Tobias Wendl und Tobias Arlt
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Bei Olympia "bis in die Nacht gefeilt": Nun droht "Buzz Cut"

Bei Olympia "bis in die Nacht gefeilt": Nun droht "Buzz Cut"

Tobias Wendl und Tobias Arlt erzählen in "Blickpunkt Sport", wie sie Olympia 2026 mit Materialproblemen und Zittern um Bronze erlebt haben. Nach dem Edelmetall wartet nun auch noch eine verlorene Buzzcut-Wette auf Wendl.

Über dieses Thema berichtet: Blickpunkt Sport am .

Sie sind Deutschlands erfolgreichste Winter-Olympioniken: Tobias Wendl und Tobias Arlt haben nun sieben olympische Goldmedaillen und eine bronzene. Nach ausgelassenem Feiern im olympischen Dorf erklären die Rodler bei Blickpunkt Sport ihre ungewohnten Probleme im Eiskanal von Cortina, wie ihre Karriere weitergehen wird und welche Wettschulden jetzt eingelöst werden.

Familien mit dabei in Cortina

Nach Peking, Pyeongchang und Sotschi waren die Spiele in Italien quasi vor der Haustür: "Jetzt setzt du dich ins Auto, fährst drei Stunden und bist da." So konnten auch ihre Familien zum ersten Mal dabei sein. Auch wenn die Anreise zu den Olympischen Spielen unkompliziert war, war der Wettkampf das genaue Gegenteil.

Krise im Training: "Das Material lief gar nicht."

"Wir kannten das nicht von vergangenen Spielen", berichtet Wendl von den Problemen im Training vor dem Wettkampf im Doppelsitzer. "Wir sind ins erste Training gefahren und haben direkt eine Klatsche bekommen, das Material lief gar nicht", so der 38-Jährige.

Denn für Top-Ergebnisse auf dem höchsten Niveau, muss die Schlitten-Physik stimmen: "Wir messen die Temperatur im Eis und schauen, wie die Qualität ist", erklärt Arlt. Bei Olympia hätten andere Bedingungen geherrscht: "Wir hatten bei der Vorbereitung –6 Grad und jetzt bei Olympia –2. Das ist eine ganz andere Hausnummer."

Wendl: "Bis tief in die Nacht am Material gefeilt"

Nach den schlechten Trainingsläufen gab es nur eine Lösung: "Dann haben wir bis tief in die Nacht am Material gefeilt", berichtet Wendl, und so standen die zwei vor dem 1. Lauf am Start, ohne zu wissen, was passieren würde. "Da war im ersten Lauf ziemlicher Pulsschlag", so Arlt.

Das seit 2001 bestehende Duo lag nach Lauf eins nur auf dem ungewohnten Rang fünf, am Ende reichte es aber für Platz drei: "Die haben sich riesig über Bronze gefreut, mehr vielleicht als über die ein oder andere Goldene", berichtet Bundestrainer Patric Leitner.

Aufregende Teamstaffel

Auch in der Teamstaffel war Geduld gefragt. "Du schlägst unten ab und es kommen noch anderthalb Minuten", erklärt Wendl den Nervenkitzel, als sie auf Dajana Eitberger und Magdalena Matschina warteten. Die deutsche Teamstaffel ist seit der Einführung 2014 bei Olympia ungeschlagen.

An das Aufhören denken die beiden zwar schon, aber erst, wenn der Wiederaufbau der Bob- und Rodelbahn am Königssee abgeschlossen ist, was noch dauern kann, aber sie wollen ihre Karriere dort beenden, wo sie begonnen hat. In näherer Zukunft geht es für den "Bayern-Express" zurück nach Italien, um Johannes "Hansi" Lochner im Viererbob anzufeuern (21./22.02.).

Wettschulden sind Ehrenschulden

Wer dann unter den Zuschauern am Eiskanal Tobias Wendl sucht, muss Ausschau nach einem weißen "Buzz Cut" (Maschinenschnitt) halten, denn die Rodel-Legende hat eine Wette verloren und nun heißt es: Haare färben und schneiden. Es bleibt spannend bei Tobias Wendl und Tobias Arlt.

Im Video: Wendl/Arlt sind Deutschlands erfolgreichste Winter-Olympioniken

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