Die wichtigsten Olympia-News am Freitag
- Direkt zum aktuellen Olympia-Ticker vom 21. Februar
- Vonn muss weiter im Krankenhaus bleiben (18.15 Uhr)
- Biathlon: Franziska Preuß beendet Karriere am Samstag (17.11 Uhr)
- Maier rast zu Gold im Skicross (13.20 Uhr)
- Aktuelle News und Hintergründe zu Olympia in Mailand und Cortina 2026
22.00 Uhr: Gold für Ferreira - viele Stürze in der Halfpipe
Der US-amerikanische Ski-Freestyler Alex Ferreira hat sich in einem einmal mehr von Stürzen geprägten Halfpipe-Wettbewerb zum Olympiasieger gekrönt. Silber ging an den Esten Henry Sildaru (93,00). Brendan MacKay (91,00) aus Kanada sicherte sich Bronze. Der für längere Zeit auf dem dritten Platz liegende Nick Goepper (89,00) kam im dritten Anlauf heftig zu Fall.
Während die Stürze im Finale glimpflich ausgingen, erwischte es Seunghun Lee aus Südkorea härter. Der 20-Jährige verlor bereits beim Aufwärmen die Kontrolle in der Röhre und musste anschließend behandelt werden. Details zum Gesundheitszustand gibt es bislang nicht. Der Neuseeländer Finley Melville Ives stürzte in der Qualifikation bei der Landung nach einem Trick und schlug dabei mit dem Kopf auf.
21.30 Uhr: Shorttrack: Drittes Gold für Niederländer van ’t Wout
Der niederländische Shorttracker Jens van 't Wout hat Geschichte geschrieben. Der 24-Jährige raste am Freitag auch mit der Staffel zum Olympiasieg. Zuvor war er bereits über die 1000 und die 1500 m erfolgreich gewesen, über die 500 m gab es Bronze.
20.00 Uhr: Nolte im Zweierbob auf Goldkurs
Weltmeisterin Laura Nolte hat Kurs auf ihr angepeiltes Olympiagold im Zweierbob genommen. Die Weltcup-Dominatorin übernahm nach einem starken zweiten Lauf die Führung und hat zur Halbzeit einen Vorsprung von 0,18 Sekunden auf Teamkollegin Lisa Buckwitz.
Die US-Amerikanerin Kaillie Armbruster Humphries, die nach dem ersten Durchgang noch geführt hatte, fiel auf Rang drei zurück (+0,23). Nolte war mit fünf Siegen in sieben Saisonrennen als große Favoritin nach Cortina d'Ampezzo gereist.
19.05 Uhr: Biathlet Giacomel gibt Entwarnung
Der italienische Biathlet Tommaso Giacomel hat nach seiner Schrecksekunde im Massenstart Entwarnung gegeben. "Mir geht es gut – wenn ich sagen kann, dass es mir gut geht, obwohl ich ein olympisches Rennen aufgeben musste, während ich in Führung lag", schrieb der 25-Jährige am Freitagabend bei Instagram. Dazu postete er ein Selfie von sich während einer medizinischen Untersuchung.
Giacomel, der im Vorfeld als einer der großen Hoffnungsträger der Gastgeber bei den Winterspielen gegolten hatte, hatte nach dem zweiten Liegendschießen das Feld angeführt. Plötzlich ging aber nichts mehr, er musste wegen seiner gesundheitlichen Probleme das Rennen beenden - und saß völlig entkräftet neben der Loipe im Schnee.
18.55 Uhr: Auftakt im Zweierbob: Nolte nur Zweite
Weltmeisterin Laura Nolte muss sich im Kampf um das angepeilte Olympiagold im Zweierbob noch steigern. Die Weltcup-Dominatorin liegt mit Anschieberin Deborah Levi nach dem ersten Lauf mit 0,05 Sekunden Rückstand auf die US-Amerikanerin Kaillie Armbruster Humphries auf Rang zwei. Nolte war mit fünf Siegen in sieben Saisonrennen als große Favoritin nach Cortina d'Ampezzo gereist.
