Es wäre viel mehr drin gewesen für den FC Augsburg beim Gastspiel bei RB Leipzig. Die Schwaben gingen sogar in Führung, verpassten es in der Folge aber, diese auszubauen und mussten so erst den Ausgleich und schließlich den Leipziger Siegtreffer hinnehmen. Mit der 1:2 (1:0)-Niederlage endet die Augsburger Serie von zuletzt drei Siegen in Folge. Zumindest punktetechnisch ist es ein kleiner Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt.
Kapitän Schlotterbeck vergibt Handelfmeter
Anders als im Hinspiel, als der FCA mit 0:6 unter die Räder gekommen war, gestaltete sich der Spielverlauf deutlich angenehmer. Augsburg spielte von Beginn an munter mit und wurde in Minute 22 belohnt. Einen Fernschuss hatte Leipzig Christoph Baumgartner mit dem Ellenbogen abgefälscht. Den unstrittigen Strafstoß vergab aber FCA-Kapitän Keven Schlotterbeck. Doch das konnte den Augsburgern nichts anhaben, die weiter mutig nach vorne spielten, aber auch Glück hatten, dass Torwart Finn Dahmen gegen den Abschluss von Yan Diomande gerade noch die Fäuste hochbekam und klären konnte. Kurz vor der Halbzeit traf die Mannschaft von Trainer Baum dann zur nicht unverdienten Führung. Nach einer schönen Kombination stand Robin Fellhauer am Elfmeterpunkt frei und netzte ein zum 1:0 (39.).
Später Nackenschlag für FC Augsburg
Auch in Durchgang zwei blieben die Augsburger weiter engagiert. Nur vier Minuten nach Wiederbeginn hätte Fabian Rieder auf 2:0 für die Gäste stellen müssen. Er scheiterte aber nach einem Konter an Leipzigs Vandevoordt (49.). Im Gegenzug konnte Dahmen den Ausgleich verhindern, indem er Baumgartners Abschluss über die Latte lenkte. Leipzig ging mehr in die Offensive, das bot dem FCA Räume. Doch auch Giannoulis und Kade verpassten in einer Doppelchance das zweite Tor (60.). Die Gastgeber wurden von Minute zu Minute später. Hatte Augsburg in der 66. noch Glück, dass Lukeba eine Ecke an den linken Pfosten köpfte, war es zehn Minuten später soweit. Diomande war Schlotterbeck entwischt und netzte im Fallen ein (76.). Der FCA hätte beinahe die richtige Antwort gehabt, doch Ribeiros Lupfer trudelte an den linken Pfosten (83.).
Und dieser Chancenwucher wurde in der Nachspielzeit bestraft. Nach einer flachen Hereingabe von Diomande lenkte Arthur Chaves die Kugel ins eigene Tor und sorgte so für lange Gesichter auf Augsburger Seite (90.+2).
