Fußballfans fordern eine Reform der Regionalliga
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Bewegung im Regionalliga-Streit: BFV reagiert auf Beschluss

Bewegung im Regionalliga-Streit: BFV reagiert auf Beschluss

Bei der umstrittenen Reform der Regionalligen gibt es einen neuen Anlauf. Die Konferenz der Landesverbandspräsidenten hat dem von DFB-Präsident vorgeschlagenen Prozess nun zugestimmt.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

Auf ihrer Tagung am Montag (7. September) beriet die Konferenz über die Interessenvertretung des Amateurfußballs im DFB. Dabei verständigten sich die Teilnehmer darauf, den von DFB-Präsident Bernd Neuendorf vorgeschlagenen Prozess mitzutragen.

Wird der Regionalliga-Streit beim DFB-Bundestag gelöst?

Demnach soll im DFB-Präsidium ein Antrag auf die Einberufung eines außerordentlichen DFB-Bundestags gestellt werden, der wiederum die leidige Thematik der Regionalliga-Aufsteiger regeln soll.

Verbandschef Neuendorf will dabei das Kompassmodell einbringen, während die Regionalliga-Träger eine Aufstockung der 3. Liga favorisieren. Eine konkrete Entscheidung ist damit allerdings noch nicht gefallen. Der nun vereinbarte Prozess ist zunächst ein Arbeitsauftrag.

Unterschiedlich sind auch die erforderlichen Mehrheiten: Das Kompassmodell benötigt eine Zweidrittelmehrheit, für eine Aufstockung der 3. Liga genügt eine einfache Mehrheit.

Bayerischer Fußball-Verband begrüßt die Entwicklung

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) blickt positiv auf die Entwicklung: "Wir begrüßen es, dass die Konferenz der Landesverbands- und Regionalverbands-Präsidenten den Weg hin zur Lösung jetzt gemeinsam definiert und festgelegt hat", heißt es gegenüber BR24Sport. "Damit wird ein außerordentlicher DFB-Bundestag die Entscheidung treffen – die inhaltliche Aufarbeitung und Auseinandersetzung mit möglichen Modellen, die dann zur Abstimmung stehen werden, erfolgt abgestimmt in der Konferenz."

Im Juni hatte der BFV zunächst von einem Schnellschuss gewarnt. Präsident Christoph Kern betonte gegenüber BR24Sport, die Reform müsse ganzheitlich betrachtet werden. Neben dem sportlichen Aufstieg gehe es auch um die wirtschaftlichen Folgen für die Vereine und die Struktur der 3. Liga. Der Weg zu einer Lösung ist damit vorgezeichnet – welche Reform am Ende beschlossen wird, bleibt jedoch offen.

Seit Jahren Streit um den Aufstieg

Hintergrund ist das bestehende Problem: In den fünf Regionalligen gibt es fünf Meister, aus der 3. Liga steigen aber nur vier Mannschaften ab. Deshalb erhalten derzeit nicht alle Meister automatisch einen Aufstiegsplatz.

Besonders umstritten ist die Situation für die Regionalligen Bayern, Nord und Nordost. Ihre Meister teilen sich einen Aufstiegsplatz im Rotationsverfahren, während die beiden anderen Teams in Playoffs um den verbleibenden Platz kämpfen. Ein erster Reformversuch war im Juni ohne einstimmiges Ergebnis gescheitert. Nun soll ein außerordentlicher DFB-Bundestag über die möglichen Modelle entscheiden.

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