Julia Taubitz
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Julia Taubitz im Rodel-Kanal von Cortina

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Olympia-Ticker: Die wichtigsten News von Tag 3

Olympia-Ticker: Die wichtigsten News von Tag 3

Philipp Raimund gewinnt Gold von der Normalschanze. Zwei deutsche Rodel-Frauen liefern sich ein enges Rennen um Gold. Alle News vom dritten Wettkampftag der olympischen Winterspiele im Ticker.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport im Radio am .

Die wichtigsten Olympia-News vom Montag, 09. Februar

Im Video: Raimund gewinnt Olympia-Gold

Philipp Raimund
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Philipp Raimund

20.49 Uhr: Gold! Raimund triumphiert von der Normalschanze

Philipp Raimund hat bei Olympia 2026 für die zweite deutsche Goldmedaille gesorgt. Der 25-Jährige triumphierte im Skisprung-Wettbewerb der Männer von der Normalschanze mit Weiten von 102 Metern und 106,5 Metern. Silber ging nach einem unglaublich spannenden Finale an Kacper Tomasiak aus Polen (103 Meter, 107 Meter) vor dem Japaner Ren Nikaido (101 Meter, 106,5 Meter) und dem punktgleichen Schweizer Gregor Deschwanden (106 Meter, 107 Meter). Zweitbester Deutscher wurde Felix Hoffmann (SWV Goldlauter), dessen Sprünge auf 100 Meter und 102,5 Meter zu Platz 13 reichten.

"Vor dem ersten Sprung war ich scheiße nervös. Und vor dem zweiten Sprung, sind unten alle die ganze Zeit ausgerastet, da habe ich gewusst, dass es auf jeden Fall weit geht. Ich weiß nicht, wie ich es gemacht habe, aber ich bin so stolz darauf, dass ich es geschafft habe. Jetzt bin ich einfach Olympiasieger. Das ist unglaublich", jubelte der frischgebackene Olympiasieger am Sportschau-Mikrofon.

Im Video: Philipp Raimund nach Gold-Coup am Sportschau-Mikrofon

Philipp Raimund
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Philipp Raimund

19.56 Uhr: Raimund greift von der Normalschanze nach Gold

Philipp Raimund (SC Oberstdorf) liegt nach dem ersten Durchgang des Skisprung-Wettbewerbes der Männer von der Normalschanze bei Olympia 2026 auf Goldkurs. Der Deutsche führt den Wettkampf mit 102 Metern (135,6 Punkte) vor dem Franzosen Valentin Foubert (102,5 Meter, 134,6 Punkte) an. Die anderen DSV-Starter haben trotz durchwachsenen Versuchen zumindest kleine Chancen auf Edelmetall. Felix Hoffmann (SWV Goldlauter) belegt Rang 13 (100 Meter, 128,5 Punkte) vor Pius Paschke (WSV Kiefersfelden) auf Platz 17 (101 Meter, 126,1 Punkte) und Andreas Wellinger (SC Ruhpolding) an Position 18 (102,5 Meter, 125,1 Punkte).

Im Video: Raimunds Sprung im 1. Durchgang von der Normalschanze

Philipp Raimund
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Philipp Raimund feiert seinen Sprung zu Gold.

Im Video: BR-Sportreporter Bernd Schmelzer zum Zustand von Lindsey Vonn

Bernd Schmelzer
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Bernd Schmelzer

19.23 Uhr: DEB-Frauen feiern Overtime-Sieg gegen Frankreich

Die deutschen Eishockey-Frauen haben Frankreich in Overtime 2:1 (1:0, 1:0, 1:1, 2:1) geschlagen, den vorzeitigen Einzug ins olympische Viertelfinale aber verpasst. Laura Kluge hatte die DEB-Auswahl kurz vor Ende des ersten Drittels in Führung gebracht, doch Estelle Duvin konterte im Schlussabschnitt trotz Überlegenheit des deutschen Teams. Mit 1:1 ging es in die Verlängerung, in der Katarina Jobst-Smith den umjubelten Siegtreffer erzielte. Mit nun fünf Punkten aus drei Partien braucht das deutsche Team am Dienstag gegen Italien mindestens einen Punkt, sollten Schweden gegen Japan verlieren, um in die K.o.-Runde einzuziehen.

19.07 Uhr: Ostlender 21. bei Leerdam-Rekord über 1000 Meter

Anna Ostlender (DEC Inzell) ist über die 1000 Meter der Eisschnelllauf-Frauen bei Olympia leer ausgegangen. Die 23-Jährige lief auf Platz 21 und hatte letztlich 4,52 Sekunden Rückstand auf die niederländische Goldmedaillengewinnerin Jutta Leerdam (1:12,31 Minuten), die mit Olympischem Rekord 0,28 Sekunden vor ihrer Landsfrau Femke Kok triumphierte.

