Der FC Augsburg empfängt am Samstag den FC Bayern München
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Augsburger Rezept für die Bayern? Die Vergangenheit zählt nicht

Augsburger Rezept für die Bayern? Die Vergangenheit zählt nicht

Der FC Augsburg empfängt am Samstagnachmittag den FC Bayern München. Im bayerischen Derby will der Tabellenvierte vor heimischer Kulisse für einen Coup sorgen. Trainer Manuel Baum kann auf den Blick in die erfolgreiche Vergangenheit aber verzichten.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

Der FC Augsburg kann sich von den Superlativen nicht so recht lossagen. Auf die XXL-Länderspielpause folgt für die Fuggerstädter die Mammutaufgabe, am Samstag gastiert der FC Bayern München in der WWK Arena (15.30 Uhr). Der Blick in die jüngere Geschichte schürt zwar Hoffnung auf einen Coup vor heimischer Kulisse, vergangene Glücksgefühle möchte Trainer Manuel Baum jedoch nicht zu nah an sich ranlassen. Was zählt, ist das Hier und Jetzt - und das ist beim FCA schon vielversprechend genug.

Baum über Duell mit Bayern: "Solche Vergleiche hinken"

Der "Bayern-Schreck" ist ein weit dehnbarer Begriff. Auf den FC Augsburg trifft die Bezeichnung hinsichtlich des kurzzeitigen Schocks für den deutschen Rekordmeister aber außergewöhnlich gut. Fünf Siege fuhren die Augsburger in den vergangenen 25 Duellen in der Bundesliga ein, dreimal fügte man den Münchnern die erste Niederlage der Saison zu - letztmals war dies am 19. Spieltag der Spielzeit 2025/26 beim 2:1 in München der Fall. Für Baum eine nette Anekdote. Mehr aber auch nicht.

"Warum ich solche Rückblicke nicht mag?", fragte er auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den ungeschlagenen Tabellenzweiten mit Blick auf eine Wiederholung der Überraschung. "Wenn ich mir die Fünferkette von unserem letzten Sieg anschaue: Dimitrios Giannoulis, Keven Schlotterbeck, Arthur Chaves und Cedric Zesiger sind weg, Robin Fellhauer hat damals auf der rechten Seite gespielt. Solche Vergleiche hinken."

Baum: "Dann hat man eh schon verloren"

Doch nicht nur in Augsburg haben sich die Verhältnisse verändert, auch bei den Bayern wurden Veränderungen vorgenommen. "Das Wichtigste ist einfach, dass wir uns mit uns selbst beschäftigen", merkte Baum an. Für dieses Vorhaben hat der 47-Jährige ein bestimmtes Mantra parat. "Es gibt ein Zitat aus dem Kampfsport, das lautet in etwa so: 'Wenn man nur auf die Schlagkraft des Gegners schaut, hat man eh schon verloren.'"

Was der Augsburger Übungsleiter daraus ableitet? "Wir könnten die Bayern jetzt rauf und runter analysieren - aber das Entscheidende ist, dass wir uns mit uns selbst beschäftigen. Sie haben für alles eine Lösung, können personell und taktisch auf alles reagieren", so Baum. "Wir müssen schauen, was von uns am besten auf den Gegner passt."

Und ohnehin muss sich der FCA nicht vor seinem schier übermächtigen Gegner verstecken: Mit sieben Punkten aus vier Spielen sowie einer Tordifferenz von +5 feierte Augsburg den besten Saisonstart seiner Vereinsgeschichte. Zurzeit rangieren die Schwaben auf Tabellenplatz vier und liegen nur drei Zähler hinter Bayern München.

Augsburgs Rezept und ein Problem namens Olise

Eine taktische Herangehensweise, die sich in der Vergangenheit bereits gegen die Bayern bewährt hat, wäre das Lauern auf Umschaltmomente. Allzu viele Chancen erhofft sich Augsburg aber selbst damit nicht. "Alle Trainer wollen Tiefe, also mit dem Ball hinter die letzte Kette kommen. Es ist kein Geheimnis, wie intensiv und mit wie viel Druck sie auf den Ball gehen", meinte Baum. "Da hat man nicht viel Zeit für Entscheidungen. Dementsprechend müssen wir uns überlegen, wie wir unsere wenigen Momente nutzen können, um ihnen wehzutun."

Zu einem Problem am Samstagnachmittag könnte auch Michael Olise werden. Der französische Superstar und Ballon-d'Or-Kandidat steht nach vier Spieltagen bereits bei vier Toren und zwei Vorlagen und wird auch der FCA-Defensive die ein oder andere Schwierigkeit bereiten. "Im Eins-gegen-Eins mit viel Raum um die beiden Spieler herum kann man ihn nicht verteidigen, da wird es brutal schwierig. Es wird auch schwierig, wenn man zu zwei oder zu dritt ist, weil er eine unfassbare Qualität hat", blickte Baum voraus und fügte an: "In einem solchen Spiel ist die Intensität wahrscheinlich wichtiger als der taktische Inhalt. Jeder Spieler muss in jeder Sekunde einfach wie ein Wahnsinniger sprinten."

Die mentale Komponente könnte letztlich zum großen Trumpf werden. "Man versucht das Spiel bereits im ersten Training der Woche zu gewinnen - zumindest im Kopf", erläuterte Baum. "Mit dem Glauben geht alles los. Wenn du dir einen Sieg nicht vorstellen kannst, dann wird es auch nie im Leben passieren", betonte er.

Der FC Augsburg trifft auf den FC Bayern München
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