Kater Mucki sitzt im Tierheim Ostermünchen in der Sonne
Kater Mucki sitzt im Tierheim Ostermünchen in der Sonne
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Die Behandlung von Kater Mucki kostete mehr als 10.000 Euro. Übernommen wurde sie von der Gemeinde Halfing.
Bildrechte: BR/Dagmar Bohrer-Glas
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Die Behandlung von Kater Mucki kostete mehr als 10.000 Euro. Übernommen wurde sie von der Gemeinde Halfing.

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Gemeinde zahlt 10.000 Euro für Behandlung von Kater Mucki

Gemeinde zahlt 10.000 Euro für Behandlung von Kater Mucki

Kater Mucki bleibt in einem Fenster stecken und wird erst Stunden später gefunden. Die Behandlung kostet mehr als 10.000 Euro. Warum eine Gemeinde diese Summe bezahlt und was das mit der neuen Katzenschutzverordnung im Kreis Rosenheim zu tun hat.

Über dieses Thema berichtet: Abendschau - Der Süden am .

Die gute Nachricht vorne weg: Kater Mucki geht es wieder gut. Er sitzt im Tierheim Ostermünchen, schnurrt in der Sonne und freut sich auf ein neues Zuhause. Gesundheitlich ist der Kater auf dem besten Weg, er braucht allerdings dauerhaft Medikamente.

Gekipptes Fenster wurde zur Falle

Der Kater war in Halfing im Landkreis Rosenheim nach Stunden hängend in einem gekippten Fenster gefunden worden. Das Fundtier wurde in das Tierheim Ostermünchen gebracht und von dort aus in eine Tierklinik eingeliefert. Mucki brauchte mehrere Behandlungen und der Weg zur Diagnose Epilepsie war nicht einfach, erzählt Tilmann Rieger, der Vorsitzende der Interessensgemeinschaft Mensch und Tier. Er leitet das Tierheim Ostermünchen. Die hohe Rechnung habe auch ihn schlucken lassen. Letztendlich wurde die Rechnung an die Fundort-Gemeinde Halfing weitergeleitet. Diese habe fair gehandelt und die Summe übernommen, Rieger ist froh darüber. Man könne Fundtiere nicht einfach einschläfern, weil sich ja immer noch der Besitzer melden könnte, erklärt er.

Fundtiere sind Aufgabe der Gemeinde

Fundtiere sind streng genommen "Fundsachen", die jeweilige Gemeinde ist für Fundsachen zuständig. Viele Kommunen haben allerdings Vereinbarungen mit Tierheimen und beteiligen sich an den Kosten – entweder in Form von Pauschalen oder in Form von Einzelabrechnungen, wie eben Halfing. Das Problem: Die Tierheime haben vor lauter Tieren immer weniger Kapazitäten und das Geld wird oft knapp. Kostendeckende Pauschalen wären toll und der Traum wäre, wenn die Kommunen zusätzlich die Hälfte der anfallenden Tierarztrechnungen übernehmen würden, schildert Tilmann Rieger. Sein Tierheim Ostermünchen kümmert sich derzeit um 140 Katzen – so viele wie noch nie.

Neue Katzenschutzverordnung ab Februar

Der Landkreis Rosenheim hat eine Katzenschutzverordnung erarbeitet. Sie gilt ab 1. Februar 2027 in fünf ausgewählten Gemeinden, in denen sehr viele freilebende Katzen gezählt wurden: Feldkirchen-Westerham, Pfaffing, Amerang, Griesstätt und Tuntenhausen. Dort müssen alle Katzen ab Februar kastriert, gekennzeichnet und in einem kostenlosen Haustierregister registriert werden. Ziel sei es zum einen, die unkontrollierte Vermehrung freilebender Tiere einzudämmen, bestätigt der Leiter des Veterinäramts Rosenheim, Ernst Andiel. Die Verordnung schaffe die rechtliche Grundlage dafür, freilebende Katzen ohne feststellbaren Halter einzufangen, zu kennzeichnen und kastrieren zu lassen. Das entlaste auch die Tierheime. Die Verordnung konnte aber nicht ohne Weiteres erlassen werden, sondern hatte einen langen Vorlauf.

Kritik an neuer Katzenschutzverordnung

Da sie einen großen Eingriff für Katzenbesitzer bedeute, müsse eine Katzenschutzverordnung verhältnismäßig sein, so das Veterinäramt Rosenheim. Deswegen sei der Verordnung eine lange Phase der Erhebung und Abstimmung mit den Gemeinden vorausgegangen. Sollte sich die Situation freilebender Katzen in den fünf betroffenen Gemeinden im Laufe der Zeit verbessern, werde die Verordnung angepasst. Kritik kommt von der AfD im Kreis Rosenheim. Sie beurteilt die Katzenschutzverordnung als "übergriffig" und will die Rosenheimer Verordnung im Landtag zur Sprache bringen.

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