Speerwerfer Julian Weber im Münchner Olympiastadion bei den European Championships 2022
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IOC: Sechs Konkurrenten für München im Kampf um Olympia 2036

IOC: Sechs Konkurrenten für München im Kampf um Olympia 2036

Die Münchner Bewerbung hat im Rennen um die Sommerspiele 2036 Konkurrenz aus sechs Ländern. Als weitere Kandidaten für Olympia und Paralympics nannte das Internationale Olympische Komitee Katar, Indien, Südkorea, Ungarn, Türkei und Südafrika.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

Die Bewerbung Münchens um die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036 hat eine Hürde genommen. Nach dem Sieg der Münchner in der deutschen Ausscheidung gegen Köln-Rhein-Ruhr hat das IOC nun die deutsche Bewerbung als einen Kandidaten für 2036 bekanntgegeben. Neben den Münchnern treten auch die Länder Katar, Indien, Südkorea, Ungarn, die Türkei und Südafrika an. Die deutsche Olympia-Bewerbung mit München hat also Konkurrenz aus sechs Ländern.

Noch bis Ende Oktober sind weitere Bewerbungen möglich

Mit einer Einschränkung: Noch bis Ende Oktober könnten weitere Bewerber ihr konkretes Interesse bekunden, danach wird die Kandidatenliste für 2036 endgültig geschlossen. Im November sollen dann alle Interessenten der IOC-Auswahlkommission ihre Pläne präsentieren.

"Ich hatte das Glück, an fünf Olympischen Spielen auf vier Kontinenten teilzunehmen. Jede Ausgabe hatte ihren ganz eigenen Charakter", sagte die IOC-Präsidentin Kirsty Coventry in der Mitteilung. "Jeder Gastgeber hat durch seine Menschen, seine Kultur und die Art und Weise, wie er die Spiele ausgerichtet hat, etwas Einzigartiges beigetragen. Aber wo auch immer die Spiele stattfinden, eines darf sich niemals ändern: Die Athleten müssen im Mittelpunkt unseres Handelns stehen."

München könnte im März 2027 in die nächste Runde einziehen

Als nächsten Schritt wird das IOC nächstes Jahr im März entscheiden, welcher der Bewerber in die zweite Phase des Bewerbungsprozesses einzieht, den sogenannten "Strategischen Dialog". Vergeben werden Olympia und Paralympics 2036 bei einer Generalversammlung Mitte 2029.

Bis dahin stehen allerdings weitere Etappen für die Münchner und den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) an. Denn das IOC will sich schon im Dezember 2028 auf eine "ausgewählte Zahl" an bevorzugten Gastgebern einigen, die im Rahmen des "zielgerichteten Dialogs" in die Endauswahl einziehen.

Deutsche Bewerbung gilt auch für 2040 und 2044

Der DOSB hatte die deutsche Bewerbung für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 beim IOC hinterlegt. Sollte Olympia 2036 an einen der Kandidaten aus Asien gehen, würde München automatisch auch für die beiden folgenden Ausgaben als DOSB-Bewerber ins Rennen gehen. Ziel ist es, dann mit einem starken Projekt zum Zuge zu kommen, wenn das IOC die Spiele wieder nach Europa vergibt. Allerdings dürfte die Konkurrenz nicht kleiner werden: "Etliche Nationale Olympische Komitees" würden "unverbindliche Gespräche mit dem IOC über die Ausrichtung künftiger Olympischer Spiele nach 2036" führen, hieß es in der Mitteilung am Dienstag.

Für 2036 galt Katar lange als starker Kandidat, durch den Iran-Krieg wäre die Region aber aktuell eine möglicherweise riskante Wahl. Bei Indiens Plänen mit der Millionenstadt Ahmedabad gab es zuletzt Zweifel, ob die Finanzierung und die Umsetzung der Pläne bis 2036 gesichert ist.

Madrid fehlt überraschend auf der IOC-Liste

Unter Münchens europäischen Rivalen hat die türkische Metropole Istanbul schon mehrere vergebliche Anläufe auf Olympia unternommen. Ungarn mit der Hauptstadt Budapest bekundet ebenfalls schon länger Interesse an Sommerspielen, seit der Abwahl des ehemaligen Ministerpräsidenten Viktor Orbán war es jedoch ruhiger um die Bemühungen geworden. Auch Madrid galt zuletzt als möglicher Bewerber, taucht aber vorerst gar nicht in der IOC-Liste auf.

Wie es für München weitergeht

München und der DOSB müssen dem IOC nun Detailpläne und finanzielle Garantien vorlegen, bevor die Vorauswahl im März 2027 abgeschlossen sein soll.

Die Macher der Münchner Bewerbung hatten die Kosten für Olympia zuletzt mit rund zehn Milliarden Euro beziffert. Fünf Milliarden für die Organisation davon seien vor allem durch die Ticket-Einnahmen gedeckt. Die restlichen Kosten entfallen auf Infrastrukturprojekte.

Im Video: Olympia in München? So geht es weiter

Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause und Ministerpräsident Markus Söder
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Dominik Krause und Markus Söder