Trainer Markus Kauczinski
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Kauczinski über 1860-Kaderbeben: "Veränderungen brauchen Raum"

Kauczinski über 1860-Kaderbeben: "Veränderungen brauchen Raum"

Der TSV 1860 München trennt sich zum Saisonende von sechs Spielern. Darunter sind auch die Kapitäne Jesper Verlaat und Thore Jacobsen, die keinen neuen Vertrag erhalten. Trainer Markus Kauczinski versucht, das Kaderbeben zu erklären.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

Sportlich ist die Fußball-Saison in der 3. Liga für den TSV 1860 München gelaufen. Der Aufstieg in die 2. Bundesliga muss mindestens auf nächstes Jahr verschoben werden und das Ticket für die erste Hauptrunde im DFB-Pokal lässt sich wohl eher über einen Sieg im Landespokalfinale gegen Regionalligist Würzburg sichern als mit Platz vier, auf den die Löwen auch schon elf Punkte Rückstand haben. Parallel laufen die Planungen für die kommende Spielzeit und die bringt einschneidende Veränderungen mit sich.

BR24Sport überträgt die Partie TSV 1860 München - SSV Ulm 1846 Fußball am Samstag ab 14 Uhr im Livestream und BR Fernsehen. Markus Othmer moderiert die Übertragung, Florian Eckl ist der Kommentator. Co-Kommentator ist Löwenlegende Benny Lauth.

Kauzcinski reagiert auf Kaderbeben: "Haben gemeinsam entschieden"

Wie die Giesinger am Donnerstag mitteilten, erhalten sechs Spieler keinen Vertrag mehr und müssen den Verein verlassen, darunter auch die beiden Kapitäne Jesper Verlaat und Thore Jacobsen. Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den SSV Ulm am Samstag (ab 14.00 live im BR Fernsehen und im Stream) äußerte sich erstmals auch Trainer Markus Kauczinski zu den personellen Veränderungen bei den Löwen. "Wir haben das gemeinsam entschieden. Ich weiß nicht, ob sechs Abgänge wirklich viel sind", kommentierte der 56-jährige Übungsleiter das, was Geschäftsführer Manfred Paula tags zuvor in einer Videobotschaft bekannt gegeben hatte.

Löwen-Kapitäne Verlaat und Jacobsen müssen gehen

Besonders bei Vorzeigelöwe Jesper Verlaat wirkt diese Entscheidung hart. Vom Kapitän zum Aussortierten. Dabei hatte der erst 29-jährige Innenverteidiger sein Schicksal nur bedingt in der eigenen Hand. Seit seiner schweren Muskelverletzung zu Saisonbeginn hat Verlaat kein Spiel mehr für den TSV bestreiten können. Ein Comeback-Versuch vor dem Landespokal-Halbfinale in Regensburg vor wenigen Wochen scheiterte.

"Wir wissen alle, dass der beste Spieler der Mannschaft nicht helfen kann, wenn er über große Strecken der Saison nicht trainings- und spielfähig ist", stellte Paula in seinem Statement am Donnerstag fest, ohne Verlaat namentlich zu erwähnen. Vizekapitän Thore Jacobsen fehlte in dieser Saison nur in drei Partien. Trotzdem hat auch er keine Zukunft auf Giesings Höhen.

Jacobsen-Berater kritisiert 1860: "Mit uns wollte keiner sprechen"

Unterdessen kommen immer mehr Details rund um das Kaderbeben an der Grünwalder Straße 114 ans Licht. Wie der Münchner Merkur berichtet, sei allen Spielern in einem Gespräch mitgeteilt worden, dass der Verein nicht mehr mit ihnen plane. Verhandlungen habe es keine gegeben. Jacobsens Berater Danny Bachmann, der im vergangenen Sommer rund um den Transfer von Nick Woltemade öffentlichkeitswirksam aufgefallen war, kritisiert den Verein. Sein Spieler sei für einen Verbleib bei 1860 offen gewesen, "darüber sprechen wollte mit uns jedoch niemand – der Verantwortliche war für mich leider nicht zu erreichen."

Kauczinski über Löwen-Abgänge: "Hatten das Gefühl, dass wir neue Impulse brauchen"

Trainer Markus Kauczinski war am Tag vor dem Heimspiel bemüht, die Wogen zu glätten. "Veränderungen brauchen Raum. Das ist emotional schwer, aber irgendwann muss man sich entscheiden", zeigte der 56-Jährige Verständnis für die Enttäuschung der Spieler. "Wir hatten das Gefühl, dass wir neue Impulse brauchen."

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