Lionel Messi (r.) gegen Würzburgs Liam Omore
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Würzburgs Omore exklusiv: So war der Messi-Abschied auf dem Feld

Würzburgs Omore exklusiv: So war der Messi-Abschied auf dem Feld

Liam Omore von den Würzburger Kickers steht mit der Nationalmannschaft der Republik Benin beim Abschiedsspiel von Lionel Messi auf dem Platz. Im Interview mit BR24Sport spricht der Youngster über seine besondere Erfahrung.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

Am vergangenen Dienstag beendete Lionel Messi seine Karriere als Nationalspieler für Argentinien. Zum Abschied feierte der achtmalige Ballon-d'Or-Gewinner einen 3:0-Sieg gegen die Auswahl des Benin im Estadio Monumental Antonio Vespucio Liberti, auch bekannt als "El Monumental", von Buenos Aires.

Omore: Wollte Messis Abschied "im Moment genießen"

Auf der Gegenseite erlebte ein Profi der Würzburger Kickers das Ende einer Ära bei der "Albiceleste" hautnah: Liam Omore feierte ausgerechnet in dieser besonderen Partie seinen dritten Einsatz im Trikot des westafrikanischen Landes.

"Ich habe ehrlich gesagt probiert, mir vor dem Spiel gar nicht so viel durch den Kopf gehen zu lassen. Ich wollte einfach, dass es losgeht und das Spiel dann im Moment ein Stück weit genießen", denkt er im exklusiven Interview mit BR24Sport zurück.

Omore ohne Lampenfieber gegen Messi: "Echt erstaunlich ruhig"

Lampenfieber habe er nicht gespürt. "Ich war echt erstaunlich ruhig. Ich war nicht nervös. Es war wirklich einfach nur Vorfreude", berichtet der 23-Jährige, dem doch ein wenig Ehrfurcht anzumerken ist, als er weitererzählt: "Im Tunnel habe ich ihn (Messi, Anm. d. Red.) und die anderen Spieler dann das erste Mal gesehen. Er (Messi, Anm. d. Red.) war schon noch mal ein Stück besonderer, muss ich sagen. Das war schon sehr cool."

Messi kam zwar wie gewohnt über die rechte Außenbahn der Argentinier, während Omore dem Superstar als Rechtsverteidiger aus dem Weg ging, zu einem Zweikampf kam es dennoch.

Omore-Duell mit Messi: "Einfach nur nicht schießen lassen"

"Einmal ist er rüber auf meine Seite gekommen. In dem Sinn hatte ich ein Eins-gegen-eins mit ihm", so Omore, der in dem Moment vor allem eine Sache verhindern wollte: "Ich wollte ihn einfach nur nicht schießen lassen, weil, wenn er schießt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass er reingeht. Das war das einzige, das direkt in meinem Kopf drin war."

Neben dem Duell mit einem der besten Fußballer der Geschichte ist Omore besonders eines im Gedächtnis geblieben: die Kulisse. "Absolut beeindruckend und das auch schon anderthalb Stunden vor dem Spiel. Normalerweise ist das Stadion noch fast leer, wenn du den Rasen anschaust. Und da war das Stadion schon brechend voll. Während des Einlaufens und des Spiels war es verrückt. Einfach eine verrückte Stimmung, eine verrückte Kulisse. Auf jeden Fall next Level", lautet sein Fazit.

"El Monumental" beeindruckt Omore: "War durchgehend laut"

Gerade der Geräuschpegel habe es in sich gehabt, sagt Omore: "Die Lautstärke war herausragend, aber auch die Gesänge. Es wurde ständig gesungen. Sei es jetzt 'Messi, Messi, Messi' oder irgendetwas anderes. Es war durchgehend laut."

Der Umstellung von Messis Argentiniern am Dienstag auf den Abstiegskampf in der 3. Liga mit Würzburg sieht der Youngster gelassen entgegen. "Es war ein Riesenhighlight. Ich bin gespannt, wie es am Samstag wird. Ich weiß, dass es nicht die Norm ist, vor 85.000 Leuten zu spielen. So muss man das auch betrachten. Deswegen kann ich das, glaube ich, auch einordnen", erklärt er vor dem Aufeinandertreffen mit Hansa Rostock (am Samstag ab 14 Uhr bei BR24Sport im Livestream und im TV).

Omore über Aufstieg: "Noch nicht ganz verarbeitet"

Ähnlich gelassen nimmt er seinen eigenen Aufstieg, der ihn in zwei Jahren von FV Illertissen in der Regionalliga Bayern zu den Würzburger Kickers in die 3. Liga und in die Nationalmannschaft der Republik Benin geführt hat.

"Es ist in der letzten Zeit viel zusammengekommen. So richtig verarbeitet habe ich das – genauso wie das Spiel zum Beispiel – noch nicht ganz. Aber ich habe viel dafür gearbeitet, deswegen ist das, glaube ich, das, was zurückkommt. Wenn man viel reingibt, springt auch etwas raus. Von nichts kommt nichts", meint Omore nüchtern.

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