Die SpVgg Greuther Fürth hat ihr Auswärtsspiel am 7. Spieltag der 2. Bundesliga bei Hertha BSC verloren. Gegen die Spitzenreiter aus Berlin, die weiter ohne Punktverlust sind, mussten sich die Kleeblätter am Sonntag mit 1:2 (0:0) geschlagen geben.
Sillah prüft Gersbeck
Die Franken kamen gut in die Partie. Nach acht Minuten prüfte Omar Sillah Hertha-Keeper Marius Gersbeck mit einem Abschluss von der Strafraumkante auf das kurze Eck, den der Torhüter mit einem starken Reflex aber noch parierte.
Fürth blieb am Drücker, präsentierte sich giftig und setzte den Tabellenführer aus Berlin immer wieder unter Druck, ließ allerdings lange die nötige Präzision vermissen, um sich für den starken Auftritt zu belohnen.
Appelkamp vergibt Chance auf Fürther Führung
Shinta Appelkamp hatte in der 26. Minute nach einem langen Ball nur noch Linus Gechter vor sich und hatte die Führung scheinbar auf dem Fuß, doch der Verteidiger fälschte seinen Schuss noch ab, sodass es weiter beim 0:0 blieb.
Hertha bemühte sich um Kontrolle und kam ebenfalls zu guten Möglichkeiten, kam aber nicht am glänzend aufgelegten Florian Hellstern im Fürther Kasten vorbei. Erst war der Youngster bei einem Distanzschuss von Gechter zur Stelle (38.), dann hielt er gleich doppelt gegen Oluwaseun Adewumi, der bei einem Konter zunächst wuchtig draufhielt und den Abpraller erneut auf das Tor brachte.
Fürther 1:0 wird zurückgenommen
Auch nach dem Seitenwechsel gestaltete sich das Spiel offen. Sowohl Hellstern als auch Gersbeck konnten sich erneut auszeichnen, bis Felix Klaus nach einem Ballgewinn Sillah bediente, der zum vermeintlichen 1:0 netzte. Da der Stürmer beim Zuspiel jedoch im Abseits gestanden hatte, schaltete sich der VAR ein und nahm den Treffer zurück.
Kurz darauf machten es die Hausherren besser. Der Ex-Augsburger Mads Pedersen schloss eine Ballstaffette vom linken Flügel kommend im Strafraum ab. Sein angeschnittener Flachschuss drehte sich am chancenlosen Hellstern vorbei perfekt ins rechte Eck (65.).
Seguin erhöht für Hertha
Fürth versuchte auf den Ausgleich zu drücken, kam aber kaum noch zu gefährlichen Szenen. Stattdessen gelang Berlin das nächste Tor. Die Herthaner schalteten um. Der Ball landete bei Paul Seguin, der sich aus rund 17 Metern ein Herz fasste und das 2:0 erzielte (80.). Das späte 1:2 durch Jannis Heuer nach einer Ecke blieb nur noch Ergebniskosmetik (90.).
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