Linus Straßer
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Linus Straßer nach dem Slalom in Schladming
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Linus Straßer nach dem Slalom in Schladming

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Straßer verpatzt Olympia-Generalprobe: "Jetzt hau' ich ab"

Straßer verpatzt Olympia-Generalprobe: "Jetzt hau' ich ab"

Linus Straßer scheitert im Nachtslalom von Schladming im ersten Durchgang, nachdem er ausgehebelt wird. Der Deutsche übt sich danach in Zweckoptimismus, kann den Frust aber nicht ganz verbergen.

Über dieses Thema berichtet: Blickpunkt Sport am .

Linus Straßer hat sich nach seinem Aus im 1. Lauf des Nachtslaloms in Schladming zwar darum bemüht, sich auf die positiven Aspekte seiner Fahrt zu konzentrieren, aber seinen Frust konnte er nicht ganz verstecken.

Straßer bedient: "Jetzt fahr ich heim"

"Jetzt fahr ich heim", erklärte er in heiterem Ton aber doch kurz angebunden im exklusiven Interview im BR bei "Blickpunkt Sport", als er darauf angesprochen wurde, ob er sich den zweiten Durchgang noch vor Ort anschauen werde. Zuvor hatte Straßer einige Minuten gebraucht, um sich zu sammeln.

Nach einem guten Start und Sektor-Bestzeit war der Deutsche nach einem Fahrfehler zurückgefallen und wenige Tore vor dem Ziel sogar ausgeschieden. "Oben war es noch gut zu fahren", meinte der Mann des TSV 1860 München, doch dann brach die Piste ein.

Straßer: "Das war zu viel des Guten"

Die Bedingungen in den späteren Teilstücken waren wesentlich schwieriger zu bewältigen gewesen: "Du merkst dann, dass die Ski, unter dir zu arbeiten anfangen und nicht mehr fein durchfahren. Du kommst auf keine Geschwindigkeit mehr. Speziell danach. Ausfahrt Steilhang, Flachstück bis ins Ziel rein, du bekommst keine Geschwindigkeit."

Aufgrund dieser Umstände hatte Straßer versucht, "es über die Linie" zu machen, was letztlich aber im vorzeitigen Aus mündete. Das Fazit des 33-Jährigen: "Das war zu viel des Guten."

Im Video: Neureuther und Schweinsteiger über Rollentausch

Bastian Schweinsteiger und Felix Neureuther
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Bastian Schweinsteiger und Felix Neureuther

Nightrace Schladming wird zum "Startnummernrennen"

Auch ARD-Experte Felix Neureuther wunderte sich über die sich rapide verschlechternden Pistenverhältnisse auf der Planai, die Stunden zuvor bei der Besichtigung noch exzellent gewirkt hatten, und sprach sogar von einem "Startnummernrennen".

Straßer zeigte sich ebenfalls überrascht: "Das hätte ich bei der Besichtigung auch nicht gedacht. Aber so eng liegt dann Freud und Leid im Skisport beieinander, vor allem im Slalom."

Straßer blickt nach vorne

Trotzdem wollte der Dritte des vorangegangenen Slaloms in Kitzbühel nicht alles schlecht gemacht wissen: "Da waren wieder richtig gute Sektionen dabei. Vor allem im oberen Teil habe ich gemerkt, dass es richtig gut gegangen ist", verbreitete er Optimismus.

Bei den anstehenden Olympischen Spielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo (6. bis 22. Februar) werden die Karten schließlich neu gemischt: "Ich sehe Olympia so ein bisschen wie Kitzbühel. Ich glaube, Kitzbühel ist auch gegangen, weil es einfach kein x-beliebiges Rennen ist, sondern das ist der eine Tag, wo du da sein willst. Genau so sehe ich Olympia auch. Es interessiert nicht, was davor war oder danach ist. So werde ich an die Sache einfach rangehen."

Straßers Plan bis Olympia? "Zeit mit meinen Kindern"

Die Zeit zwischen der enttäuschenden Generalprobe und dem Beginn der Winterspiele in anderthalb Wochen will Straßer nutzen, um abzuschalten. Der Plan? "Zeit mit meinen Kindern verbringen."