18.15 Uhr: Vonn muss weiter im Krankenhaus bleiben
US-Skistar Lindsey Vonn ist in ihrer Heimat nach ihrem schweren Sturz erneut operiert worden. Wie die 41-Jährige auf ihrem Instagram-Kanal bekannt gab, wurde bei dem mehr als sechsstündigen Eingriff der sogenannte Fixateur entfernt. "Wie ihr sehen könnt, waren viele Platten und Schrauben erforderlich, um alles wieder zusammenzusetzen, aber Dr. Hackett hat unglaubliche Arbeit geleistet", schrieb Vonn zu einem entsprechenden Video. Erneut sagte Vonn, dass sie bald über die Verletzung und die Bedeutung für ihr weiteres Leben berichten werde. "Aufgrund des Ausmaßes der Verletzung habe ich nach der Operation ein wenig zu kämpfen und konnte noch nicht aus dem Krankenhaus entlassen werden... aber ich bin fast so weit. Kleine Schritte."
17.11 Uhr: Entscheidung offiziell - Preuß beendet Karriere nach Massenstart
Franziska Preuß wird ihre Karriere unmittelbar nach dem Massenstart der Frauen bei Olympia 2026 am Samstag beenden. Das teilte der DOSB auf seinen Kanälen in den sozialen Medien mit. Die Biathletin hatte bereits vorab angekündigt nach den Winterspielen zurücktreten zu wollen, hatte aber offen gelassen, ob sie nach dem Sportfest noch die Weltcup-Saison beendet.
15.30 Uhr: 17 Mal Gold – Norwegen verbessert Rekord bei den Winterspielen
Norwegens Sportler haben bereits am drittletzten Wettkampftag den Gold-Rekord bei Olympischen Winterspielen verbessert. Biathlet Johannes Dale-Skjevdal holte am Freitag im Massenstart über 15 km das 17. Gold für Norge bei den Wettbewerben von Mailand/Cortina. Die vorherige Bestmarke von 16-mal Gold hatte Norwegen erst 2022 in Peking gesetzt.
Das nordeuropäische Land besticht in Norditalien durch seine Vielseitigkeit: Im Skilanglauf wurde bislang sechsmal Gold gesammelt, hinzu kommen je drei Olympiasiege in der Nordischen Kombination und im Biathlon, je zwei im Skispringen und im Ski-Freestyle und einer im Eisschnelllauf.
Die "ewige" deutsche Bestmarke bei einer einzigen Edition von Olympischen Winterspielen liegt bei 14 Goldmedaillen (Pyeongchang 2018). Bei den Spielen 2026 hat das Team D bislang sechs Olympiasiege erreicht.
Im Video: Bitterer Tag für Horn - vierter Platz beim Massenstart
Philipp Horn bei Olympia 2026
15.01 Uhr: Philipp Horn schrammt an Bronze vorbei
Die deutschen Biathlon-Männer sind auch im letzten Rennen der Olympischen Winterspiele knapp ohne Medaille geblieben. Zum Abschluss belegte Philipp Horn im Massenstart den vierten Platz. Dem Thüringer fehlten 9,9 Sekunden zu Bronze.
In Antholz leistete sich der 31-Jährige nur eine Strafrunde und landete 35,5 Sekunden hinter Olympiasieger Johannes Dale-Skjevdal aus Norwegen. Silber ging an Sturla Holm Laegreid aus Norwegen vor Quentin Fillon Maillet aus Frankreich. Horn lag nach dem letzten Schießen noch auf dem dritten Platz, wurde aber auf der Schlussrunde von Fillon Maillet überholt. Philipp Nawrath kam mit fünf Strafrunden auf Platz sieben. David Zobel leistete sich gleich sieben Schießfehler und erreichte damit nur Rang 23 von 30 Startern.
Im Video: Maier rast zu Gold
Daniela Maier, Skicross-Olympiasiegerin
14.35 Uhr: "Hunderte Hassnachrichten" - Bitterling kritisiert Umgang mit Athleten
Felix Bitterling, Sportdirektor des deutschen Biathlon-Teams, hat die zunehmende Verunglimpfung seiner Athletinnen und Athleten in den Sozialen Medien angeprangert. "Was sicher nicht hilft ist, und es nimmt leider zu, dass bei dem kleinsten Misserfolg Hunderte von Hassnachrichten auf diese Mannschaft einprasseln, zu mir, zu den Athleten in allererster Linie. Das ist total inakzeptabel", sagte Bitterling vor dem Massenstart-Rennen der Männer bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo im ZDF.
