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Meisterschaftskampf "light" in der Frauen-Bundesliga

Meisterschaftskampf "light" in der Frauen-Bundesliga

Der FC Bayern München ist dem VfL Wolfsburg in der Frauen-Bundesliga enteilt. Im direkten Duell können die Münchnerinnen die Meisterschaft fast schon perfekt machen. Der Trend der letzten Jahre im deutschen Frauenfußball setzt sich fort.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Von einem Endspiel im Meisterschaftsrennen will José Barcala nichts wissen. "Das Spiel ist definitiv kein Finale, es ist ein weiteres im gesamten Wettbewerb. Wir sind in einer guten Position, aber das ist egal, wenn die Partie startet", sagt der spanische Trainer der Fußballerinnen des FC Bayern München vor dem direkten Duell gegen den VfL Wolfsburg am Sonntag (22.02., 16:20 Uhr). Der Vorsprung seiner Mannschaft vor dem Tabellenzweiten ist aber so deutlich, dass ein Sieg mindestens eine Vorentscheidung im Meisterschaftsrennen bedeuten würde.

Die Übermacht des FC Bayern

Die Ausgangslage ist klar: Der FC Bayern München führt die Tabelle mit elf Punkten Vorsprung vor dem VfL Wolfsburg an. Mit einem Sieg könnten die Wölfinnen, die noch ein Spiel weniger haben, bis auf acht Punkte an die Spitzenreiterinnen heranrücken. Doch der FC Bayern zeigt sich diese Saison zu stabil. Selbst mit viel Fantasie fällt es schwer, das Meisterschaftsrennen nach einem Sieg des VfL Wolfsburg wieder für eröffnet zu erklären.

Denn die Bayern haben in dieser Saison in der Bundesliga noch kein Spiel verloren, in 17 Spielen 67 Tore erzielt und nur fünf Gegentore kassiert. In der Champions League steht die Mannschaft von Trainer José Barcala im Viertelfinale gegen Manchester United und auch im DFB-Pokal sind die Münchnerinnen noch dabei. Mit dem richtigen Plan "können die Spielerinnen mit der Qualität, die Sie haben, bis zum Mond kommen", lobt der Spanier seine Mannschaft. Der einzige Makel der Saison war die 7:1-Klatsche gegen den FC Barcelona in der Champions League.

Frische Bayern gegen euphorische Wölfinnen

Die Wolfsburgerinnen qualifizierten sich am Donnerstag nach einem 0:2-Auswärtssieg gegen Juventus Turin für das Viertelfinale der Champions League. Während Trainer Stephan Lerch nach dem Spiel zum Feiern aufrief, legten seine Spielerinnen bereits in Turin vollen Fokus auf das Spitzenspiel in München. "Wir haben alle im Kopf, dass wir in drei Tagen das Spiel in München haben. Von daher ist die Regeneration sehr, sehr wichtig", sagte VfL-Torhüterin Stina Johannes am Donnerstag.

Der FC Bayern hingegen hatte zwei Wochen Zeit für die so wichtige Regernation in einer vollen Saison. Das Bundesligaspiel gegen den SV Werder Bremen letzten Montag musste schneebedingt abgesagt werden. "Ich glaube schon, dass es ein kleiner Vorteil ist, dass wir frische Beine haben", sagt Bayern-Spielerin Barbara Dunst vor der Partie gegen Wolfsburg.

Wachablösung im deutschen Frauenfußball

Der FC Bayern München und der VfL Wolfsburg dominieren den deutschen Frauenfußball. Seit mehr als einem Jahrzehnt gab es keinen anderen Meister mehr Seit dem Jahr 2013 gab es in der Frauen-Bundesliga keinen anderen Meister oder Pokalsieger mehr. “Es sind zwei Teams, die in den letzten Jahren immer auf Augenhöhe um Punkte gekämpft haben. Diese Saison sind wir einen Schritt voraus”, sagt Bayern-Spielerin Dunst.

Doch die Bayern sind nicht nur einen Schritt voraus, sie haben auch den VfL Wolfsburg in den letzten drei Jahren weit abgehängt. Nach einem Sieg am Sonntag (22.02., 16:20 Uhr) könnten die Bayern zum vierten Mal in Folge den Münchner Rathausbalkon buchen. Mit dem achten Meistertitel würden auch die Frauen zum alleinigen deutschen Rekordmeister werden.