Maria Riesch bei den Laureus-Awards 2025
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Große Ehre: Riesch erhält Staatsmedaille für soziale Verdienste

Große Ehre: Riesch erhält Staatsmedaille für soziale Verdienste

Das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales hat die Bayerische Staatsmedaille für soziale Verdienste verliehen. Dabei wurden mit Maria Riesch und den Brüdern Thomas und Alexander Huber auch mehrere Sportgrößen geehrt.

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

Bei der Verleihung der Bayerischen Staatsmedaille für soziale Verdienste sind am Dienstag sowohl Ski-Queen Maria Riesch als auch die Extrem-Bergsteiger Thomas und Alexander Huber von der bayerischen Landesregierung für ihr Engagement geehrt worden.

Scharf lobt Riesch: "Ganz bemerkenswert"

Riesch wurde von Ulrike Scharf, Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales (CSU), für ihre Tätigkeit als Kuratoriumsmitglied der Bundesliga-Stiftung ausgezeichnet. "Sie ist für uns nicht nur ein Vorbild und eine Athletin, wie man sie sich nur wünschen kann, sondern auch ihr besonderes Engagement für Kinder in der Bundesliga-Stiftung ist für mich ganz bemerkenswert", lobte die Politikerin den Einsatz der dreimaligen Olympiasiegerin im Interview mit BR24Sport.

"Es ist natürlich eine riesengroße Ehre, wenn man so etwas verliehen bekommt. Ich engagiere mich sozial sehr gerne. Das macht mir Spaß. Ich bin auch froh, wenn ich etwas zurückgeben kann", freute sich Riesch über die Medaille am BR24Sport-Mikrofon.

Riesch erklärt Engagement: "Mehr Möglichkeiten schaffen"

Die 41-Jährige verriet zudem ihre Motivation für ihren Einsatz im sozialen Bereich: "Ich habe selber so eine behütete Kindheit gehabt, hatte Eltern, die mich zum Sport gebracht haben und mich immer unterstützt haben. Die Möglichkeit haben leider nicht alle. Umso schöner ist es dann, wenn man durch Stiftungen und sozialen Projekten dem ein oder anderen ein bisschen mehr Möglichkeiten schaffen kann."

Alexander Huber, der zusammen mit seinem Bruder für sein Engagement im Bereich Inklusion geehrt wurde, leitete bei BR24Sport aus der Staatsmedaille vor allem einen Auftrag für die Zukunft ab.

Alexander Huber: "Krisenhafte Situation bei sozialen Leistungen"

"Natürlich ist so eine Auszeichnung immer eine Würdigung für die geleistete Arbeit, aber es geht auch darum, dass man mit so einer Medaille in der Gesellschaft weiterhin nach Unterstützung suchen kann. Zurzeit gibt es eine krisenhafte Situation vor allem bei sozialen Leistungen. Da ist es für mich jetzt ein Ansporn, mit dieser Medaille auf die Leute zuzugehen, und darauf zu hoffen, dass man wieder Förderung gewinnt", erklärte der 57-Jährige.

Scharf hob die Hingabe des Brüder-Paares bei der Errichtung einer Kletterhalle, die auch den Bedürfnissen von Menschen mit Behinderung gerecht wird, hervor.

Thomas Huber über Inklusion: "In unserer DNA"

Alexander und Thomas hätten sie "besonders beeindruckt mit ihrem Erlebnis, ein kleines Mädchen im Rollstuhl zu sehen, die vor einer Kletterwand ganz entschlossen gesagt hat: 'Ich will hier rauf.' Die beiden waren so berührt von der Kraft und der Entschlossenheit dieser Aussage, dass sie sich für eine Kletterhalle für Menschen mit und ohne Behinderung engagiert haben", berichtete das langjährige Mitglied des bayerischen Landtags.

"Als Bergsteiger haben wir gelernt, mit Grenzerfahrungen umzugehen. Für uns gibt es das Unmögliche eigentlich gar nicht. Da habe ich gesagt: 'Alexander, da packen wir zusammen an'", dachte Thomas Huber an den Vorfall zurück: "Als Bergsteiger ist es in unserer DNA, dass wir einen Gipfel nur gemeinsam erreichen können. Und wenn jemand langsamer ist, dann versuchst du den Schritt mit dem anderen mitzugehen."