Dies sei, fügte der 44-Jährige an, "wirklich unter der Gürtellinie. Wir reden hier über Sport und es sollte auch Sport bleiben. Man kann uns gerne kritisieren für das, was wir nicht gut machen, aber bitte auf einem gewissen Niveau." Das DSV-Team hatte vor den beiden abschließenden Massenstarts in Antholz nur eine Medaille geholt, Bronze mit der Mixed-Staffel.
Im Video: Daniela Maier im Interview nach Gold-Coup
Daniela Maier jubelt bei Olympia
13.20 Uhr: Daniela Maier holt Gold im Skicross
Daniela Maier hat sich die Goldmedaille im Skicross gesichert. Die 29-jährige Wahlbayerin (Marquartstein) setzte sich in einem spannenden Rennen gegen Fanny Smith (SUI), die Silber gewann, durch. Die große Skicross-Dominatorin Sandra Näslund (SWE) holte Bronze. Maier hatte bei den vergangenen Olympischen Spielen die Bronzemedaille gewonnen, die sie sich seit einem langen juristischen Hin und Her mit Smith teilt.
An dieser Medaille von Maier wird es allerdings keine kontroversen Jury-Entscheidungen geben. Maier brachte einen Start-Ziel-Sieg mit einem sicheren Abstand nach Hause. Nach der Presiverleihung sagte Maier, es fühle sich noch "surreal" an: "Ich habe das erst auf dem Podium realisiert, als ich die Medaille umgehängt bekommen hab. Ich glaub, es wird dauern, bis ich das realisiert habe." Ihren Erfolg will sie gebührend feiern - mit "einigen Aperol-Litern", wie sie ankündigte.
11.18 Uhr: Abschlussfeier - "Rodel-Tobis" tragen die deutsche Fahne
Die Rodler Tobias Wendl und Tobias Arlt werden bei der Abschlussfeier der Olympischen Winterspiele am Sonntagabend in Verona als Fahnenträger das deutsche Team anführen. "Was sie geschaffen haben, bleibt für immer. Wir freuen uns sehr, dass wir mit den Tobis zwei wunderbare Fahnenträger gefunden haben. Sie haben sich diese Auszeichnung absolut verdient", sagte Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).
Wendl und Arlt hatten bei ihren letzten olympischen Spielen Bronze im Doppelsitzer sowie Gold in der Team-Staffel geholt. Damit sind die beiden 38-Jährigen die erfolgreichsten deutschen Winter-Olympioniken. Insgesamt kommen sie auf sieben Gold- und eine Bronzemedaille seit den Winterspielen von Sotschi 2014 und übertrafen damit ihre ehemalige Teamkollegin Natalie Geisenberger (38), die sechsmal Gold und einmal Bronze gewinnen konnte. "Wir werden sie im Team D vermissen und hoffen, ihnen mit dem Erlebnis als Fahnenträger einen würdigen Abschied bereiten zu können", sagte Weikert.
10.10 Uhr: Nach heftigem Sturz: Kanadische Ski-Freestylerin stabil
Nach ihrem heftigen Sturz in der Qualifikation für das olympische Halfpipe-Finale befindet sich Ski-Freestylerin Cassie Sharpe in einem «stabilen Zustand». Dies teilte das Kanadische Olympische Komitee (COC) mit. Sie werde vom medizinischen Personal des COC und von Freestyle Canada untersucht, hieß es weiter. Weitere Informationen gebe es derzeit bisher nicht.
Die 33 Jahre alte Olympiasiegerin von 2018 fiel bei der Landung nach einem Trick hin und schlug dabei hart mit dem Kopf auf die Eisröhre. Sharpe wurde zunächst behandelt und nach rund zehn Minuten in einer Trage weggefahren. Als sie dabei mit beiden Armen winkte und den Kopf leicht hob, jubelten die Zuschauer erleichtert.
09.10 Uhr: Braucht "Veränderung" - Bö kritisiert deutschen Biathlon
Rekordweltmeister Johannes Thingnes Bö sieht die deutschen Biathleten von der Konkurrenz abgehängt. "Ich bin sehr enttäuscht von den Deutschen. Sowohl die Damen als auch die Herren waren nicht gut genug", sagte der 32-Jährige im Interview mit Sport1: "Norwegen und Frankreich haben inzwischen einen großen Vorsprung auf die anderen Nationen, und es ist traurig zu sehen, dass Deutschland nur eine Bronzemedaille gewonnen hat, weil es ein wichtiges Land für den Biathlon-Sport ist."
