Das Olympiastadion in München bei den European Championships
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"Olympia-Traum rückt näher": München ist Favorit der DOSB-Prüfer

"Olympia-Traum rückt näher": München ist Favorit der DOSB-Prüfer

Am Samstag entscheidet der DOSB, mit welchem Austragungsort er sich für die Olympischen Spiele und Paralympics bewirbt. Nun haben die Prüfer ihren Evaluierungsbericht veröffentlicht - und sehen München als knappen Favoriten.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport im Radio am .

Am Samstag entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), mit welchem Austragungsort er sich für die Olympischen Spiele und Paralympics 2036, 2040 und 2044 bewirbt. Wenige Tage vor der Entscheidung haben die Prüfer des Verbandes bekanntgegeben, wie sie die drei verbleibenden Bewerber einschätzen. In dem Evaluierungsbericht bekommt München die besten Noten, knapp vor der Region Köln-Rhein-Ruhr. Berlin erhält eine deutlich schlechtere Gesamtnote.

Tag der deutschen Olympia-Kandidatenkür: Samstag, 26. September, ab 13.15 Uhr im Livestream in der ARD Mediathek und auf BR24Sport

OB Krause: "Olympia-Traum rückt näher"

Dominik Krause (Grüne), Oberbürgermeister der Stadt München, zeigte sich durch das Ergebnis der Prüfer bestätigt: "Münchens Olympia-Traum rückt näher! Das Ergebnis der Evaluierungskommission zeigt, dass unser Konzept auch die Fachleute von DOSB und Bundesregierung überzeugt hat", erklärte Krause in einer Pressemitteilung und fügt an: "Wir sind überzeugt: Mit München und Bayern kann Deutschland ein Angebot machen, das auf der Weltbühne die besten Chancen hat."

Bewertung wichtige Grundlage für Entscheidung

Das DOSB-Votum ist eine wichtige Grundlage für die außerordentliche Mitgliederversammlung am Samstag in Baden-Baden, bei der Abstimmung aber nicht bindend. Stimmberechtigt in der Evaluierungskommission waren vier Vertreter des Sports um DOSB-Präsident Thomas Weikert und DOSB-Vorstandschef Otto Fricke sowie zwei Abgesandte der Politik: Babette Kibele aus dem Sport-Staatsministerium und Bundestags-Vizepräsidentin Josephine Ortleb (SPD).

Die Bewerber hatten zuvor Zeit, bis Anfang Juni ihre finalen Konzepte einzureichen. Diese wurden dann anhand einer gemeinsam mit dem Bund entwickelten Matrix bewertet. Die Evaluierung führte der DOSB mit den olympischen Spitzenverbänden durch.

BR-Olympia-Reporter Tobias Barnerssoi ordnet den Evaluationsbericht ein: "München blickt auf dieses Ergebnis mit Genugtuung und sieht sich als Favorit für die Entscheidung am Samstag. Köln-Rhein-Ruhr hingegen freut sich, dass ihnen eine gute Aufholjagd gelungen ist." Für den Tag der Entscheidung erwartet er einen: "sehr, sehr engen Zweikampf" zwischen München und Köln-Rhein-Ruhr.

Faktoren: Strahlkraft, Rückhalt - und Hotelbetten

In den bepunkteten Kategorien "sportfachliche und operative Eignung" sowie "internationale Wettbewerbsfähigkeit und nationale Akzeptanz" entfallen 87,03 von 100 möglichen Bewertungspunkten auf München und 85,02 auf Köln/Rhein-Ruhr, Berlin (74,64) liegt klar zurück. Laut Deutschem Olympischem Sportbund (DOSB) gelten in der Bewertungsmatrix 100 bis 80 Punkte als "sehr gut", 79 bis 60 als "gut". Die Kategorien Kosten/Finanzierung und Vision/Legacy wurden nicht bepunktet, aber jeweils erfüllt. "Deutschland hat jetzt schon alles, um die Olympischen und Paralympischen Spiele auszurichten", sagte DOSB-Präsident Thomas Weikert, der auch Vorsitzender der Evaluierungskommission ist.

Internationale Konkurrenz: Doha, Ahmedabad und Istanbul

Der Evaluierungskommission gehörten Vertreter aus DOSB, Politik und Fachverbänden an. Ursprünglich wollte auch Hamburg die Olympischen Spiele. Nach einem negativen Votum der Bevölkerung zog die Hansestadt die Bewerbung aber zurück.

Der deutsche Bewerber tritt beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in Konkurrenz zu anderen Bewerberstädten weltweit. Für 2036 gibt es unter anderem mit dem indischen Ahmedabad, Doha in Katar und der türkischen Metropole Istanbul chancenreiche Konkurrenten. Eine Entscheidung über Olympia 2036 soll im Jahr 2029 fallen.