Viel schlechter könnte die Halbfinal-Serie der DEL für den EHC Red Bull München nicht laufen: Nach den Niederlagen in Spiel eins und zwei gegen die Adler Mannheim, unterlagen die Münchner auch im dritten Duell - dieses Mal sogar deutlich ((4:1) 0:0, 1:0, 3:1)). Damit ist der EHC nur noch eine Niederlage vom Aus in den DEL-Playoffs entfernt. Wie schlecht die Ausgangslage vor dem nächsten Spiel ist, zeigt ein Blick in die Historie: Noch nie zuvor gelang es einem Team in den DEL-Playoffs einen 0:3-Rückstand aufzuholen.
In diese missliche Lage brachte die Münchner vor allem Mannheims Justin Schütz. Dem 25-Jährigen gelang in der 40. Minute der späte Führungstreffer für die Gastgeber, im letzten Drittel schnürte er dann das Doppelpack. Yasin Ehliz (42. Minute) sorgte mit dem 1:2-Treffer zwischendurch für etwas Münchner Hoffnung, doch die machten Anthony Greco (59.) und Tom Kühnhackl (60.) spät im Spiel endgültig zunichte.
Mehr Puckbesitz für EHC, mehr Chancen für Mannheim
Sowohl EHC-Coach Oliver David als auch Mannheims Trainer Dallas Eakins nahmen am Sonntag im Vergleich zur letzten Partie keine Wechsel vor. So begannen für die Münchner neben Goalie Antoine Bibeau, Dillon Heatherington und Ryan Murphy noch Taro Hirose, Chris DeSousa und Tobias Rieder. Bei den Adlern standen wie gewohnt Maximilian Franzreb, Nicolas Mattinen, Dan Renouf, Maximilian Heim, Luke Esposito und Matthias Plachta auf dem Eis.
Wie schon bei den bisherigen Duellen war es zu Beginn ein Aufeinandertreffen auf Augenhöhe. Beide Teams suchten sofort den Weg nach vorne. Die Münchner zeigten sich zwar etwas aktiver und hatten mehr Puckbesitz, die Mannheimer aber schienen wachsamer und nutzten jeden Fehler der Gäste aus. Mit Blick auf die Chancen waren die Hausherren so zunächst stärker - Münchens Keeper Bibeau aber parierte wiederholt souverän. Zu Treffern kam es im ersten Drittel jedoch nicht.
Justin Schütz bringt Mannheim in Führung
Die zweite Runde startete zunächst ruhiger. Zwar versuchte es EHCs Yasin Ehliz mit einem Vorstoß, scheiterte jedoch an Mannheims Goalie Maximilian Franzreb, der den Puck locker aus der Luft holte. Nach einem Haken von Mannheims Maximilian Heim gab es das erste Powerplay des Tages. Doch etwas unerwartet zeigten sich die Mannheimer, die in Unterzahl agierten, in den zwei Minuten Powerplay deutlich aktiver und aggressiver als die Gegner und begeisterten ihre Fans im heimischen Stadion.
Auch drei weitere Powerplays (zwei für Mannheim, eines für München) im zweiten Drittel änderten zunächst nichts am 0:0. München war in der 27. Minute knapp dran, in Führung zu gehen - zwei Abschlüsse von Taro Hirose landeten aber beim Mannheim-Goalie, und auch Chris DeSousa blieb wenige Momente später erfolglos. Doch dann sind es die Mannheimer, die durch Justin Schütz das 1:0 schossen und für ein Beben in der Halle sorgten.
Fehler im Aufbau resultiert im für den EHC fatalen 1:2
Nur eine Minute nach Anpfiff zum finalen Drittel meldete sich der EHC zurück: Yasin Ehliz brachte sein Team mit dem 1:1-Ausgleichstreffer wieder ins Spiel. Ein fataler Fehler im Aufbau der Münchner resultierte kurze Zeit später jedoch im 2:1 für Mannheim durch Schütz. Nach dem 3:2-Siegtreffer vom vergangenen Freitag und dem 1:0 erzielte er auch den am Sonntag entscheidenden Treffer für die Mannheimer.
