Leon Goretzka (l.), Jonathan Tah und Joshua Kimmich
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Rekorde, Flops und Enttäuschungen: Die bayerische WM-Bilanz

Rekorde, Flops und Enttäuschungen: Die bayerische WM-Bilanz

Für die deutschen FC-Bayern-Stars wie Jonathan Tah, Manuel Neuer und Co. war es ein kurzes Turnier, Harry Kane bleibt der Unvollendete, Michael Olise bricht trotz Halbfinal-Enttäuschung einen Rekord. Ein bayerisches WM-Fazit.

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

Für den FC Bayern riss bei der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko eine lange Serie. Seit 1982 fand zum ersten Mal ein WM-Finale ohne einen Bayern-Spieler statt. Selbst die französischen und englischen Topstars scheiterten im Halbfinale. Am Sonntag ging damit ein Turnier zu Ende, das aus bayerischer Sicht zu wünschen übrig ließ. Eine Übersicht.

Neuer gab für WM-Pleite Comeback, Tah verschoss Elfer

Besonders enttäuschend verlief die Weltmeisterschaft ausgerechnet für die Mannschaft mit der größten bayerischen Beteiligung: Deutschland scheiterte bereits im Sechzehntelfinale an Paraguay. Dabei hatte Manuel Neuer für die WM sein DFB-Comeback gegeben, Jamal Musiala suchte nach seiner Magie, Jonathan Tah verschoss den letzten und entscheidenden Elfmeter gegen Paraguay und blickte danach gedankenverloren in den Himmel.

Besonders folgenschwer war das WM-Debakel für den gebürtigen Landsberger Julian Nagelsmann. Der Vertrag des ehemaligen FCB- und Bundestrainers wurde aufgelöst, auf ihn soll nun Jürgen Klopp folgen.

Kane bleibt der Unvollendete, Tuchel erlebt Auf und Ab

Deutlich näher dran am Titel war FCB-Star Harry Kane, umso bitterer die Niederlage gegen Argentinien im Semifinale. Kane bleibt der Unvollendete. Mit sechs Toren und einem Assist kann sich Kanes WM-Bilanz trotzdem sehen lassen. Im Sommer wird Kane 33, ob er in vier Jahren erneut antritt, ist fraglich.

Der Unmut der englischen Fußballfans richtete sich nach der Vorschlussrunde hauptsächlich gegen den gebürtigen Krumbacher Thomas Tuchel. Für seine Personalentscheidungen während des Spiels wurde er heftig kritisiert, einige Experten forderten sogar seine Entlassung.

Upamecano spielt sich in den Mittelpunkt

Im Spiel um Platz drei zwischen England und Frankreich hatten drei FCB-Stars die Möglichkeit auf ein versöhnliches WM-Ende. Dayot Upamecano durfte zu Beginn des kleinen Finals nur zusehen. Als er zur zweiten Hälfte eingewechselt wurde, legte der 27-Jährige furios los. Upamecano erspielte sich im Turnierverlauf immer wieder in die Hauptrolle, er brachte Momentum mit, das Les Bleus bitter nötig hatten. Er trat robust auf und überzeugte mit Mentalität.

Olise bricht Pelés Vorlagen-Rekord

Der Mr. Nonchalant des FC Bayern Michael Olise bereitete beim XXL-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada sieben Treffer vor und löste Rekordhalter Pelé ab, der 1970 sechs Assist geliefert hatte. Ein eigenes WM-Tor blieb Olise verwehrt, dafür spielte er im Spiel um Platz drei gegen England wieder groß auf und steuerte beim spektakulären 4:6 zwei Vorlagen für Kylian Mbappé bei.

FCB-Neuzugang Saibari wirbelt - und macht dann Sorgen

Die Aufmerksamkeit des FC Bayern hatte Ismael Saibari schon vor der WM, während des Turniers dürften sich die Münchner aber besonders über ihren Neuzugang gefreut haben: Drei Tore in den ersten drei Spielen: Saibari überzeugte für Marokko voll. Die WM endete für ihn allerdings unglücklich. Im Achtelfinale gegen Kanada musste er mit einer Muskelverletzung vom Platz, beim Viertelfinalaus gegen Frankreich stand er nicht auf dem Feld.

Alphonso Davies feiert Comeback

Kanadas Nationaltrainer Jesse Marsch kündigte mehrfach an, den FC-Bayern-Spieler Alphonso Davies ins Spiel zu bringen, immer wieder musste der zuletzt verletzungsgeplagte Kapitän von der Bank zusehen. Nach monatelanger Regenerationspause feierte er erst im Sechzehntelfinale gegen Südafrika sein Comeback - und das ausgerechnet in dem Stadion, in dem er sich im Vorjahr das Kreuzband gerissen hatte. Davies brachte sofort Tempo ins Spiel und konnte im Schicksalsstadion so vielleicht auch seine Positivwende einleiten. Im Achtelfinale war dann Schluss: Die Nordamerikaner verloren 0:3 gegen Marokko.

Gregoritsch und Alaba begeistern, treffen aber früh auf Spanien

Tunesien setzte bei der WM auf die Augsburger Ismael Gharbi und Elias Saad sowie den Ex-Augsburger Rani Khedira und verabschiedete sich ohne einen einzigen Punkt nach der Gruppenphase.

Der Schweizer Fabian Rieder (FC Augsburg) war mit seiner Mannschaft schon erfolgreicher: Im Achtelfinale kamen sie gegen die kolumbianische Nationalmannschaft rund um Luis Diaz (FC Bayern) weiter, erst im Viertelfinale scheiterten sie am Finalisten Argentinien.

Österreich mit Augsburgs Michael Gregoritsch und dem Münchner Konrad Laimer entfesselte daheim Fußball-Euphorie, schon im Sechzehntelfinale traf die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick aber auf den späteren Weltmeister Spanien und unterlag 0:3.

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