Rund eine Woche nach dem Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens hat der TSV 1860 München seinen nächsten Schritt verkündet. In einer offiziellen Mitteilung am Donnerstagnachmittag gab der Verein die Geschäftsaufnahme einer eigenen Spielbetriebsgesellschaft bekannt. Bislang war der Spielbetrieb der ersten Mannschaft sowie verschiedener Nachwuchsteams in der mittlerweile als insolvent deklarierten KGaA organisiert gewesen.
Gründung durch Mitglieder in die Wege geleitet
Überraschend kam diese Entwicklung nicht: Auf der Mitgliederversammlung am 21. Juni hatten die Stimmberechtigten bereits den Weg für die Gründung oder den Erwerb einer eigenen Spielbetriebsgesellschaft freigemacht, damit die Teilnahme an der Regionalliga Bayern in der Saison 2026/27 nicht gefährdet wird.
"Alle Geschäftsanteile liegen vollständig beim TSV München von 1860 e.V. und seinen Mitgliedern", hieß es in der Mitteilung. "Eine Veräußerung von Anteilen an der TSV München von 1860 Spielbetriebs-GmbH ist ausschließlich mit Zustimmung der Mitgliederversammlung des TSV München von 1860 e.V. und einer Mehrheit von drei Vierteln der abgegebenen Stimmen möglich." Als Interimsgeschäftsführer wurde Thomas Probst vorgestellt, "der dieses Amt ehrenamtlich und ohne Vergütung" ausüben wird.
1860 München bereits im Trainingslager
Die Mannschaft ist derweil bereits in ihr Trainingslager in Bad Füssing gestartet. Die Abwesenheit von Kevin Volland und Florian Niederlechner warf Fragen hinsichtlich der Zukunft der beiden prominenten Spieler auf. Eine Entscheidung bezüglich dieser Personalien wird in den kommenden Tagen und Wochen erwartet.
