FCA-Trainer Manuel Baum
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Europa? Für den FC Augsburg keine Utopie mehr

Europa? Für den FC Augsburg keine Utopie mehr

Nach einer turbulenten Saison winkt dem FC Augsburg nun sogar Europa. Durch das 3:1 in Bremen ist für den FCA alles drin. Warum Trainer Manuel Baum jetzt auf den neunten Platz schielt und was der SC Freiburg damit zu tun hat.

Über dieses Thema berichtet: Blickpunkt Sport am .

"Es ist viel Rechnerei", sagt der Doppeltorschütze von Bremen, Anton Kade über eine mögliche Qualifikation für Europa. Und auch Manuel Baum möchte sich noch nicht so richtig auf ein neues Saisonziel festlegen.

Zum Artikel: Augsburg bald international? Kade mit Doppelpack in Bremen

Manuel Baum denkt in Stufen: Viel "wenn und dann"

"Ich denke da gerne so in Stufen. Die erste haben wir ja erklommen mit dem Klassenerhalt. Die zweite ist, dass wir uns vorgenommen haben, dass wir einen einstelligen Tabellenplatz haben. Darauf schauen wir jetzt. Und die dritte - da haben wir noch nichts draufgeschrieben. Das ist viel zu viel 'wenn dann' für mich."

Rein rechnerisch sind die Schwaben, die - damals noch unter Baums Vorgänger Sandro Wagner - nur sehr mühsam in die Spielzeit gestartet waren, in einer guten Ausgangsposition. Zwei Spieltage vor Schluss liegt der FCA zwar drei Punkte hinter Frankfurt und Freiburg (die an diesem Sonntag noch spielen). Aber: Das Restprogramm mit dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach und der Auswärtspartie beim 1. FC Union Berlin liest sich deutlich einfacher als das der Konkurrenz. Außerdem sind bis auf Mads Petersen derzeit alle Mann an Bord.

Schon jetzt ist klar, dass die 15. Bundesliga-Saison eine der besten der Augsburger seit dem Aufstieg 2011 wird. Sollte Platz neun am Ende herausspringen, wäre es das erste Mal seit 2013/14 (8. Platz) und 2014/15 (5. Platz), dass der Verein wieder unter den ersten Zehn abschneidet.

Daumendrücken für den SC Freiburg

Baum bleibt dennoch zurückhaltend: "Es wäre richtig cool, wenn wir den einstelligen Tabellenplatz behalten könnten", sagte er vor der Partie in Bremen. Der neunte Rang in der Endabrechnung könnte sogar reichen, um in der kommenden Spielzeit in der Conference League spielen zu dürfen. Allerdings müsste der SC Freiburg in diesem Gedankenspiel die Europa League gewinnen.

Ist dies ein Grund, zu den Breisgauern zu halten? "Ich drücke deutschen Mannschaften in internationalen Spielen immer die Daumen", so Baum. "Das hat aber nichts mit Wenn-Dann-Szenarien zu tun, denn wir können nicht beeinflussen, ob Freiburg gewinnt."

Klare Tendenz pro Baum bei Mannschaft und Fans

Stimmt. Aber die eigene Leistung kann man sehr wohl beeinflussen. Und mit zwei Siegen wäre man in einer sehr guten Ausgangsposition. Nebenbei würde Baum damit Werbung in eigener Sache machen, denn ob er auch in der kommenden Saison an der Seitenlinie steht oder in seinen alten Job zurückkehrt und sich wieder um "Entwicklung und Innovation" im Verein kümmert, ist weiterhin offen.

"Er macht es richtig, richtig gut", lobte FCA-Geschäftsführer Michael Ströll den Coach am, vergangenen Sonntag in "Blickpunkt Sport". Erst nach dem letzten Spiel wolle man sich zusammensetzen und sprechen. Bei Mannschaft und Fans ist eine klare Tendenz pro Baum erkennbar. Und vielleicht wäre die Qualifikation für Europa ja das entscheidende Argument für den Trainer, doch weiterzumachen. Utopisch ist das nach dem Sieg in Bremen nicht mehr.

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