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"Liebe es": Adeyemi findet bei Barca und DFB zurück zum Glück

"Liebe es": Adeyemi findet bei Barca und DFB zurück zum Glück

Karim Adeyemi blüht derzeit in Barcelona wieder auf. Nachdem ihn der BVB durch die Hintertür verabschiedet hat, wird er bei Barca von den Fans gefeiert und von Flick gelobt. Nun überzeugte er auch in der DFB-Elf.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

"SPEKTAKULÄR!", prangte auf der Titelseite der katalanischen Sportzeitung Mundo Deportivo über einem Foto des Salto schlagenden Karim Adeyemi. Es war der Morgen, nachdem der FC Barcelona Feyenoord Rotterdam in der Champions League mit 5:1 abgefieselt hatte. Der Münchner Junge war spätestens da bei seinem neuen Verein angekommen, diesem furiosen Barca, das zum Saisonstart durch alle Wettbewerbe pflügt.

Nach unglücklichem Abgang vom BVB: Adeyemi blüht auf

Nach seinem Tor brachen im Camp Nou Adeyemi-Sprechchöre los. Die Liebe, die ihm in Barcelona entgegenschlägt, habe ihn überrascht, erzählt er: "Ich habe hier erst zwei, drei Spiele gespielt und dann rufen sie schon meinen Namen. Ich liebe es einfach. Die Liebe von den Fans ist unglaublich. Ich fühle mich viel glücklicher und willkommener bei diesem neuen Klub und in diesem neuen Land", sagte er der Zeitung Ara.

Adeyemi, einst in der Haching-Jugend ausgebildet, war im Sommer von seinem langjährigen Arbeitgeber durch die Hintertür verabschiedet worden. Seit seinem Wechsel zu Borussia Dortmund 2022 erlebte der mittlerweile 24-Jährige eine Achterbahnfahrt mit starken Phasen, aber auch häufigen Leistungstiefs. In der vergangenen Saison fand sich der hochbegabte Flügelspieler meist auf der Dortmunder Bank wieder, Julian Nagelsmann berücksichtigte ihn nicht für den WM-Kader. Am Ende wechselte er für gut 20 Millionen Euro nach Barcelona.

Acht Spiele, sechs Torbeteiligungen: Adeyemi schlägt voll ein - und überzeugt auch im DFB-Team

Ein Transfer, der verwunderte. Schließlich hatten die Katalanen mit Anthony Gordon bereits einen Flügelspieler verpflichtet und mit Lamine Yamal und Raphinha schon zwei Außenangreifer aus dem allerobersten Regal des Fußball-Feinkostladens im Kader. Die Fans in Barcelona wussten nicht wirklich, was sie von diesem jungen Deutschen halten sollten, der schon mit 19 Jahren sein Nationalmannschaftsdebüt gegeben hat, aber fünf Jahre später doch nur auf elf Einsätze kommt.

Doch Adeyemi brauchte nicht lange, um sich vorzustellen. Bei seinem Pflichtspieldebüt traf er zum 2:0. Ein Vorgeschmack auf den Start seines neuen Kapitels. Acht Spiele hat er für Barcelona bereits absolviert, drei Tore erzielt und drei weitere vorbereitet, er wurde mit Sprechchören gefeiert und von Jürgen Klopp wieder für die Nationalmannschaft berufen. Bereits im ersten Spiel von Klopp, dem 1:1 in Amsterdam gegen die Niederlande, war Adeyemi Startspieler. Er vergab zwar eine Großchance, von der Stürmer oft noch länger schlecht träumen, alleine vor dem Tor. Er überzeugte ansonsten aber durch seine Schnelligkeit, die Klopp für sein Spiel benötigt. Adeyemi half zudem - anders als andere Außenstürmer dieser Welt - auch defensiv stark mit.

Die Schlüssel zum Erfolg: Vielseitigkeit, Schnelligkeit und Flick

Ein Schlüssel seines Erfolgs ist die Vielseitigkeit. In Barcelona kam er bereits auf allen Angriffspositionen zum Einsatz. Eine wichtige Eigenschaft in einer Mannschaft voller Offensiv-Stars. Diese Stars sind zwar einerseits große Konkurrenz um Einsatzminuten, andererseits muss Adeyemi - anders als in Dortmund - deutlich weniger Last in der Offensive schultern, kann sich darauf verlassen, dass seine Kollegen Chancen kreieren und er seine größte Waffe, die Schnelligkeit, einsetzen kann.

Der vielleicht größte Faktor sitzt auf der Bank: Hansi Flick. Er war es damals, der Adeyemi mit 19 Jahren in die Nationalmannschaft berief. Er war es nun, der ihn nach Barcelona holte. "Er erwartet von mir, dass ich frei aufspiele, dass ich meine Geschwindigkeit nutze, dass ich Eins-gegen-Eins-Duelle gewinne und so dem Team helfe."

Zwischen bayerischer Heimat und katalanischem Vibe

Das macht Adeyemi aktuell hervorragend und erntet daher auch Lob von seinem Trainer: "Wenn er fokussiert ist, ist er ein fantastischer Spieler. Ich kenne ihn seit vielen Jahren und weiß, was er uns geben kann", sagte Flick, der den Flügelspieler aber gleich in die Pflicht nahm: "Er darf sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen, sondern muss immer weiter an sich arbeiten."

Und dann gibt es noch einen weiteren Faktor, der Adeyemi in Barcelona das Ankommen erleichtert hat: "Es ist hier wie in meiner Heimat, in Bayern. Da sagt man auch nicht: 'Ich bin Deutscher', sondern 'Ich bin Bayer'", erklärte er der katalanischen "Ara". "Die Katalanen sind da sehr ähnlich. Ich kenne diesen Vibe. Ich habe mich sehr schnell heimisch gefühlt."

Aktuell kommt Adeyemi noch häufig von der Bank, ist dabei aber äußerst effizient und durchschnittlich alle 50 Minuten an einem Tor beteiligt. Nun muss er den Sprung in die Startelf schaffen und vor allem beweisen, dass er diese Leistungen dauerhaft bringen kann. Mit Flick im Verein und Klopp in der Nationalmannschaft hat er dabei die passenden Förderer an seiner Seite.

Dieser Artikel ist erstmals am 22.09.2026 auf BR24 erschienen. Das Thema ist weiterhin aktuell. Daher haben wir diesen Artikel erneut publiziert.

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