 3. Liga rechnerisch besiegelt. "Aus Verantwortung gegenüber dem Verein und um Raum für einen Neuanfang zu schaffen, halte ich diesen Schritt für konsequent und notwendig", fügte Wolf noch an. Wie es für den Verein und den Vorstand weitergeht, ist noch nicht bekannt.

Video: Highlights TSG Hoffenheim II gegen 1. FC Schweinfurt 05

Kristian Böhnlein (Schweinfurt) und Yannik Lührs (TSG II) im Kopfballduell
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Kristian Böhnlein (Schweinfurt) und Yannik Lührs (TSG II) im Kopfballduell

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