US-Präsident Donald Trump bei einem Gespräch mit Reportern zusammen mit FIFA-Präsident Gianni Infantino (Archivbild vom 05.12.2025).
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US-Präsident Trump soll bei der FIFA bewirkt haben, dass die Sperre von Stürmer Balogun ausgesetzt wurde. Ob das wirklich so war, ist unklar.
Bildrechte: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Julia Demaree Nikhinson
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US-Präsident Trump soll bei der FIFA bewirkt haben, dass die Sperre von Stürmer Balogun ausgesetzt wurde. Ob das wirklich so war, ist unklar.

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Hat Trump Druck gemacht? FIFA setzt Rotsperre für US-Stürmer aus

Hat Trump Druck gemacht? FIFA setzt Rotsperre für US-Stürmer aus

Die Fußball-Welt ist erzürnt: Nach einer Rotsperre gegen US-Stürmer Folarin Balogun hat die FIFA die Entscheidung revidiert – Balogun kann gegen Belgien spielen. Laut Medienberichten hatte US-Präsident Trump zuvor bei FIFA-Boss Infantino angerufen.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Fußball und Politik liegen manchmal sehr eng beieinander. Im Fall um den rotgesperrten US-Topstürmer Folarin Balogun scheinen sich die Grenzen aber gerade aufzulösen: Der Fußball-Weltverband FIFA hat die Sperre gegen den 25-Jährigen für die WM-Achtelfinalpartie gegen Belgien überraschend für ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt - wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, nach einem Anruf von US-Präsident Donald Trump bei FIFA-Präsident Gianni Infantino. Damit ist Balogun spielberechtigt.

Rote Karte für Balogun

Im WM-Sechzehntelfinale zwischen den USA und Bosnien-Herzegowina am Mittwoch war Balogun nach der 64. Minute vom Platz gestellt worden. Anlass war, dass der US-Stürmer dem Bosnier Tarik Muharemovic wohl unbeabsichtigt und unglücklich auf das Sprunggelenk gestiegen war. Dafür erhielt Balogun eine rote Karte.

US-Star bislang bester Torschütze seines Teams bei der WM

Laut FIFA-Regularien führt eine Rote Karte automatisch zu einer Sperre von mindestens einem Spiel. Ein Einspruch, so hieß es nach dem Spiel der USA gegen Bosnien-Herzegowina, sei nicht möglich – trotz vehementer Kritik von US-Trainer Mauricio Pochettino und US-Außenminister Marco Rubio: "Sind beschissen behandelt worden."

Balogun selbst teilte im Anschluss mit, er akzeptiere die Strafe. Für die USA ist er unbestritten wichtig. Mit bislang drei Turniertreffern ist der Stürmer, der aktuell bei AS Monaco unter Vertrag steht, bester Torschütze seines Teams bei der WM. Letztlich gewann die US-Mannschaft am Mittwoch trotzdem das Spiel gegen Bosnien-Herzegowina mit 2:0. Damit zog das Team ins Achtelfinale ein, wo es heute auf Belgien trifft.

FIFA setzt Strafe kurzfristig aus – Balogun gegen Belgien spielberechtigt

Gestern dann die Kehrtwende: Die FIFA gab bekannt, dass Balogun für diese Partie doch spielberechtigt sein soll. Als Begründung nannte die FIFA Artikel 27 des Disziplinarreglements, wonach die Sperre für den Torjäger der USA ein Jahr zu Bewährung ausgesetzt wird. Sollte sich der Angreifer in dieser Zeit "einen weiteren Verstoß gleicher Art und Schwere" erlauben, werde die Sanktion vollstreckt.

Eine Maßnahme, von der nicht zuletzt auch der portugiesische Superstar Cristiano Ronaldo profitiere. Er war im November bei einem WM-Qualifikationsspiel gegen Irland nach einem Ellbogenschlag gegen Dara O'Shea vom Platz gestellt worden. Ronaldo wurde von der FIFA zunächst für drei Spiele gesperrt, verpasste aber nur das anschließende Qualifikations-Duell gegen Armenien. Die weiteren Spiele wurden für ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt.

Trump soll Infantino wegen Balogun-Sperre angerufen haben

Brisant in der aktuellen Causa Balogun ist nun aber, dass die Entscheidung zur Bewährung wohl auf Betreiben von US-Präsident Donald Trump gefallen sein könnte. Wie die "New York Times" und die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf informierte Kreise berichten, rief das Staatsoberhaupt nach dem Spiel am vergangenen Mittwoch persönlich bei FIFA-Präsident Gianni Infantino an, um eine Überprüfung der Roten Karte für Balogun zu bitten.

Wie sich nun zeigt: Mit Erfolg. US-Präsident Trump bedankte sich in der Nacht schriftlich. In seinem Online-Netzwerk schrieb er: "Vielen Dank an die FIFA, dass ihr das gemacht habt, was richtig ist und eine große Ungerechtigkeit wiedergutgemacht habt." Der 80-Jährige war bislang bei keinem WM-Spiel vor Ort, wird aber spätestens zum Endspiel am 19. Juli in East Rutherford bei New York im Stadion erwartet.

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US-Präsident Donald Trump hat der FIFA für die Aussetzung der Rotsperre von Stürmer Folarin Balogun gedankt.

Belgien will "alle Optionen" prüfen – auch Klopp entrüstet

Der belgische Fußballverband hingegen äußerte sich "erstaunt". Die Entscheidung stehe "in direktem Widerspruch" zu den Fifa-Regularien. Der Verband verwies unter anderem auf Artikel 66.4 des FIFA-Disziplinarkatalogs, der eine Kehrtwende wie im Fall Balogun eigentlich verhindert. Man werde nun "alle möglichen Optionen" prüfen, hieß es in einem Instagram-Post der Belgier.

Auch der womöglich künftige Bundestrainer Jürgen Klopp zeigte sich nach den Berichten außer sich. "Das ist unser Spiel, nicht deren Spiel", sagte Klopp als MagentaTV-Experte. "Wenn das wirklich Trump und Infantino miteinander ausgemacht haben, das ist verrückt. Das stellt alles infrage", so Klopp weiter. "Diese beiden Menschen, die beide keine Ahnung von Fußball haben, sollten gar nichts damit zu tun haben."

Trumps Einmischung ein diplomatischer Affront?

Der Fall schlägt mittlerweile auch hohe Wellen bis in die internationale Politik. "Wahre Stärke liegt darin, mit Fairplay zu gewinnen. Genau das wird Belgien tun", schrieb Jacqueline Galant, wallonische Sportministerin der französischsprachigen liberalen Reformbewegung, in einer Stellungnahme bei X. Sie sicherte dem belgischen Fußballverband ihre "volle Unterstützung" im Vorgehen gegen die Aufhebung der Roten Karte des US-Stürmers Folarin Balogun zu.

Mit Informationen von dpa, AFP und SID

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