Letztes Jahr noch in der 3. Liga Gegner: TSV 1860 München und der 1. FC Schweinfurt 05
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Letztes Jahr noch in der 3. Liga Gegner: TSV 1860 München und der 1. FC Schweinfurt 05

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Regionalliga Bayern: Wer sind die Aufstiegskandidaten?

Regionalliga Bayern: Wer sind die Aufstiegskandidaten?

Während sich in anderen Regionalligen viele Teams tummeln, die lieber früher als später in die 3. Liga möchten, heißt es in Bayern bei einigen Klubs Neuanfang statt Aufstiegsträume. Wer sind die Kandidaten für Liga drei in der Saison 2026/27?

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Kurz vor dem Saisonstart der Regionalliga Bayern am Donnerstag (23.07.) zeigt der Blick auf die Liste der Mannschaften: Der Pool der Anwärter für einen Aufstieg in die 3. Liga ist auch aufgrund der wirtschaftlichen Anforderungen an einen Drittligisten seit der Corona-Pandemie nicht mehr so groß wie in vergangenen Jahren.

Vier bayerische Klubs beantragten 2025/26 eine Drittliga-Lizenz

In der Vorsaison beantragten vier Klubs eine Lizenz für die 3. Liga. Das war zwar immerhin einer mehr als in der Regionalligen Nord und Nordost, in denen jeweils nur drei Vereine entsprechende Anträge stellten. Allerdings zog die SpVgg Unterhaching im Endspurt der Spielzeit aus finanziellen Gründen zurück.

Zwangsabsteiger TSV 1860 München mag als logischer Titelfavorit in die neue Spielzeit gehen. Dahinter ist unklar, wer den Sprung in die 3. Liga wagen würde. Sportlich ist einigen Klubs die Meisterschaft zuzutrauen. Die Frage ist nur - wer würde am Ende auch den Weg nach oben gehen wollen?

Unterhaching am Boden - Nürnberg ohne Aufstiegsambition?

Der amtierende Meister 1. FC Nürnberg II verzichtete in der abgelaufenen Saison auf das Recht, in die Aufstiegsspiele gegen den Nordost-Meister zu gehen. Man überließ das Vizemeister Würzburger Kickers, die sich auch prompt gegen Lok Leipzig durchsetzten.

Die SpVgg Unterhaching, die sich mit den Kickers einen engen Kampf um Platz zwei lieferte, steht derzeit fast noch zerfledderter da als der TSV 1860: kein Trainer, kaum Neuzugänge, kein Geld. Andere Klubs haben sich schon seit längerem vom Profitum verabschiedet.

Die ehemaligen Zweitligisten 1. FC Schweinfurt 05, die SpVgg Bayreuth und auch Wacker Burghausen sind zwar nicht ambitionslos. Die 3. Liga scheint aber aus unterschiedlichen Gründen vorerst utopisch.

Neuanfang in Schweinfurt, Konsolidierung in Bayreuth

In Schweinfurt haben sie die Erfahrung gemacht, dass man Erfolg nur schwer planen kann. Jahrelang trainierte man bei den Schnüdeln unter Profibedingungen, doch der anvisierte Aufstieg gelang nie. Erst als man den Spielbetrieb wieder auf Amateurbasis umstellte, ergab sich 2024/2025 plötzlich die Gelegenheit, und es gelang der Sprung in die 3. Liga. Nach nur einem Jahr sind die 05er nun wieder zurück in der Regionalliga Bayern und backen wieder kleinere Brötchen. Der Klub meldet 18 Abgänge. Ein Neuaufbau steht an.

Ähnliches erlebte die SpVgg Bayreuth vor drei Jahren. Früher Stammgast in der 2. Bundesliga, kehrte die "Oldschdod" 2022 nach dem Gewinn der Regionalliga-Meisterschaft in den Profifußball zurück und überhob sich finanziell. Seit dem direkten Wiederabstieg geht es bei den Gelb-Schwarzen in erster Linie um Konsolidierung. Anfang des Jahres traten die Verantwortlichen auch hier auf die Bremse und erklärten die Profizeit wieder für beendet.

Projekt 2030: Wann kommt der Angriff von Wacker Burghausen?

Die große Wacker-Zeit ist noch länger her. Zwischen 2002 und 2007 spielten die Oberbayern in der 2. Bundesliga, danach noch bis 2014 in der Regionalliga Süd bzw. der 3. Liga. Seitdem gab es keinen ernsthaften Angriff mehr nach oben.

Immerhin: Vor zwei Jahren formulierte man das Ziel, spätestens bis 2030 - dann zum 100-jährigen Vereinsjubiläum - wieder in der 3. Liga zu spielen. Die vergangene Spielzeit endete mit Rang acht dafür dennoch enttäuschend. Die Folge: Trainer Lars Bender schloss sich lieber der U17 des FC Bayern an. Neuer Cheftrainer ist der unerfahrene Ex-Profi Matthias Ostrzolek. Die Prognose für 2026/2027? Gemischt.

FC Bayern II: Gleich drei Ligen für die Nachwuchskicker

Bleibt noch die zweite Mannschaft des FC Bayern München. Sie ist - wie fast jedes Jahr - auch diesmal eine Wundertüte. Mit Dante hat ein frühere Vorzeigeprofi nun das Traineramt inne. Mehr als um sportlichen Erfolg geht es bei den kleinen Bayern aber wieder um die Entwicklung junger Spieler.

Doch wer wird in der U23 spielen, in der bisher hauptsächlich 18- bis 21-jährige Talente Platz hatten? Es gibt nämlich außerdem noch die "UEFA Youth League" (U19) und ab dieser Saison auch noch zusätzlich den U-21-Wettbewerb "Bundesliga Talent Series", für den die Münchner gemeldet haben.

Aufstiegsfavoriten sind schwer auszumachen

Nimmt man alles zusammen, so ist es in dieser Saison nicht so einfach, Favoriten auf die Regionalliga-Meisterschaft und damit auf den Aufstieg in die 3. Liga auszumachen. Neben den genannten Teams könnten auch der FV Illertissen, der TSV Buchbach oder der FC Memmingen für Furore sorgen. Als Aufsteiger kommen sie aufgrund fehlender Stadion-Infrastruktur oder fehlender Finanzkraft aber nur bedingt in Frage.

Zur Wahrheit gehört aber auch: Die am Donnerstag begonnene Saison ist noch jung und niemand weiß, welche Austiegsfantasien im nächsten Jahr entstehen werden. Gewissheit dürfte erst die Deadline für das Lizensierungsverfahren im kommenden Frühjahr bringen.

Im Audio: Die Regionalliga Bayern vor dem Saisonstart

Dante trainiert die zweite Mannschaft des FC Bayern München
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Dante trainiert die zweite Mannschaft des FC Bayern München

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