Die juristischen Streitigkeiten rund um das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen sind beigelegt. Wie der DSV am Montag verkündete, wurde nun "eine gemeinsame und tragfähige Lösung" gefunden. Der SC Partenkirchen hatte ursprünglich für die Ausrichtung deutlich mehr Geld vom Deutschen Skiverband (DSV) verlangt. Da der Skiclub auch Rechte an der Marke "Vierschanzentournee" hält, stand zwischenzeitlich sogar die Zukunft des traditionsreichen Wettkampfes auf dem Spiel.
Einigung sorgt für Erleichterung beim DSV
"Wir haben in den vergangenen Wochen immer wieder betont, dass wir überzeugt sind, die noch offenen Fragestellungen gemeinsam lösen zu können. Diese Zuversicht hat sich bestätigt", wurde DSV-Vorstand Andreas Schlütter in einer Pressemitteilung zitiert. "Deshalb freuen wir uns, dass die Ampeln nun auf grün stehen und wir den Fokus wieder vollständig auf die sportliche Vorbereitung richten können", so Schlütter weiter.
Aufgrund von gestiegenen Kosten und Verlusten in den vergangenen zwei Jahren hatte der SC Partenkirchen eine Anpassung der Vertragskonditionen mit dem DSV gefordert - und letztlich den juristischen Pfad in Erwägung gezogen. Für Dienstag, 16. Juni, war ein Gütetermin vor dem Landgericht München I vorgesehen. "Wir hatten immer wieder gesagt und waren durchaus optimistisch, dass wir die offenen Fragen klären können. Genau das ist uns jetzt – Gott sei Dank und 'last minute' – gelungen, sodass auch der SC Partenkirchen seinen Antrag auf einstweilige Verfügung beim Landgericht", zeigte sich DSV-Vorstand Stefan Schwarzbach gegenüber BR24Sport erleichtert.
Vorfreude auf 75. Vierschanzentournee steigt
Nachdem die Wogen geglättet wurden, rückt der Sport wieder in den Fokus. "Die Voraussetzungen für die Ausrichtung des Neujahrsspringens im kommenden Winter sind geschaffen", führte Schwarzbach aus. "Wir haben ein ganz besonderes Jahr vor uns: Die Tournee feiert ihr 75-jähriges Jubiläum. Darüber hinaus gibt es zum ersten Mal die Tournee der Damen – darauf freuen wir uns wirklich sehr."
Die Einigung mit dem SC Partenkirchen sorgt beim DSV für einen optimistischen Blick in die Zukunft. "Der weiße Rauch ist über der Olympiaschanze in Partenkirchen zu sehen und die Zeichen stehen nun wieder auf eine gemeinsame und hoffentlich erfolgreiche Zusammenarbeit in den kommenden Jahren", so Schwarzbach.
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