Für Sigurd Haugen ging es am 25. Spieltag gegen seinen Ex-Club Hansa Rostock. Für den TSV 1860 ging es darum, die ungeschlagene Heimspielbilanz fortzuführen und wieder an die Tabellenspitze der 3. Liga anzuschließen. Eine heiß umkämpfte erste Halbzeit zeigte eine stabile, auf Konter spielende Heimmannschaft, bei der Torchancen auf beiden Seiten Mangelware waren. Auch der zweite Durchgang war umkämpft; ein Handelfmeter und die mentale Stärke von Thore Jacobsen (48.) bescherte den Löwen am Ende den ersten Sieg über Hansa Rostock seit 16 Jahren.
Der 25. Spieltag hielt für die Löwen eine Partie gegen den direkten Tabellenkonkurrenten Hansa Rostock bereit. Bei vier Punkten Rückstand könnten die Löwen mit einem Sieg auf einen Punkt an die Rostocker heranrücken und den Anschluss an die Spitze der Liga wiederfinden.
Im Jahr 2026 blieben die Münchner bei Heimspielen bisher ungeschlagen; der 5:0-Erfolg über den TSV Havelse zuletzt könnte zusätzlich Rückenwind geben. Vor allem eine stabile Defensive und schnelle, klug ausgespielte Konter verhalfen dem TSV 1860 München zu dieser Heimspielbilanz.
Löwen mit Fokus auf Defensive, Gäste mit breiter Brust
Genau diese Strategie machte sich auch in den ersten Minuten des Spiels sichtbar. Die Gäste starteten aktiv und mit viel Ballbesitz in die Partie; die Löwen fokussierten sich auf ihre robuste Defensive und lauerten mit Ex-Rostocker Sigurd Haugen auf Konter, dessen erster Abschluss (10.) von der Gäste-Defensive geblockt wurde.
Beiden Mannschaften fehlte in der ersten Hälfte allerdings noch der zwingende Zug auf das Tor. Die Rostocker machten das Spiel sehr breit, die Flanken waren jedoch noch zu ungenau, das Durchbrechen der Münchner Defensive erwies sich als Herausforderung. Ein weiter Einwurf der Gäste forderte die Löwen im eigenen Sechzehner, den Drehschuss aus acht Metern von Ahmet Gürleyen (28.) konnte der goldrichtig stehende Raphael Schifferl abwehren.
Thore Jacobsen bringt die Löwen in Führung
Nach einem intensiven ersten Durchgang ging es mit einem 0:0 in die Kabine, beide Teams präsentierten sich aktiv und mit Siegeswillen, Torchancen blieben aber noch Mangelware. Das änderte sich nach dem Seitenwechsel sofort. Die Münchner stoßen über links mit Philipp nach vorne (47.), dessen Flanke blockte Gürleyen mit der Hand; Schiedsrichter Luca Jürgensen entschied auf Elfmeter.
Ruhig und abgebrüht lupfte Thore Jacobsen den Ball zur Führung ins Tor (48.). Die Reaktion der Gäste war, ihr bisheriges Spiel weiter durchzuziehen. Ein Freistoß am Strafraumeck der Löwen kam gefährlich in den Fünfmeterraum, konnte aber problemlos von Max Reinthaler geklärt werden (57.).
München spielt auf Sicherheit, Rostock kommt nicht durch
Kurze Zeit später lag Tim Danhof die Chance auf ein Traumtor auf dem Fuß, er schlenzte den Ball allerdings knapp über die Latte hinweg (66.). Die Gäste bissen sich die Zähne an den Münchner Schlussmännern aus, die immer wieder ihre Füße dazwischen brachten. Offensiv waren es vor allem Volland und Haugen, die die Rostocker unter Druck bringen wollten.
In der Schlussphase fieberte der TSV 1860 München auf seinen ersten Sieg gegen Rostock seit 16 Jahren hin. Sigurd Haugen heizte die Fans auf seinem Weg vom Spielfeld hinunter an, Patrick Hobschs Einwechslung brachte nochmal frische Energie in die letzten Minuten der Nachspielzeit (90.+2).
Erster Sieg über Hansa Rostock seit 16 Jahren
Die Löwen behielten die Nerven und siegten am Ende dank eines Handelfmeters und Jacobsens Coolness über Hansa Rostock. Zuletzt war ihnen das am 22. Januar 2010 gelungen. Der Abstand zum Tabellennachbarn beträgt nun nur noch einen Punkt. Den Gästen fehlen nun wichtige drei Punkte, um das erklärte Ziel Aufstieg zu erreichen.
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