Bundestrainer Jürgen Klopp und Joshua Kimmich
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Nationalmannschaft: So erklärt Klopp das Fehlen Kimmichs

Nationalmannschaft: So erklärt Klopp das Fehlen Kimmichs

Unter Jürgen Klopp läuft bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft vieles anders. Dass der neue Bundestrainer Kapitän Joshua Kimmich nach zwei Spielen nach Hause schickte, überraschte viele. Nun muss der 59-Jährige das Thema einfangen.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport im Radio am .

Die öffentliche Debatte um den Stellenwert von Kapitän Joshua Kimmich in der Fußball-Nationalmannschaft ist längst entbrannt. Klopps ungewöhnliche Kader-Zweiteilung vor den vier Nations-League-Spielen hatte zur Folge, dass die meisten berufenen Spieler nur für zwei Partien auserkoren wurden - auch Joshua Kimmich traf es. Der Kapitän wäre gerne die kompletten zwei Wochen bei der Mannschaft geblieben, doch Klopp entschied anders. In der Pressekonferenz vor dem Spiel in Griechenland wurde Klopp jetzt direkt damit konfrontiert.

"Jürgen Klopp: "Ich gebe zu dem Thema auf"

"Ich habe keine Chance, die Frage so zu beantworten, dass ihr es nicht schafft, daraus trotzdem den Dreh zu machen. Also, ich gebe zu dem Thema auf. Offiziell. Jetzt schon", sagte der Bundestrainer vor Nations-League-Spiel Nummer vier am Sonntag (20.45 Uhr/BR24Sport überträgt die Partie live in der Radioreportage) in Thessaloniki gegen Griechenland.

"Es ist extrem schwierig, etwas dazu zu sagen - und das nicht, weil ich eine Geschichte klein halten will." Bundestrainer Jürgen Klopp zur Causa Kimmich

Klopp: Brauchen mehr als drei Mittelfeldspieler

Ein klares Bekenntnis zum 116-maligen Nationalspieler des FC Bayern ließ sich Klopp nicht entlocken. Aber doch so viel: "Ich freue mich, dass Jo Kimmich deutscher Nationalspieler ist – und alle anderen auch."

Man brauche wie in den Vereinen auch in der Nationalmannschaft mehr als drei Mittelfeldspieler, "da spielt man auch nicht, wenn man nicht in Form ist. Man braucht unterschiedliche Strukturen, man braucht Führungsspieler, man braucht laufstarke Spieler, man braucht kreative Spieler. Man braucht alles Mögliche und im Moment verschaffen wir uns einen Eindruck."

"Jetzt stellt euch vor, wir hätten in Deutschland nur drei Mittelfeldspieler. Wie Kacke wäre das denn?" Bundestrainer Jürgen Klopp

Startelfgarantie für Aleksandar Pavlovic

Der 31-jährige Kimmich ist in Thessaloniki erneut nicht dabei, da er nach seinen Einsätzen in den ersten Länderspielen gegen die Niederlande (1:1) und daheim gegen die Griechen (0:1) nicht mehr zu Klopps zweitem Kader gehört. Klopp will stattdessen andere Spieler sehen.

Beim 2:0-Sieg gegen Serbien harmonierten Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof (beide FC Bayern) sowie Florian Wirtz (FC Liverpool) prächtig. Zumindest Pavlovic, der bei der Pressekonferenz neben Klopp Platz genommen hatte, wird heute Abend wieder in der Startelf stehen. Klopp scherzte: "Ich habe ihm vorhin gesagt, er kann sich nicht mehr aus der Mannschaft rausquatschen."

Insgesamt sei er mit der Situation sehr zufrieden. "Keiner, der richtig kicken kann, muss sich Sorgen machen. Ich freue mich auf die Zukunft mit den Jungs. Und ich hoffe, wir haben eine Auswahl." Im Tor sieht der 59-Jährige da übrigens das kleinste Problem: "Die haben alle sehr gut trainiert, das war verrückt", so der Bundestrainer.

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