Schild der Staatsanwaltschaft Memmingen an der Eingangstür mit Schriftzug und bayerischem Wappen. Die Staatsanwaltschaft Memmingen ermittelt gegen Personen, die im Verdacht stehen, gegen Menschen mit Behinderung Gewalt ausgeübt zu haben.
Schild der Staatsanwaltschaft Memmingen an der Eingangstür mit Schriftzug und bayerischem Wappen. Die Staatsanwaltschaft Memmingen ermittelt gegen Personen, die im Verdacht stehen, gegen Menschen mit Behinderung Gewalt ausgeübt zu haben.
Bild
Die Staatsanwaltschaft Memmingen ermittelt gegen Personen, die im Verdacht stehen, gegen Menschen mit Behinderung Gewalt ausgeübt zu haben.
Bildrechte: BR/Katrin Nöbauer
Schlagwörter
Bildrechte: BR/Katrin Nöbauer
Audiobeitrag

Die Staatsanwaltschaft Memmingen ermittelt gegen Personen, die im Verdacht stehen, gegen Menschen mit Behinderung Gewalt ausgeübt zu haben.

Audiobeitrag
>

Misshandlungs-Vorwürfe gegen Mitarbeiter eines Behindertenwerks

Misshandlungs-Vorwürfe gegen Mitarbeiter eines Behindertenwerks

Die Staatsanwaltschaft Memmingen ermittelt gegen mehrere Personen, die im Verdacht stehen, gegen Menschen mit Behinderung Gewalt ausgeübt zu haben. Die Übergriffe sollen in einer Wohngruppe des Dominikus-Ringeisen-Werks in Schwaben passiert sein.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Schwaben am .

Die Staatsanwaltschaft Memmingen ermittelt gegen Mitarbeitende des Dominikus-Ringeisen-Werks unter anderem wegen des Verdachts auf Misshandlung von Schutzbefohlenen. Das bestätigte eine Sprecherin dem BR. Man ermittle derzeit gegen sieben Personen, heißt es in dem Schreiben weiter; es gelte die Unschuldsvermutung. Das Dominikus-Ringeisen-Werk ist eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung in Ursberg im schwäbischen Landkreis Günzburg.

Behinderteneinrichtung bestätigt Hinweise auf mögliche Gewalt

In einer Pressemitteilung, die dem BR vorliegt, bestätigte das Dominikus-Ringeisen-Werk, es habe "erstmals Anfang Juli 2025 Hinweise auf vermeintliche pflegerische Mängel sowie mögliche Gewaltanwendungen bei der Versorgung von Klientinnen und Klienten" gegeben. Mitarbeitende einer Wohneinrichtung, in der schwerst- und mehrfachbehinderte Menschen betreut würden, hätten sich an die Einrichtungsleitung gewandt.

Man habe die Vorwürfe sowohl intern geprüft als auch an die zuständigen Aufsichtsbehörden, "insbesondere die Heimaufsicht, die Sozialverwaltung des Bezirks Schwaben und die zuständige Polizeidienststelle" weitergeleitet. Die Aufsichtsbehörden hätten die Betreuungseinheit "mehrfach und umfassend vor Ort" geprüft, jeweils "ohne tatsächlich feststellbare Betreuungsmängel".

Zeitungsrecherche veranlasste Behindertenwerk zur Reaktion

Das Dominikus-Ringeisen-Werk ging in seiner Pressemitteilung auf eine Recherche der Zeitung "Die Welt" ein [externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt]. Ein Team der "Welt" soll, so die Einrichtung, mehrere Mitarbeiter der Einrichtung kontaktiert haben. Um sie zu schützen, habe man die Pressemitteilung veröffentlicht. Auch die Augsburger Allgemeine berichtet über den Fall [externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt].

Das Dominikus-Ringeisen-Werk ist eine der größten Einrichtungen für Menschen mit Behinderung im süddeutschen Raum – 900 Personen mit einer körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung leben in Ursberg.

Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.

"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht's zur Anmeldung!