Die Frauen des FC Bayern München haben das Halbfinale des DFB-Pokals erreicht. Die Titelverteidigerinnen schlugen die Auswahl des Hamburger SV im Volksparkstadion in der Runde der letzten Acht verdient mit 3:0 (1:0) und liegen im Rennen um den dritten Pokalerfolg der Vereinsgeschichte auf Kurs.
Bayern geht früh in Führung
Die Münchnerinnen gingen früh in Führung. Giulia Gwinn stach über die rechte Seite in Richtung Grundlinie durch und flankte in die Mitte, wo der Ball HSV-Keeperin Lea Paulick über die Faust rutschte, woraufhin Winterneuzugang Edna Imade am zweiten Pfosten ins leere Tor einköpfen konnte (6.).
In der Folge übernahm Bayern das Ruder. Gwinn und Co. kontrollierten Ball und Gegner. Einige gute Möglichkeiten waren die Konsequenz aus dem spielerischen Übergewicht, brachten aber kein weiteres Tor, sodass es mit dem 1:0 in die Kabine ging.
Glück für HSV nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel dann das gleiche Bild: Bayern war besser, brachte den Ball aber nicht im Kasten von Paulick unter, während sich die Hausherrinnen auf das Verteidigen und gelegentliche Konterversuche beschränkten. Dabei hatten die Rothosen auch einiges Glück.
In der 49. Minute wurde Barbara Dunst im Strafraum von Innenverteidigerin Nigar Mirzaliyeva klar an der Ferse getroffen, aber die Pfeife von Schiedsrichterin Miriam Schwermer blieb stumm, sodass dem FCB der verdiente Elfmeter verwehrt blieb.
Padilla Bidas veredelt Dallmanns Vorlage
Erst in der 66. Minute belohnten sich die Gäste. Pernille Harder schickte Franziska Kett vom linken Flügel mit einem Diagonalpass in die Mitte. Arianna Caruso ließ das Zuspiel schön durch. Kett zog nach innen und schloss aus zentraler Position zum 2:0 ab.
Die Schlussphase wurde aus zwei Gründen bemerkenswert: Zunächst kam die 18-jährige Laila Portella zu ihrem Debüt für die erste Mannschaft der Bayern, als sie für Caruso eingewechselt wurde, dann zauberte Linda Dallmann. Nach einer Ecke von links hob die Deutsche den Ball mit dem Rücken zum Tor in die Mitte, wo Natalia Padilla Bidas gedankenschnell den Fuß hinhielt und zum 3:0-Endstand traf.
Dallmann: "Eine Glanzleistung war es jetzt nicht"
Dallmann zeigte sich mit der Vorstellung ihrer Mannschaft zufrieden, sah aber noch Luft nach oben. "Eine Glanzleistung war es jetzt nicht", sagte die 31-Jährige am ARD-Mikrofon: "Das nicht alles gepasst hat, wissen wir selber. Dass wir jetzt für das Wochenende eine Schippe drauflegen müssen, wissen wir auch, aber am Ende war es eine Pflichtaufgabe und wahrscheinlich auch keine einfache."
Im Halbfinale wartet auf Dallmann und Co. die SGS Essen, die parallel 1:0 gegen Werder Bremen schlug. Im zweiten Spiel der Vorschlussrunde kommt es zum Duell zwischen dem VfL Wolfsburg und dem FC Carl Zeiss Jena, die sich in ihren Viertelfinalpartien durchsetzten.
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