Die deutschen Speedfrauen präsentieren sich gut zweieinhalb Wochen vor den Olympischen Spielen in Cortina d'Ampezzo und Mailand in bestechender Form.
Bei der Abfahrt am Samstag hatte Kira Weidle-Winkelmann mit Platz zwei noch aufgetrumpft. Am Sonntag brillierte Teamkollegin Emma Aicher. "Es war von oben bis unten einmal gut skigefahren", so die trockene Analyse der Wahl-Oberbayerin. Zu euphorisch wollte sich die 22-Jährige mit Blick auf die Winterspiele nach ihrem zweiten Erfolg im Super G und ihrem bislang vierten Weltcup-Sieg noch nicht äußern.
Aicher fährt souverän zur Bestzeit
Die Medaillen-Hoffnungen hat sie mit ihrem sensationellen Auftritt dennoch angefacht. Schließlich war die Abfahrtsfünfte technisch sauber und in Bestzeit über den Kurs im italienischen Tarvisio gerast und hatte dabei die zuvor schon stark gefahrene Teamkollegin von der Spitze verdrängt. "Es war sehr am Limit", so Weidle-Winkelmann über ihre Fahrt im ZDF: Ihr Ziel, "voll zu attackieren" konnte sie umsetzen und war sichtlich zufrieden. Ihr Fazit kurz vor den Olympischen Spielen: "Der Speed passt."
Vonn muss sich mit Platz zwei begnügen
Während Weidle-Winkelmann noch ungläubig auf den Vorsprung von 1,22 Sekunden schaute, den Aicher da in den Schnee gebrannt hatte, ließ die sonst eher verhaltene Aicher ihrer Freude über den Sahnelauf freien Lauf. Nach einem lauten Jubelschrei riss sie strahlend die Arme in die Höhe. Aichers Bestzeit ließ nur US-Skistar Lindsey Vonn wackeln. Doch im Ziel musste sich die 41-jährige Speedspezialistin um 0,27 Sekunden geschlagen geben. Dritte wurde die Tschechin Ester Ledecka.
Ski alpin: Weltcup in Tarvisio

