Der TSV 1860 hat in der Regionalliga Bayern den ersten Heimsieg der Saison 2026/27 geholt. Im Grünwalder Stadion gewannen die Münchner Löwen gegen den TSV Schwaben Augsburg mit 3:0. Matchwinner war Linksverteidiger Lance Fiedler, der einen Doppelpack beisteuerte (10., 35.). Tunay Deniz sorgte für das 3:0 (49.).
"Sehr, sehr besonders" - Schwaben-Coach Zupur schwärmt vom Grünwalder
Für die Fans des TSV 1860 München ist das Leben in der Regionalliga Bayern mittlerweile zum Alltag geworden. Sechs Spiele hatten sie vor dem Duell mit Schwaben Augsburg von ihrem Verein schon in der neuen Liga gesehen. Dass auch dort 15.000 Menschen im Grünwalder Stadion erscheinen, ist für sie selbstverständlich. Für den Gegner war das allerdings dann doch eine ungewohnte Kulisse, erklärte Marco Zupur, Trainer der Schwabenritter, gegenüber BR24Sport vor dem Anpfiff: "Das steht bei uns schon lange rot im Kalender drin. Jeder bei uns freut sich auf den Anpfiff. Das ist sehr, sehr besonders für uns alle."
Die Münchner wollten in diesem Spiel endlich den Bann brechen und im dritten Anlauf nun auch den ersten Sieg vor der heimischen Kulisse einfahren und - wohl noch wichtiger - die Lücke auf Spitzenreiter TSV Buchbach, die auch durch die zwei Unentschieden zu Hause entstanden ist, nicht noch größer werden lassen.
Doppelpack von Fiedler - 19-Jähriger als Matchwinner
Dass diese beiden Unterfangen am Freitagabend glückten, lag besonders an dem Gala-Tag, den der 19-Jährige Lance Fiedler erwischt hatte. In der Anfangsphase war er nach einem Ballverlust von Herzig zur Stelle und schob auf Vorlage von Ott souverän zum 1:0 ein (10.). In der 34. Minute nutzte er die gute Übersicht von Tunay Deniz und den vielen Platz, den die schwäbische Defensive ihm ließ, für ein Traumtor. Mit einem sehenswerten Schlenzer fand er vom linken Strafraumeck den rechten Winkel.
"Ein Tor zu schießen für Sechzig, das ist nicht in Worte zu fassen - geil!", würde Fiedler später gegenüber BR24Sport sagen und seinen zweiten Treffer aus der Distanz wie folgt beschreiben: "Das war kein schlechtes Tor", meinte der 19-Jährige breit grinsend.
Schwaben Augsburg schielt nach unten, Sechzig nach oben
Kurz nach Wiederanpfiff war es dann Deniz selbst, der für die Vorentscheidung sorgte. Wohl mit der Absicht, eine Flanke zu schlagen, brachte der 32-Jährige den aufgrund einer Kopfverletzung von Maximilian Reil eingewechselten Torhüter Elias Rogg mächtig in Bedrängnis. Der 20-Jährige unterschätzte den Ball und lenkte ihn schließlich zum 0:3 ins eigene Tor (49.).
Die Schwabenritter ließen trotz des hohen Rückstands nicht abreißen, bewiesen Moral und kamen immer wieder vor das Tor der Hausherren - allerdings am Ende ohne zählbaren Erfolg. So belohnte sich Augsburg nicht selbst und rutscht nach dem Ausflug nach München in Richtung Tabellenkeller. Die Löwen klettern auf Rang vier der Tabelle. Der Abstand auf Buchbach konnte allerdings nicht verringert werden, denn der Tabellenführer gewann zeitgleich gegen den FC Bayern. Doch das scherte an diesem Abend im Grünwalder Stadion wohl kaum jemanden.
Das gesamte Spiel im ReLive: TSV 1860 München - TSV Schwaben Augsburg
Michael Eberwein (TSV 1860) im Zweikampf gegen Johannes Rehwald (Schwaben Augsburg)
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