Tanguy Nef und Franjo von Allmen feiern die Goldmedaille
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Tanguy Nef und Franjo von Allmen feiern die Goldmedaille

19.02 Uhr: Deutsches Kopf-an-Kopf-Rennen um Rodel-Gold

Julia Taubitz (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal) und Merle Fräbel (RT Suhl) liefern sich im Einsitzer-Rennen der Rodel-Frauen bislang ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Olympia-Gold. Nach zwei von vier Läufen führt Taubitz dank eines Bahnrekords im zweiten Versuch mit 0,061 Sekunden vor Fräbel. Anna Berreiter (RC Berchtesgaden) liegt derweil zur Halbzeit auf Rang sieben (+0,867) und hat bereits deutlichen Rückstand auf Bronze.

14.50 Uhr: Ski Alpin - von Allmen mit nächstem Gold, Straßer/Jocher gehen leer aus

Es sind die Spiele des Franjo von Allmen. Der Schweizer Speedspezialist, der schon die Abfahrt gewonnen hatte, gewann mit seinem Technik-Kollegen Tanguy Nef nun auch in der Kombination die Goldmedaille. Zeitgleiche Zweite wurden die Österreicher Vincent Kriechmayr und Manuel Feller sowie die Schweizer Marco Odermatt und Loic Meillard (+ 0,99 Sekunden) - eine Bronzemedaille wird daher nicht vergeben.

Für das DSV-Duo Linus Straßer und Simon Jocher wurde es nichts mit dem Überraschungserfolg. Mit 1,69 Sekunden Abstand reichte es nur für Rang zehn. "Ich bin gut reingekommen, ich hatte einen brutal stabilen Stand auf dem Ski", sagte Straßer nach seinem Lauf in der Sportschau: "Und dann kommst Du in den Knick rein und dann ist es nur noch 'hurra die Fee'. Da ist nix mehr drin, Du musst alles voll am Limit fahren. Das Schwierige ist, es ist ein Mix, Du musst den Ski immer gehen lassen, der Ski muss immer bergab zeigen und gleichzeitig muss es ganz clean sein. Es darf nicht kratzen. Und so einen Fehler wie ich darfst Du sowie nicht fahren."

14.15 Uhr: Slopestyle - Gremaud schlägt Superstar Eileen Gu

Die Schweizer Ski-Freestylerin Mathilde Gremaud hat Chinas Superstar Eileen Gu erneut die Goldmedaille im Slopestyle-Wettbewerb weggeschnappt. Die Olympiasiegerin von 2022 und amtierende Weltmeisterin setzte sich in Livigno wie vor vier Jahren in Peking hauchdünn vor dem Topstar der Szene durch. Bronze ging mit deutlichem Abstand an Megan Oldham aus Kanada.

Gremaud und Gu trennten am Ende eines hochklassigen Duells winzige 0,38 Punkte. In Peking hatte sich Gremaud mit einem Vorsprung von 0,33 Zählern durchgesetzt. Oldham fehlten 10,50 Punkte zur Spitze.

Im Video: Gremaud gewinnt Slopestyle-Gold vor Gu

Mathilde Gremaud
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Mathilde Gremaud

13.41 Uhr: FIS-Präsident zu Vonn: "Tragisch, aber das ist Skisport"

Ski-Weltverbandschef Johan Eliasch hat Kritik daran zurückgewiesen, dass Lindsey Vonn trotz ihrer Vorverletzung bei der olympischen Abfahrt starten durfte. "Ich glaube fest daran, dass so etwas von jedem einzelnen Athleten selbst entschieden werden muss", sagte der Fis-Präsident nach dem folgenschweren Unfall der amerikanischen Sportlerin. Vonn (41) war bei den Winterspielen in Cortina d'Ampezzo trotz eines kurz zuvor gerissenen Kreuzbandes gestartet, in der Abfahrt dann aber heftig gestürzt und sich das Bein gebrochen.

Ähnlich hatte sich Eliasch zuvor im ARD-Interview geäußert. Als "tragisch" bewertete er den Sturz und fügte an: "aber das ist der Skirennsport. Hut ab an Lindsey für das, was sie getan hat. Sie hat unserem Sport viel Aufmerksamkeit eingebracht - und auch diesen Olympischen Spielen."

11.33 Uhr: Jocher & Straßer nach dem ersten Lauf auf Rang zehn

Die deutschen Skirennfahrer Simon Jocher und Linus Straßer haben zur Halbzeit der olympischen Team-Kombination nur noch geringe Aussichten auf eine Medaille. Jocher präsentierte sich in der Abfahrt in Bormio am Vormittag deutlich stärker als noch bei seinem 21. Platz im Einzelrennen am Samstag, gibt Straßer für den entscheidenden Slalom ab 14.00 Uhr allerdings trotzdem 1,05 Sekunden Rückstand auf Rang drei mit.

