Harry Kane (rechts) und Michael Olise während des Spiels gegen die SV Elversberg
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Harry Kane (rechts) und Michael Olise während des Spiels gegen die SV Elversberg
Bildrechte: picture alliance / SVEN SIMON | Malte Ossowski/SVEN SIMON
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Harry Kane (rechts) und Michael Olise während des Spiels gegen die SV Elversberg

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Stotternder Motor zum Saisonstart: Gründe für den wackeligen FCB

Stotternder Motor zum Saisonstart: Gründe für den wackeligen FCB

Der FC Bayern ist bei der SV Elversberg nur knapp einer kleinen Blamage entgangen. Trotz vieler Siege tut sich der amtierende Meister zum Saisonbeginn schwer. Das liegt auch an der WM - Kompany versucht mit Rotation für Titel am Saisonende zu sorgen.

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Kurz nach dem Pfiff, der den 2:1-Sieg des FC Bayern über Aufsteiger Elversberg besiegelte, war bei Vincent Kompany einige Erleichterung zu sehen. Der Trainer des FC Bayern schritt gelöst über das Spielfeld, herzte überschwänglich seinen ehemaligen Schützling Maurice Krattenmacher, nahm ihn in den Schwitzkasten und wuschelte ihm grinsend durch die Haare. Der Ex-Bayer, nun bei der SV Elversberg unter Vertrag, hatte per Traumtor das 1:1 erzielt und damit dem amtierenden Meister beinahe früh in der Saison eine ziemlich ungemütliche Ausgangssituation gesorgt.

Tempo, Zweikämpfe, Einstellung: Kompany nach Elversberg unzufrieden

Denn nach dem 0:0 auf Schalke hätte ein weiteres Unentschieden den Abstand auf die Tabellenspitze bereits auf vier Punkte anwachsen lassen. Doch auch der Sieg und der knappe Abstand von zwei Punkten auf die Spitze täuschen nicht darüber hinweg, dass der Motor der Münchner derzeit nicht gerade schnurrt, sondern es im Getriebe noch ziemlich ruckelt.

Kompany gab sich später am DAZN-Mikrofon kritisch: "Unser Tempo war nicht gut, wir waren nicht da in den Zweikämpfen. Wir waren nicht richtig da", erklärte der Cheftrainer und folgerte: "Gut für die Jungs, dass sie das sehen. Wenn wir nicht zu 100 Prozent da sind, sind alle Spiele schwierig."

Kurzum: Die Einstellung hat nicht gepasst. Umso unglücklicher wirkte es, dass sich die Bayern zahlreiche leichte Ballverluste leisteten und vor dem Tor mehrfach unnötig verspielt agierten, anstatt den gradlinigen Weg zum Tor zu suchen, wie es schließlich Siegtorschütze Harry Kane vormachte. Ein wenig Hybris war an diesem Abend durchaus zu sehen und wäre dem FCB beinahe zum Verhängnis geworden.

Drei Sommer ohne echte Pause – FC-Bayern mit Mammutprogramm

Doch die leicht erhobene Nase bei dem einen oder anderen Bayern-Spieler ist sicherlich nicht die Hauptursache für den etwas schleppenden Start in die Saison, den man in nahezu allen Pflichtspielen beobachten konnte.

Ein Grund könnte die Weltmeisterschaft sein, bei der die Münchner traditionell eine Vielzahl an Spielern stellten, die zwangsläufig auch beim FC Bayern zu den Leistungsträgern zählen. 17 Fußballer waren es in diesem Jahr. Freilich kam ein Großteil der Bayern-Akteure – wie die DFB-Fahrer – relativ früh zurück und konnte viel von der Vorbereitung mitmachen. Doch nach der EM 2024, der Klub-WM 2025 und nun der WM 2026 ist es für viele von ihnen der dritte Sommer in Folge mit einem Großevent, das den Urlaub gehörig verkürzt.

WM-Folgen: Müde Bayern-Beine und schlechte Meisterquote

Tatsächlich haben die müden Beine nach der Weltmeisterschaft den Münchnern historisch gesehen wohl schon einige Titel verhagelt. Nur sechs von 15 möglichen Meisterschaften holten die Münchner nach einer WM. Eine Quote von 40 Prozent, die deutlich unter dem generellen Titelschnitt von knapp 55 Prozent liegt. Zum Wettbüro rennen und viel Geld darauf setzen, dass es in dieser "Nach-WM-Saison" wieder einen anderen Meister geben wird als den FC Bayern, wäre auch trotz dieser Quote und des nicht unbedingt beeindruckenden Saisonstarts allerdings kaum ratsam.

Denn Kompany hat ein Rezept, um diesen müden Beinen ein wenig entgegenzuwirken. Die Rotation. Schon jetzt hat der Trainer des FC Bayern fast jeden Spieler, der ihm zur Verfügung steht, in Pflichtspielen eingesetzt. Dass es dann gegen sehr defensiv eingestellte und eingespielte Teams, die nahezu die gesamte Vorbereitung gemeinsam bestritten haben und ausgeruht in die neue Spielzeit gehen, auch unangenehm werden kann, ist logisch.

Kompanys Plan: Mit Rotation zum Erfolg

Kompany verteidigte sein Wechselspiel gegen Elversberg am Sonntag, bei dem er im Vergleich zum Champions-League-Duell mit Bodö/Glimt die Startelf auf sieben Positionen verändert hatte: "In meiner zweiten Saison war die Rotation eine Stärke und der Grund, warum wir am Ende so fit waren." Er glaube, so Kompany, dass die Rotation ein wichtiger Grundstein dafür sein werde, dass der FC Bayern seine Ziele erreichen werde. Das kann in der Anfangsphase mal wackelig aussehen, dient aber Erholung, Stimmung und Teamchemie.

Die Ziele bleiben Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League. Und die Titel, das weiß man in München ganz genau, werden schließlich nicht vom Nikolaus und schon gar nicht im Spätsommer vergeben, sondern im Mai. Ob das 3. Saisonspiel gegen die SV Elversberg ein überzeugendes oder wackeliges 2:1 war, interessiert an der Säbener Straße dann niemanden mehr.

Im Video: Kompany kritisch nach knappem Bayern-Sieg

Vincent Kompany
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