Den Würzburger Kickers ist am Dienstagabend vor heimischer Kulisse ein wichtiger Befreiungsschlag gelungen. Durch ein hart erkämpftes 1:0 über Alemannia Aachen feierte der FWK seinen zweiten Sieg in der 3. Liga und punktete erstmals seit vier Spielen.
Kickers belohnen sich nach rasanter Anfangsphase
Im Vergleich zur 2:6-Niederlage gegen Rot-Weiss Essen am vergangenen Samstag nahm Trainer Michael Schiele fünf Wechsel in der Startaufstellung vor. An der Stelle von David Abrangao (verletzt), Louis Breunig, Philipp Ochs, Tim Kraus und Thomas Kastanaras (alle Bank) rückten Ebrahim Farahnak, Namrud Embaye, Dominik Meisel, Ivan Franjić und Franck Evina in die Anfangsformation. Bei den Gästen gab es nach dem jüngsten 2:2 gegen Jahn Regensburg derweil drei Veränderungen: Lukas Scepanik, Gideon Jung (beide Bank) und Danilo Wiebe (verletzt) wurden von Dylan Leonard, Kacper Koscierski und Georg Ermolaev ersetzt.
Vor heimischer Kulisse verzeichnete der FWK die erste gute Chance der Partie. In der 5. Minute drang Liam Omore über die rechte Seite in den Strafraum, an seiner scharfen und flachen Hereingabe von der Grundlinie rauschte Franck Evina nur knapp vorbei. Drei Zeigerumdrehungen später rettete Torhüter Marko Rajkovacic die Hausherren vor dem Rückstand: Nachdem Daniel Hägele den Ball im Spielaufbau verlor, tauchte Mika Schroes vor Rajkovacic auf, der sich aber entschlossen auf das Leder warf und das Duell für sich entschied.
Nach 24 Minuten folgte schließlich ein Dämpfer für die Würzburger: Für Hägele ging es nicht mehr weiter, nachdem er bei einer erfolgreichen Grätsche den Stollen eines Gegenspielers abbekommen hatte und im Brustbereich behandelt werden musste. Für den Kapitän betrat Leo Eberle den Rasen.
Aachen drückt und drückt - und Würzburg sticht
Nach der Auswechslung von Hägele plätscherte die Partie zunächst vor sich hin, ehe Aachen das Zepter übernahm. Die Gäste schaltete ein paar Gänge höher und verzweifelte regelrecht an FWK-Keeper Rajkovacic. Umso überraschender war die Tatsache, dass die Hausherren in der 41. Minute jubelte: Tarsis Bonga verwertete eine butterweiche Flanke aus dem rechten Halbfeld seitens Omore perfekt und nickte platziert zur Führung ein. Eine brutale Effizienz der Kickers, welche den ersten richtigen Fehler der Alemannia-Abwehr sofort auszunutzen wussten.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit hätte Würzburg nachlegen müssen: Zunächst ließ der FWK einen gefährlichen Konter über die linke Seite ungenutzt, mehrere Spieler kamen im Sechzehner nicht an eine Flanke von Bonga heran (53.). Nur eine Minute später ließ Evina das 2:0 liegen, als er aus etwa fünf Metern frei auf den Kasten köpfte und diesen haarscharf verfehlte. Diese Nachlässigkeiten wären beinahe bestraft worden: Jonas Oehmichen traft bei einem Schlenzer aus 16 Metern nur die Latte, Rajkovacic konnte dem Schuss nur hinterhersehen.
Würzburg nutzt seine Chancen nicht - und jubelt dennoch
In der finalen halben Stunde wurde den Zuschauern ein regelrechtes Spektakel geboten - mit dem besseren Ausgang für die Kickers. Konsombi scheiterte zunächst nach einem tollen Doppelpass mit Namrud Embaye am Fuß von Torhüter Stefan Bajic (69.), ehe auf der gegenüberliegenden Seite Rajkovacic in der 74. und 76. Minute den mittlerweile verdienten Ausgleich der Gäste verhinderte.
Ab der 86 Minute spielten die Würzburger schließlich in Überzahl. Bajic lief zuvor aus seinem Kasten und wollte gegen Thomas Kastanaras klären, foulte dabei aber seinen Gegenspieler und flog quer durch die Luft, ehe er mit dem Hinterkopf auf den Rasen knallte. Nachdem der Keeper kurz behandelt wurde, zeigte ihm der Referee die Rote Karte. Anschließend verwalteten die Kickers die Führung und retteten das 1:0 über die Zeit.
Durch ihren zweiten Ligasieg sprang der FWK mit nun sieben Punkten auf dem Konto auf den 13. Platz. Am kommenden Spieltag steht das Auswärtsspiel beim SC Verl an (Freitag, 19.00 Uhr).
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