Für die Rückkehr in oder zumindest den Anschluss an die Weltspitze brauche es "irgendeine Art von Veränderung", führte der langjährige Dominator aus. Deutschland müsse mehr "nach Norwegen und Frankreich blicken, besonders beim Biathlon der Frauen", ergänzte er im Interview mit ran: "Möglicherweise wäre es eine Idee, gemeinsame Trainingscamps mit diesen Nationen abzuhalten und dadurch Wissen zu teilen. Das wäre ein guter Start."
08.46 Uhr: Deutschland führt "Blech"-Wertung an
Holz oder Blech – aus welchem Material auch immer die imaginäre Medaille besteht, die für einen vierten Platz bei den Olympischen Spielen nicht verliehen wird: Deutschland hat von dieser zweifelhaften Ehre bei den Winterspielen 2026 genug eingeheimst. Elfmal landeten bis Freitagfrüh deutsche Athleten auf dem ungeliebten vierten Platz, also dem ersten, für den es keine Medaille gibt. So häufig wie keine andere Nation in den bislang 95 Entscheidungen.
Norwegen folgt auf Platz zwei mit neun vierten Plätzen, danach kommen Italien und die Schweiz (je acht). Am härtesten hat es die Biathleten erwischt: Vanessa Voigt im Einzel und in der Staffel, dazu noch die Staffel der Männer – dreimal gab es nur Blech. Bislang. Die Skispringer verpassten eine Medaille im Mixed-Team und im Super-Team knapp, somit ist auch der gefeierte Normalschanzen-Olympiasieger Philipp Raimund zweimal Vierter geworden. Zudem erwischte es die Frauen-Staffel im Langlauf, Snowboarderin Annika Morgan im Slopestyle und Tatjana Paller im Skibergsteigen. Sogar im "Goldkanal" von Cortina gab es reihenweise Blech: für die Rodel-Doppelsitzer Toni Eggert/Florian Müller, für Hannah Neise im Skeleton und für Lisa Buckwitz im Monobob.
08.40 Uhr: Skibergsteigerin Paller begeistert von Olympia
Als Tatjana Paller über die Atmosphäre im Stelvio Ski Center sprach, rückte der Frust über Platz vier und die verpasste Medaille schnell in den Hintergrund: "Vor so vielen Zuschauern ein Rennen zu laufen, das hatten wir noch nie", staunte die Skibergsteigerin, deren Sportart am Mittwoch in Bormio olympische Premiere gefeiert hatte, "ich hoffe, dass wir noch häufiger vor so vielen Zuschauern antreten können."
Als "mega" empfand die 30-Jährige die Stimmung bei den ausverkauften Wettbewerben an der legendären Abfahrtspiste, sie selbst habe dank Familie und Freunden "den besten Fanklub" dabei gehabt: "Die haben so laut geschrien, dass andere Sportler schon gelacht haben", berichtete Paller.
08.30 Uhr: USA holen Gold im Eishockey
Die US-Frauen sind zum dritten Mal Eishockey-Olympiasiegerinnen. Gegen Kanada gewannen die USA mit 2:1 (0:0, 0:1, 1:0) nach Verlängerung. Im ewigen Finalduell der Erzrivalen schoss US-Ikone Hilary Knight das US-Team zwei Minuten vor dem Spielende in die Verlängerung, dort Megan Keller in der fünften Minute der Overtime. Die Schweiz hatte zuvor nach einem 2:1 nach Verlängerung gegen Schweden Bronze gewonnen.
Die Olympia-Highlights von Tag 14
- 12.00 Uhr: Ski Freestyle Skicross Frauen
- 13.30 Uhr: Ski Freestyle, Aerials Männer
- 14.15 Uhr: Biathlon, Massenstart, 15 km, Männer
- 16.30 Uhr: Eisschnelllauf, 1.500 Meter, Frauen
- 18.00 Uhr: Zweierbob, Frauen, Lauf 1 und 2
- 19.30 Uhr: Ski Freestyle, Halfpipe, Männer
- 20.15 Uhr: Shorttrack: 1.550 Meter Frauen, 5.000 Meter Männer



