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Silber und "Bella Napoli" - Eitberger/Matschina feiern Medaille

Silber und "Bella Napoli" - Eitberger/Matschina feiern Medaille

Sie singen, sie lachen, sie rodeln furios. Dajana Eitberger und Magdalena Matschina haben erst Silber geholt, damit Geschichte geschrieben - und den Erfolg später musikalisch untermalt.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

Nach dem Rennen stimmten Dajana Eitberger vom RC Ilmenau und die Oberbayerin Magdalena Matschina das Lied "Bella Napoli" von Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys an - im gleichen Takt und Rhythmus. Und so, wie die beiden im Einklang ihr gemeinsames Lieblingslied vortrugen, so harmonisch sahen zuvor ihre beiden Fahrten im Eiskanal in Cortina d'Ampezzo aus. Damit hat das Rennrodel-Duo am Mittwochabend im italienischen Wintersportort nicht nur musikalisch abgeliefert, sondern auch Historisches geschafft: Bei der olympischen Premiere im Doppelsitzer der Frauen sind die beiden zu Silber gerast.

Pizza, Pasta, Greys Anatomy - und eine gemeinsame Medaille

Zwei Generationen. 15 Jahre Altersunterschied. Eine Medaille. Und unheimlich viele Gemeinsamkeiten: das selbe Lieblingsessen (Pizza und Pasta), die selbe Lieblingsserie (Grey's Anatomy) und die verbindende Leidenschaft für ihren Sport. Dieser Leidenschaft setzten sie am Mittwoch bei den Olympischen Spielen nun die Krone auf. Die 35-jährige Eitberger und ihre 15 Jahre jüngere Partnerin zeigten zwei sensationelle Läufe: Schon zur Halbzeit lagen sie auf Platz zwei. Nach einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang stand sogar die Goldmedaille im Raum - doch die überragenden Lokalmatadorinnen Andrea Vötter und Marion Oberhofer nutzten ihren Heimvorteil im Eiskanal von Cortina d'Ampezzo und holten sich den ersten Olympia-Sieg in der Disziplin in der Geschichte. Bronze ging an die österreichischen Weltmeisterinnen Selina Egle und Lara Kipp.

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"Sehr emotional" und "sau-nervös"

So euphorisch und locker der Tag enden sollte, so schwierig waren die Stunden vor dem Rennen - vor allem für Eitberger: "Es ging schon beim Aufstehen los. Ich war heute sehr emotional, ich habe im Zehn-Minuten-Takt nur geheult. Ich habe die letzten acht Jahre Revue passieren lassen. Da ist unglaublich viel passiert in meinem Leben", sagte sie in der ARD und ergänzte: "Ich wusste 2022, dass für mich die Reise bis 2026 weitergeht. Da kommt noch mal was ganz Großes. Ich sollte ein Stück weit Recht behalten. Dass es im Doppelsitzer ist, daran habe ich 2022 noch nicht gedacht." Und Matschina sagte: "Ich war sau-nervös oben am Start bei beiden Läufen. Mir war es im Endeffekt scheißegal, was unten rauskommt. Ich wollte einfach nur Spaß haben", meinte Matschina.

Zweite Olympia-Medaille für Eitberger, erste für Matschina

62 Jahre nach dem Olympia-Debüt der Männer in Innsbruck/Igls gingen auch erstmals die Frauen im Doppelsitzer bei Winterspielen an den Start. Die erfahrene Eitberger hatte schon 2018 in Pyeongchang Silber hinter Natalie Geisenberger im Einsitzer geholt. Danach pausierte sie in der Saison 2019/20, im Februar 2020 kam ihr Sohn zur Welt. Nach dieser Saison will sie ihre Karriere beenden.

Für Matschina hingegen ist es die allererste Olympia-Medaille. Ihr bisher größter Erfolg waren WM-Silber im Mixed-Dopppelsitzer und Bronze im Doppelsitzer 2025 im kanadischen Whistler.

Im Video: Die Fabelfahrt von Eitberger/Matschina

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