Tom Bischof (l.) Aleksandar Pavlovic (2.v.r.) und Bara Sapoko Ndiaye (r.) könnten beim FC Bayern eine Ära prägen
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Tom Bischof (l.) Aleksandar Pavlovic (2.v.r.) und Bara Sapoko Ndiaye (r.) könnten beim FC Bayern eine Ära prägen
Bildrechte: picture alliance / M.i.S. | Bernd Feil
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Tom Bischof (l.) Aleksandar Pavlovic (2.v.r.) und Bara Sapoko Ndiaye (r.) könnten beim FC Bayern eine Ära prägen

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Frühes Casting der Kimmich-Erben: FCB baut für Zukunft vor

Frühes Casting der Kimmich-Erben: FCB baut für Zukunft vor

Joshua Kimmich ist mittlerweile jenseits der 30, ewig wird er nicht mehr beim FC Bayern den Chef auf der Doppel-Sechs geben. Die Führungsriege der Münchner scheint für einen Abschied des Top-Stars schon jetzt vorzusorgen.

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Geht es momentan um den FC Bayern und den Transfermarkt, denken die meisten Fans der Münchner sorgenvoll an einen möglichen Abgang von Michael Olise zu Real Madrid. Die nahende Verpflichtung des senegalesischen Top-Talents Bara Sapoko Ndiaye fliegt dagegen unter dem Radar.

Ndiaye als Fingerzeig für Bayerns Zukunftsplanung

Einerseits ist das verständlich. Schließlich spielt Olise seit seiner Ankunft an der Isar vor zwei Jahren regelrecht die Sterne vom Himmel, während Ndiaye im Rahmen seiner halbjährigen Leihe von Januar bis Ende Juni dieses Jahres auf gerade einmal vier Einsätze unter Trainer Vincent Kompany kam.

Andererseits ist die Personalie Ndiaye keineswegs uninteressant, denn der Transfer des Senegalesen zeigt, wie ernst man beim deutschen Rekordmeister die Zukunftsplanung im Mittelfeld nimmt.

Wie lange kann sich Bayern noch auf Kimmich verlassen?

Joshua Kimmich ist mit seinen 31 Jahren der viertälteste Spieler im Kader des FCB. Nur Manuel Neuer (40), Sven Ulreich (37) und Harry Kane (32) sind älter als der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft. Keine Frage: Kimmich wird noch einige Jahre auf höchstem Niveau spielen. Beispiele wie Luka Modric (40) zeigen, dass eine Weltklasse-Karriere im Mittelfeld nicht notwendigerweise mit Mitte 30 enden muss.

Dennoch dürfte allen Beteiligten klar sein, dass Kimmich seine Laufbahn nicht endlos fortsetzen wird. Und wer weiß, ob er auf seine alten Fußballer-Tage nicht doch eine neue Herausforderung suchen könnte. Sein Vertrag läuft noch bis 2029. Sollte Kimmich sich gegen eine weitere Verlängerung entscheiden, wie 2024 beinahe geschehen, müssten die Bayern ihn spätestens 2028 verkaufen, um noch eine Ablöse zu generieren.

FCB-Führung sichert sich für Unwägbarkeiten ab

Das ist viel Konjunktiv. Doch Unwägbarkeiten gehören im Fußball zum Tagesgeschäft - ebenso wie Verletzungen. Das ist auch der sportlichen Führung des FC Bayern klar. Entsprechend sichert sie sich für die Zukunft auf der Doppel-Sechs ab.

Eine der beiden Positionen gehört fraglos Aleksandar Pavlovic. Das Münchner Eigengewächs ist erst im Mai 22 geworden, spielt aber mit der Souveränität und Abgeklärtheit eines mit allen Wassern gewaschenen Routiniers.

Bischof als erste Alternative zu Kimmich und Pavlovic

Das Duo Pavlovic/Kimmich wird auf absehbare Zeit die Zügel im bayerischen Mittelfeld in der Hand haben, doch dahinter scharren mögliche Kimmich-Erben mit den Hufen.

Tom Bischof konnte in seiner Debüt-Saison an der Isar überzeugen. Zwar kam er dabei meist als Außenverteidiger zum Einsatz, doch der 21-Jährige sammelte auch in der Schaltzentrale vor der Abwehr Einsatzminuten.

Bischof: "Will jetzt den nächsten Schritt machen"

Die Frohnatur weiß um die Möglichkeit, die sich ihr nun bietet, da Leon Goretzka als erste Sechser-Alternative den Verein verlassen hat. "Ich will jetzt den nächsten Schritt machen", kündigte Bischof selbstbewusst auf der Klub-eigenen Homepage an.

Den Konkurrenzkampf mit Pavlovic und Kimmich sieht er weniger als Druck und mehr als Hilfe. "Im Zentrum spornen Pavlo, Jo Kimmich und ich uns gegenseitig an. Jeder will spielen, dadurch werden alle besser und das hilft der ganzen Mannschaft. Ich traue mir diese Rolle definitiv zu", erklärte er mit Blick auf seine neue Situation.

Bayern lässt Aseko für Ndiaye ziehen

In den Stall der hauptberuflichen Sechser gesellt sich neben Kimmich, Pavlovic und Bischof nun auch Ndiaye. Der 18-Jährige hatte Kompany während seiner Leihe überzeugen können. Schlussendlich standen nach einem halben Jahr in München 142 Spielminuten zu Buche, wobei es durchaus hätten mehr werden können, wäre Ndiaye im März nicht durch eine Kapselverletzung außer Gefecht gesetzt worden.

Der Eindruck, den der Neuzugang hinterließ, war offenbar so gut, dass man sich beim FCB letztlich dafür entschied, lieber auf ihn als auf Eigengewächs Noel Aseko zu setzen, der in der vergangenen Saison immerhin 33 wettbewerbsübergreifende Partien für Zweitligist Hannover 96 absolviert hatte und für zwölf Millionen Euro zu Eintracht Frankfurt weiterziehen gelassen wurde.

Ndiaye-Entwicklung braucht Zeit

Anders als Bischof wird Ndiaye trotzdem noch Zeit brauchen, bis er eine ernsthafte Alternative ist. Solange Kimmich im Bayern-Mittelfeld weiter die Fäden zieht, dürfte er diese auch bekommen.

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