Olympioniken werden bei Empfang in Oberstdorf gefeiert
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"Happy End" und "Wahnsinns-Ehre": Olympia-Empfang in Oberstdorf

"Happy End" und "Wahnsinns-Ehre": Olympia-Empfang in Oberstdorf

Trotz Regenwetters empfingen hunderte Menschen die zurückgekehrten Olympioniken in Oberstdorf. Während Laura Gimmler und Coletta Rydzek stolz ihre Medaillen präsentierten, überlegte Philipp Raimund, eine "Party zu schmeißen".

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

Hunderte Menschen waren am sehr verregneten Dienstagabend in Oberstdorf zusammengekommen, um ihre olympischen Heldinnen und Helden gebührend zu empfangen. Die Kinder des Skiclubs Oberstdorf standen für Olympiasieger Philipp Raimund, Bronzegewinnerinnen Coletta Rydzek und Laura Gimmler und die anderen Athleten aus Oberstdorf Spalier.

Fans trotzen Regenwetter, um Raimund & Co. zu bejubeln

Mit rot-weißen SC-Oberstdorf-Fahnen, Deutschlandflaggen, guter Laune und gezückten Handys tanzten die Fans zu poppiger Musikbegleitung. Unter die Einheimischen hatten sich auch Menschen aus ganz Deutschland gemischt; manche nahmen den weiten Weg aus Bielefeld auf sich, um den Sportlern zuzujubeln. Goldmedaillengewinner Philipp Raimund rührte das sehr: "An einem Dienstagabend bei Regen so viele Leute hier zu haben, ist mega. Das macht mich sehr stolz."

Es war ein hochkarätig besetztes Schaulaufen. Mit dabei waren die deutsche Curling-Mannschaft, die teilweise dem EC Oberstdorf angehört. Skip Marc Muskatewitz durfte zum ersten Mal zu Olympischen Spielen und konnte es voll und ganz auskosten: "Wir hatten das Glück, dass wir auch das deutsche Haus bei uns in Cortina hatten und konnten dadurch auch das gesamte olympische Feeling mitnehmen. Wir hatten in dem Dorf ganz viele Fans. Bei den Spielen hatten wir sogar 353 Fans mit dabei. Es war etwas ganz Besonderes."

Coletta Rydzek: "Schönes Happy End"

Auch das Eistanzpaar Jennifer Janse van Rensburg und Benjamin Steffan (ECO) sowie die Nordischen Kombinierer Julian Schmid, Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger wurden begrüßt. Die Langläuferinnen und Bronzemedaillengewinnerinnen Coletta Rydzek und Laura Gimmler durften nicht fehlen, genauso wie Sophie Krehl (alle SCO).

"Das, was hängen bleibt, hängt um unseren Hals", freute sich Coletta Rydzek vor heimischer Kulisse, gefolgt von aufbrausendem Jubel über die gezeigten Medaillen. "Es waren intensive zwei Wochen. Wir hatten auf jeden Fall ein sehr schönes Happy End. Für uns ging ein Traum in Erfüllung und das ist das, was bleibt."

Katharina Schmid als Fahnenträgerin: "Wahnsinns-Ehre"

Neben Goldmedaillengewinner Philipp Raimund wurde auch Skispringerin Katharina Schmid (beide SCO) in Empfang genommen. Ein Moment, der ihr vor allem in Erinnerung bleiben wird, ist, "dass ich die Fahnenträgerin sein durfte. Dass man mich gewählt hat, war mir eine Wahnsinns-Ehre und ich habe mich richtig gefreut." Begleitet wurden die beiden vom estländischen Skispringer Kaimar Vagul. Er lebt und trainiert in Oberstdorf und ist ebenfalls Mitglied beim SCO.

Ganz besonders hell strahlte Philipp Raimunds Goldmedaille und das Grinsen auf seinem Gesicht. Über zwei Wochen nach seinem Erfolg kann der 25-Jährige es immer noch nicht ganz fassen: "Das ist immer noch ein bisschen surreal. Ich sehe jedes Mal die Medaille und denke mir: Ey scheiße, ich habe das Ding wirklich gewonnen. Das fühlt sich einfach mega geil an. Ich bin immer noch mega stolz, dass ich das geschafft habe. Aber so ganz glauben kann ich das noch nicht."

Philipp Raimund: "Muss eine Party schmeißen"

Zurück in der Heimat wird er erstmal ein paar Tage Zeit haben, um das Erlebte auf sich wirken zu lassen und vielleicht nochmal im Kreis der engsten Vertrauten zu feiern. Auf der Bühne wurde ihm als Begrüßungsgeschenk eine drei Liter große Sektflasche in die Hand gedrückt. "Wahrscheinlich muss ich da nochmal eine Party für die Goldmedaille schmeißen, damit die leer wird."