Wer fährt mit zur Fußball-Weltmeisterschaft?
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DFB-Kader-Check: So stehen die WM-Chancen der bayerischen Profis

DFB-Kader-Check: So stehen die WM-Chancen der bayerischen Profis

Am Donnerstag wird Bundestrainer Julian Nagelsmann seinen Kader für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 bekannt geben. Diese bayerischen Profis dürfen sich Hoffnungen auf ein WM-Ticket machen.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

Vor der Nominierung am Donnerstag gibt es noch einige Fragezeichen rund um den WM-Kader von Bundestrainer Nagelsmann. Nicht nur im Tor könnte es Überraschungen geben. BR24Sport macht den WM-Check: So stehen die Chancen der bayerischen Profis auf das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada.

Tor: Überraschung um Neuer und wer noch?

Am spannendsten ist es sicherlich zwischen den Pfosten. In den letzten Tagen deutet sich tatsächlich eine Rückkehr von Manuel Neuer ins Tor der Nationalmannschaft an. Bundestrainer Nagelsmann wollte sich zu der Personalie am Samstagabend im "ZDF-Sportstudio" nicht äußern. Neuers Comeback würde die Rangordnung auf den Kopf stellen. Die bisherige Nummer eins Oliver Baumann wäre entmachtet.

Dahinter machen sich Alexander Nübel, der vom FC Bayern an den VfB Stuttgart ausgeliehen ist, und der Augsburger Finn Dahmen berechtigte Hoffnungen auf ein WM-Ticket. Auch Jonas Urbig wurde von Nagelsmann schon nominiert, verpasste sein Debüt aber verletzungsbedingt. Für den ehemaligen Kölner spricht, dass er sich als Nummer zwei in München bewiesen hat.

Verteidigung: Kimmich und Tah gesetzt

In der Abwehr dürften Jonathan Tah und Joshua Kimmich gesetzt sein. Kimmich ist wohl auf der rechten Außenbahn eingeplant. So hat es der Bundestrainer bisher immer wieder erklärt. Wobei die Causa Neuer beweist, dass offensichtlich nicht alle Aussagen Nagelsmanns in Stein gemeißelt sind. Also kann auch eine Versetzung Kimmichs ins defensive Mittelfeld nicht ausgeschlossen werden. Jonathan Tah hat maßgeblich zur Stabilisierung der Defensive beim FC Bayern beigetragen. Im DFB-Zentrum verteidigt er wohl an der Seite von Nico Schlotterbeck.

Links defensiv liefern sich der gebürtige Nürnberger David Raum und der Ex-Nürnberger Nathaniel Brown ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Raum, bei RB Leipzig unter Vertrag, dürfte dabei aber leicht die Nase vorn haben. Brown hat als einer der wenigen im Kader von Eintracht Frankfurt in einer miserablen Saison überzeugen können und könnte die WM auch nutzen, um sich für einen Wechsel ins Ausland in Stellung zu bringen.

Mittelfeld: FC-Bayern-Sechs wahrscheinlich

Das Mittelfeld ist gespickt mit FC-Bayern-Profis. Aleksandar Pavlovic dürfte zusammen mit Leon Goretzka die Doppel-Sechs im defensiven Mittelfeld bilden. Alternativ stünde der gebürtige Münchner Angelo Stiller bereit, der beim VfB Stuttgart groß auftrumpfte. Von Nagelsmann für die letzten Länderspiele nur nachnominiert, stand Stiller gegen die Schweiz und gegen Ghana in der Startelf. Alles andere als ein WM-Ticket für ihn wäre eine Überraschung. Um den vierten Platz kämpfen der Ex-Fürther Anton Stach und der ehemalige Ingolstädter Pascal Groß. Beide haben in der Premier League Werbung für sich gemacht: Groß in Brighton, Stach bei Leeds. Letztgenannter wurde am Wochenende allerdings verletzungsbedingt vom Platz getragen.

Seinen Stammplatz sicher haben dürfte Jamal Musiala, auch wenn er beim FC Bayern zuletzt nicht zu den Leistungsträgern zählte. Auf die genialen Momente des Dribblers wird der Bundestrainer nicht verzichten können – erst recht nach dem Ausfall von Serge Gnabry.

Zum Newcomer könnte Tom Bischof werden und bei der WM direkt sein A-Nationalmannschaftsdebüt geben. Der Kapitän der U21-Nationalmannschaft ist im Saisonfinale beim FC Bayern vor allem durch seine gefährlichen Fernschüsse aufgefallen. Bischof spielt eigentlich im Mittelfeld, hat bei den Münchnern in dieser Saison aber auch oft links hinten ausgeholfen.

Offensive: Bayerisches Tempo und Dribbelkünste

Im Angriff hat Lennart Karl wohl genügend Argumente bei seinen ersten beiden DFB-Einsätzen gesammelt. "Er hat einen super Eindruck gemacht. Frech, aber auch demütig", so das Sonderlob vom Bundestrainer. Sein Konkurrent heißt Leroy Sané, der sportlich bei Galatasaray Istanbul nur eine untergeordnete Rolle spielte, aber von Nagelsmann zuletzt dennoch wieder nominiert wurde. Gegen Ghana bereitete der ehemalige Münchner Deniz Undavs Siegtreffer vor. Reicht das fürs Ticket Richtung North Carolina?

Die Konkurrenz ist groß. Besonders der gebürtige Nürnberger Jamie Leweling hatte in dieser Saison großen Anteil daran, dass der VfB Stuttgart sich für die Champions League qualifizierte. Karim Adeyemi war einer der Leistungsträger bei Borussia Dortmund.

Nur 26 Spieler dürfen zur Weltmeisterschaft

Für wen entscheidet sich Nagelsmann? Am Donnerstag wird er ein Aufgebot bekanntgeben, das bis Anfang Juni auf 26 Spieler verkleinert werden muss. Am 2. Juni hebt das DFB-Team Richtung Chicago ab. Dort steigt am 6. Juni gegen die USA die Generalprobe für das Turnier.

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