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Philipp Raimund feiert seinen Olympiasieg
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Philipp Raimund feiert seinen Olympiasieg

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Plötzlich Olympiasieger: Raimunds unglaublicher Gold-Coup

Plötzlich Olympiasieger: Raimunds unglaublicher Gold-Coup

Philipp Raimund sorgt von der Normalschanze für das erhoffte Erfolgserlebnis bei den deutschen Skisprung-Männern. Nach guten Trainingsleistungen springt der 25-Jährige zu Olympia-Gold und hält dem Druck stand. Sogar der Bundestrainer wird emotional.

Über dieses Thema berichtet: Sportschau am .

Die Spannung an der Skisprung-Schanze in Predazzo war greifbar, als Philipp Raimund auf den Bakken rutschte. Der Pole Kacper Tomasiak hatte den Deutschen mit einer Weite von 107 Metern im zweiten Durchgang enorm unter Druck gesetzt, würde Raimund als Führender nach dem ersten Sprung standhalten?

Im Video: Die Siegerehrung mit Philipp Raimund

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Tomasiak setzt Raimund unter Druck

Bereits im Training von der Normalschanze am Sonntag war der 25-Jährige äußerst stark gewesen. Gleichzeitig hatte der Mann des SC Oberstdorf noch nie zuvor ein Weltcup-Springen gewonnen. Der erste Sieg seiner Karriere? Und das bei Olympia? Vielleicht doch ein wenig viel verlangt, oder?

Im Video: Philipp Raimund nach Gold-Coup im Interview

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Raimund überwältigt: "Das ist unglaublich"

Wie sich zeigen sollte, war es das nicht. Raimund behielt die Nerven, flog weit und landete erst nach 106,5 Metern, die Noten passten. Gold für Raimund. "Ich weiß nicht, wie ich es gemacht habe, aber ich bin so stolz darauf, dass ich es geschafft habe. Jetzt bin ich einfach Olympiasieger. Das ist unglaublich", jubelte er kurz darauf am Sportschau-Mikrofon.

Das Ausmaß seines Erfolges machte sogar den sonst nie um einen Spruch verlegenen Raimund sprachlos. "Noch keinen einzigen Weltcup gewonnen, aber dann auf der ganz, ganz großen Bühne ganz, ganz oben zu stehen, ist unglaublich. Die ganzen Freunde und Kameraden hier: Ich könnte mich eigentlich überall bedanken. Es ist einfach wunderschön", zeigte er sich baff.

Horngacher sichtlich emotional

Bei der Siegerehrung setzten sich die Emotionen fort. Raimund kam aus dem Strahlen nicht mehr heraus, sang die Nationalhymne voller Inbrunst mit.

Ähnlich überwältigt wirkte der sonst stoische Bundestrainer Stefan Horngacher. Bereits auf dem Trainerturm hatte der Österreicher die Arme hochgerissen. Als er zum Sportschau-Interview mit Moderatorin Lea Wagner und Experte Sven Hannawald kam, fiel er beiden mit einem hörbaren "Yes!" in die Arme.

Horngacher berichtet von Gedankenspiel vor Raimund-Sprung

"Seit wir hier sind, habe ich das Gefühl, alles läuft wie geschmiert. Wir haben nirgends Probleme, haben gut begonnen auf der Schanze. Der Hille war gestern richtig gut. Heute war er, glaube ich, so fokussiert wie noch nie in seinem Leben", freute sich der Österreicher, der seine Trainer-Laufbahn nach der Saison beenden wird.

Das Finale war dabei auch für Horngacher kein Selbstläufer. Angesichts der Sprünge vor Raimund hätten er und sein Team überlegt, den Anlauf zu verkürzen, berichtete der 56-Jährige: "Wir haben uns aber dann entschieden, zu bleiben, und haben gesagt: 'Wenn du Olympiasieger werden willst, musst du weit springen und einen Telemark machen.'"

Im Video - Horngacher mit Gefühlsausbruch im Interview: "Yes!"

Stefan Horngacher umarmt Sven Hannawald nach dem Gold-Coup von Philipp Raimund
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Stefan Horngacher umarmt Sven Hannawald

Raimund schaut schon nach vorne

Der Poker ging auf, Raimund stand seine 106,5 Meter perfekt und bekam dreimal 19,5 Punkte und zweimal 19 Zähler von den Kampfrichtern. Ein perfekter Auftakt und Balsam für die deutschen Skisprung-Männer, die bei der Vierschanzentournee und der Skiflug-WM teilweise unglücklich ausgesehen hatten.

Nicht nur beim DSV dürfte man hoffen, dass das Normalschanzengold nur der Startschuss ist. "Den Endboss habe ich besiegt, so viel ist sicher", fand jedenfalls Raimund, bevor er den Blick nach vorne richtete: "Mal sehen, was dann am Mixed und von der Großschanze noch geht."

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