München, 19. Februar 2026, Autos im Schneetreiben auf der Prinzregentenstraße, Frau mit Regenschirm überquert die Straße
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Schneefall in Bayern sorgt für Unfälle
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Schneefall in Bayern sorgt für Unfälle

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Schneefall in Bayern sorgt für Unfälle – eine Tote im Allgäu

Schneefall in Bayern sorgt für Unfälle – eine Tote im Allgäu

Winterliche Straßenverhältnisse haben vor allen in Südbayern zu Verkehrsunfällen geführt. Im Ostallgäu starb eine junge Autofahrerin. Auch die Bahn musste Strecken sperren, der Betrieb am Flughafen München war am Vormittag beeinträchtigt.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Die Menschen im Freistaat spüren die Folgen des Schneefalls, der vor allem im Süden bis zum späten Vormittag anhielt. Vor allem in Oberbayern, aber auch in Schwaben kam es infolge des Wintereinbruchs zu mehreren Verkehrsunfällen, auch der Bahnverkehr ist örtlich beeinträchtigt, tendenziell dürfte sich die Schneelage außer in den Alpen aber entspannen.

Tödlicher Unfall in Schwaben – Schwerverletzte bei Unfall an der A99

Bei den Verkehrsunfällen entstanden meist nur leichten Schäden, es gab jedoch auch schwere Unglücke: So starb eine 21 Jahre alte Autofahrerin nach einem Unfall auf einer Kreisstraße bei Halblech (Landkreis Ostallgäu) im Krankenhaus. Laut Polizei war sie allein unterwegs, als sie bei Schneeglätte mit ihrem Wagen von der Fahrbahn abkam und gegen einen Baum prallte. Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es nicht. Zur Klärung des genauen Unfallhergangs wurde ein Gutachter hinzugezogen.

Bei einem Unfall an der A99 wurde eine dreiköpfige Familie schwer verletzt als ein Autofahrer am Abend den Parkplatz Lohwald West ansteuerte. Der 51-Jährige kam von der winterglatten Fahrbahn ab und stieß frontal gegen einen abgestellten Sattelzug. Der Fahrer, seine 47-jährige Ehefrau und die zehn Jahre alte Tochter erlitten schwere Verletzungen.

Blechschäden, gestoppte Lkw und geschlossene Hallenbäder

Im südlichen Oberbayern gab es nach Polizeiangaben rund 75 Einsätze wegen Schneefalls und Glätte. Häufig sei es bei Blechschäden geblieben, insgesamt wurden zwölf Menschen leicht verletzt. Mehrere Bäume stürzten wegen Schneebruch auf die Straßen.

Das Polizeipräsidium Schwaben Nord zählte rund 20 Unfälle. Es entstanden aber nur kleinere Schäden. Mehrere Lastwagen blieben allerdings wegen des Schneefalls liegen. Wegen der Schneelast auf den Dächern bleiben zwei Bäder in Augsburg vorerst geschlossen, das Spickelbad sowie das Hallenbad Haunstetten.

In Niederbayern gab es 30 Unfälle mit Blechschaden, bei weiteren 25 Einsätzen ging es meist um liegengebliebene Fahrzeuge. Im Landkreis Neumarkt in der Opferpfalz prallte eine 30-Jährige mit ihrem Wagen gegen einen Linienbus und wurde schwer verletzt. Der Busfahrer und eine Passagierin erlitten leichte Verletzungen.

Vereinzelt Probleme bei der Bahn

Auch bei der Bahn macht sich das Winterwetter bemerkbar. Auf der Strecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald fiel ein Baum auf die Gleise, dabei wurde auch die Oberleitung beschädigt. Die Züge aus München enden deshalb am Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen, Züge aus Innsbruck in Mittenwald, ein Ersatzverkehr wurde eingerichtet.

In Mittelfranken war nahe Nürnberg in der Nacht eine S-Bahn gegen einen umgestürzten Baum geprallt, der Zugverkehr zwischen Nürnberg und Stuttgart war vorübergehend gestört. Inzwischen wurden die Schäden behoben, es gibt aber noch "Folgebeeinträchtigungen", das Gleiche gilt für die S-Bahn-Linie S4. Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn finden Sie hier [externer Link].

Betrieb am Flughafen München wieder normal

Wegen der starken Schneefälle in der Nacht und am Morgen war auch der Flugbetrieb am Airport München am Vormittag gestört. Bereits am Donnerstag sei es zu 100 Annullierungen gekommen, sagte ein Sprecher am Morgen, am Freitag gab es bis zum Vormittag 50 Flugausfälle.

Mittlerweile seien die Beeinträchtigungen durch das Wetter jedoch überwunden, sodass Starts und Landungen wie geplant liefen, sagte ein Sprecher am Nachmittag.

Temperatursprung kommt – Schneefall nur noch in den Alpen

Die Schneelage wird sich am Samstag in allen Teile Bayerns außer in den Alpen entspannen, da die Temperaturen deutlich steigen und der Schnee von Regen abgelöst wird, was auf den kalten Böden vielerorts zu Glätte führt. Für die Alpen allerdings sagt der Wetterdienst bis Sonntagvormittag weitere Schneefälle mit bis zu 40 Zentimeter in einigen Staulagen voraus.

Im Alpenvorland, in Ostbayern und Unterfranken hingegen dürfte das Tauwetter zusammen mit Regenfällen für viel Wasser in Bächen und Flüssen sorgen, der Wetterdienst gab entsprechende Warnungen heraus.

Grafik: Bayernkarte – Wetterwarnungen des DWD

Örtlich große Lawinengefahr in den Alpen

In den Bergen ist schon aufgrund der bisherigen Schneefälle abseits von Pisten Vorsicht geboten: Oberhalb von 1.600 Metern besteht in den Allgäuer und Werdenfelser Alpen große Lawinengefahr [externer Link], wie der Lawinenwarndienst Bayern mitteilte.

In anderen Gebieten wie etwa den Berchtesgadener Alpen gilt ab 1.600 Metern die Warnstufe drei (erhebliche Lawinengefahr). Unterhalb von 1.600 Metern besteht in den Bayerischen Alpen meist mäßige Gefahr der Warnstufe zwei. Weitere Schneefälle sind zu erwarten.

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