Jan Frodeno zu Gast bei Pizza & Pommes
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Bildrechte: Bildcollage: Bayerischer Rundfunk aus pa/dpa und BR
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Jan Frodeno: "Ich will es, ich kann es, ich schaff es!"

Jan Frodeno: "Ich will es, ich kann es, ich schaff es!"

Jan Frodeno ist einer der besten Triathleten der Geschichte, hat dreimal den Ironman auf Hawaii gewonnen. Ein Schlüssel zu seinem Erfolg: Die Kommunikation mit sich selbst. In der neuen Folge von Pizza & Pommes erklärt er, wie er Grenzen überwindet.

Über dieses Thema berichtet: Pizza & Pommes - mit Felix Neureuther und Philipp Nagel am .

Olympiasieger, dreifacher Gewinner des Ironman Hawaii, Sieger des Challenge Roth mit Weltbestzeit - Jan Frodeno ist einer der besten Triathleten der Geschichte, ein absoluter Weltklasse-Athlet und jemand, der sich selbst zu ungeahnten Leistungen pushen kann. Nun ist er im BR24Sport-Podcast Pizza & Pommes mit Felix Neureuther und Philipp Nagel zu Gast und erklärt, wie er in den einsamen Stunden sich selbst dazu bringt, die eigenen Grenzen zu überwinden.

Frodenos Bandscheibenvorfall beim Marathon: "Ich komme hier durch"

"Egal was kommt, egal über welchen Stein ich jetzt stolpere, ich werde weitermachen", erklärt Frodeno die Einstellung, die er verinnerlicht hat und die es ihm ermöglicht hat, der weltbeste Triathlet zu sein. Eine Anekdote steht stellvertretend für dieses Mindset: "Ich hatte mal 2017 beim Marathon einen Bandscheibenvorfall bei Kilometer sechs oder sieben bei der Weltmeisterschaft und lag da auf der Straße und dachte mir: 'Lieber Gott, ich kann nicht mehr.'"

Doch aufgeben kam für Frodeno nicht infrage: "Ich bin dann den Rest des Marathons gegangen. Teilweise bin ich so ein bisschen da lang gehoppelt." Zum einen, weil er dem Rennen seine Ehre erweisen wollte, zum anderen, weil man nie wisse, was kommt: "Es ist mit relativ viel Risiko verbunden, wenn du 18.000 Kilometer im Jahr Rad fährst. Da kann schon auch mal relativ viel schiefgehen. Autos oder sonst irgendwas." Aufgeben sei für ihn daher undenkbar - Frodenos Maxime: "Egal wie, ich komme hier durch."

Sucht nach Schmerz? Frodeno erklärt Bedeutung des Weitermachens

Schmerz habe der heute 44-Jährige im Laufe seiner Karriere umgedeutet, eine positive Konnotation gegeben. "Es ist für mich mit Wachstum, mit Verbesserung verbunden. Und das macht dann auf eine gewisse Art und Weise auch süchtig." Es ist allerdings ein feiner Balanceakt, herauszufinden, wie viel man seinem eigenen Körper zumuten kann: "Für mich selber habe ich gelernt, dass es ein Miteinander zwischen meinem Geist und meinem Körper sein muss. Es ist wunderbar, wenn du dir an einem Tag die Lichter ausschießen kannst. Im Endeffekt ist aber wirklich wichtig, wie du kontinuierlich weitermachen kannst."

Sport als Mittel der Selbstverwirklichung

"Der Sport ist ein Ventil, um zu mir selber zu finden, um jemand zu sein", erklärt Frodeno und führt aus: "Ich sage immer jemand zu sein, der nicht niemand ist. Und das war für mich Teil meiner Identität. Das war Teil dessen, wer ich bin und worüber ich mich selber auch definiere." Diesen Antrieb hat der Triathlet nicht nur bei sich selbst entdeckt, sondern bei vielen anderen Spitzensportlern, denen er in seiner Karriere begegnet ist: "Die meisten der richtig guten Sportler, die ich kenne, laufen eher vor etwas weg, als dass sie auf dieses Ziel Gold hinlaufen. Ich musste für mich der beste Sportler sein, der ich irgendwie sein konnte, um überhaupt in den Spiegel zu schauen, um überhaupt irgendwie auf irgendeine Art und Weise mit mir selber zufrieden zu sein."

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