Die Bestzeit fuhr der italienische Shootingstar und Kitzbühel-Sieger Giovanni Franzoni, der gemeinsam mit Alex Vinatzer antritt. Dahinter lauern gleich drei Duos aus der Schweiz. Die einzige deutsche Paarung liegt auf Rang elf.

10.24 Uhr: Medaillen von Strelow und Johnson gebrochen

Die Medaillen bei den Olympischen Winterspielen von Mailand und Cortina d'Ampezzo haben offenbar eine Schwachstelle. Bei mehreren an den ersten beiden Wettkampftagen geehrten Athletinnen und Athleten brach der Steg, der das Band an der Plakette hält. Das Malheur passierte dem deutschen Biathleten Justus Strelow nach Bronze mit der Mixed-Staffel genauso wie der Abfahrts-Olympiasiegerin Breezy Johnson (USA) und der schwedischen Langläuferin Ebba Andersson nach ihrem Silber-Gewinn.

"Du solltest damit nicht hüpfen", riet Johnson der Olympia-Zweiten Emma Aicher, die ihre Silbermedaille in der Abfahrt daher bei der Party am Sonntagabend bald in Sicherheit brachte. Wie bei Andersson brach der dünne Steg an Johnsons Medaille kurz nach der Siegerehrung im Überschwang der Gefühle. Strelows Medaille löste sich bei der wilden Feier im Deutschen Haus vom Band.

Im Video: Emma Aicher bei der Feier im deutschen Haus

Emma Aicher mit BR-Reporter Tobias Barnerssoi
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Emma Aicher mit BR-Reporter Tobias Barnerssoi

9.00 Uhr: Raimund stark im Skisprung-Training

Philipp Raimund (SC Oberstdorf) hat mit starken Trainingssprüngen die Hoffnung auf eine Olympia-Medaille für die deutschen Skispringer von der Normalschanze genährt. Der 25-Jährige landete in den drei Übungsversuchen am Donnerstag nach 100 Metern, 104 Metern und 106 Metern (Tagesbestweite), was ihm im Training zweimal den ersten und einmal den zweiten Rang einbrachte. Neben Raimund konnte auch Wahl-Rosenheimer Felix Hoffmann mit 97,5 Metern (8.), 102,5 Metern (8.) und 104,5 Metern (4.) überzeugen. Andreas Wellinger (SC Ruhpolding) und Pius Paschke (WSV Kiefersfelden) sprangen ebenfalls konstant unter die besten 20.

08.40 Uhr: Loch schließt Olympiastart 2030 nicht aus

So sehr sich Felix Loch über den Olympiasieg seines Teamkollegens Max Langenhan freute, so sehr nagte die Enttäuschung über eine vergebene Chance am Rodel-Altmeister. Loch war als Mitfavorit nach Italien gereist, doch ihm unterliefen an den beiden Wettkampftagen im Cortina Sliding Centre zu viele Fehler. Platz sechs ist zu wenig für die Ansprüche des 36-Jährigen und möglicherweise zu wenig für einen würdigen Abschied von der olympischen Bühne.

Zumindest schließt es Loch, Olympiasieger von 2010 und 2014, nicht aus, 2030 in Frankreich noch einmal an den Start zu gehen. "Ob es am Ende eins, zwei, drei oder vier oder acht Jahre werden, lasse ich wirklich offen", sagte Loch. An seinen Zukunftsplänen habe sich nichts geändert. 2028 bei der Heim-WM am Königssee wollte er ohnehin dabei sein, dann sind auch die nächsten Winterspielen nicht mehr weit.

Die Olympia-Highlights vom Montag, 09. Februar

  • 10.05 Uhr: Curling - Mixed, Vorrunde
  • 10.30 Uhr: Ski Alpin - Kombination/Abfahrt Männer
  • 12.10 Uhr: Eishockey - Frauen, Vorrunde: Japan - Italien
  • 12.30 Uhr: Ski Freestyle - Slopestyle, Frauen, Finale
  • 14.00 Uhr: Ski Alpin - Kombination/Slalom Männer
  • 16.40 Uhr: Eishockey - Frauen, Vorrunde: Deutschland – Frankreich
  • 17.00 Uhr: Rodeln - Einsitzer, Frauen, 1. & 2. Lauf
  • 17.30 Uhr: Eisschnelllauf - 1.000 Meter, Frauen
  • 18.05 Uhr: Curling - Mixed, Halbfinale
  • 19.00 Uhr: Skispringen - Normalschanze, Männer
  • 19.20 Uhr: Eiskunstlauf - Eistanz, Rhythmustanz
  • 19.30 Uhr: Snowboard - Big Air, Frauen, Finale
  • 20.40 Uhr: Eishockey - Frauen, Vorrunde: Schweiz - USA
  • 21.10 Uhr: Eishockey - Frauen, Vorrunde: Kanada - Tschechien

Den Olympia-Ticker vom Sonntag, 08. Februar, gibt es hier zum Nachlesen.

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