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Schlüsselbeinbruch: Tour nach Sturz-Drama für Lipowitz beendet

Schlüsselbeinbruch: Tour nach Sturz-Drama für Lipowitz beendet

Für Radprofi Florian Lipowitz ist die Tour de France vorzeitig beendet. Der Mann vom bayerischen Team Red Bull bora hansgrohe stürzte beim Zeitfahren folgenschwer. Damit rückte der Etappensieg seines Teamkollegen Remco Evenepoel in den Hintergrund.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

Der Jubel beim oberbayerischen Team Red Bull bora hansgrohe fiel Verhalten aus nach der 16. Etappe der Tour de France. Zwar hatte Remco Evenepoel das Zeitfahren für sich entschieden und damit auch den Gesamtführenden Tadej Pogacar in die Schranken gewiesen. Doch die Gedanken waren bei seinem Teamkollegen Florian Lipowitz. Der beste Deutsche Fahrer stürzte auf der Strecke und verletzte sich schwer an der Schulter. Für den 25-Jährigen ist die Tour vorzeitig beendet.

Lipowitz muss Tour nach schwerem Sturz beenden

Lipowitz stürzte auf der Strecke von Evian-les-Bains nach Thonon-les-Bains. Die deutsche Radsport-Hoffnung rutschte in einer Rechtskurve weg und fiel auf die Schulter. Zudem schlitterte er in eine Absperrung und blieb danach mit Schmerzen liegen. Nach minutenlanger Behandlung wurde Lipowitz von den Ärzten von der Strecke gebracht. Acht Kilometer vor dem Ziel des Einzelzeitfahrens stieg der 25-Jährige in den Krankenwagen und hielt sich dabei den Arm. So endet nach Jonas Vingegaard für den zweiten Topfahrer die Tour nach einem schweren Sturz.

Teamchef Denk über Lipowitz-Unfall: "Hat zu viel riskiert"

Wie sein Team Red Bull bora hansgrohe am Abend bekanntgab, hat sich Lipowitz eine Schlüsselbeinbruch zugezogen. Über die Ausfallzeit von Lipowitz gab es vorerst keine konkreten Angaben. Laut Teamchef Ralph Denk handelte es sich um einen klassischen Rennunfall. Lipowitz sei bereits vor der Unfallkurve am Limit gefahren. "In der entscheidenden Kurve war er letztlich viel zu schnell und ist sie zu optimistisch angegangen. Ich sehe hier keine Schuld bei jemand anderem", sagte Denk im teameigenen Podcast: "Das war ein Rennunfall im Eifer des Gefechts. Wenn es um etwas geht, muss man Risiken eingehen – in diesem Fall hat er ein Stück weit zu viel riskiert."

Evenepoel-Sieg rückt in den Hintergrund

Teamkollege Remco Evenepoel sprach dem Deutschen gut zu. "Ich habe gehört, dass Florian gestürzt ist. Das gibt dem ganzen einen faden Beigeschmack. Ich wünsche ihm gute Besserung." Sein Sieg rückte damit in den Hintergrund. Der belgische Olympiasieger war auf den 26,1 Kilometern nach Thonon-les-Bains 28 Sekunden schneller als der Gesamtführende Tadej Pogacar.

Es war bereits erwartet worden, dass der Belgier am Nationalfeiertag seines Heimatlandes den Abstand auf Lipowitz vergrößert. Doch nicht auf diese Weise. Vor der 16. Etappe der Tour de France diskutierten alle über die Kapitänsrolle beim Team Red Bull bora hansgrohe aus dem oberbayerischen Raubling. Diese Diskussionen haben sich nun auf tragische Weise erledigt.

Pogacar weiterhin Träger des Gelben Triktos

In der Gesamtwertung liegt Pogacar weiter an der Spitze der Gesamtwertung. Der Slowene liegt mit einem Abstand von 4:32 Minuten vor Evenepoel. Dritter ist der Mexikaner Isaac del Toro 6:51 Minuten hinter Pogacar. Nach drei Etappen, bei denen besonders die Favoriten um die Gesamtwertung im Mittelpunkt standen, könnten am Mittwoch möglicherweise noch einmal die Sprinter im Fokus stehen. Auf den größtenteils flachen 174,7 Kilometern zwischen Chambery und Voiron stehen zwar erst einige leichte Anstiege an, aber zum Ende hin könnte es zu einem letzten Massensprint kommen - vielleicht jubelt aber auch ein Ausreißer.

Im Audio: Tour de France live - das Drama um Lipowitz

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