14.06.2026, USA, Houston: Fußball, Männer: WM, Deutschland - Curaçao, Vorrunde, Gruppe E, 1. Spieltag, Houston-Stadion. Torwart Manuel Neuer (Deutschland) läuft zum Tor zurück. ACHTUNG: Gemäß den Auflagen der FIFA dürfen die Bilder ausschließlich zur redaktionellen Verwendung genutzt werden. Eine kommerzielle Nutzung ist ausgeschlossen. Zudem dürfen keine videoähnlichen Sequenzen erstellt werden, und es dürfen keine Veränderungen weder im Vordergrund noch im Hintergrund am Bild vorgenommen werden. Foto: Christian Charisius/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
14.06.2026, USA, Houston: Fußball, Männer: WM, Deutschland - Curaçao, Vorrunde, Gruppe E, 1. Spieltag, Houston-Stadion. Torwart Manuel Neuer (Deutschland) läuft zum Tor zurück. ACHTUNG: Gemäß den Auflagen der FIFA dürfen die Bilder ausschließlich zur redaktionellen Verwendung genutzt werden. Eine kommerzielle Nutzung ist ausgeschlossen. Zudem dürfen keine videoähnlichen Sequenzen erstellt werden, und es dürfen keine Veränderungen weder im Vordergrund noch im Hintergrund am Bild vorgenommen werden. Foto: Christian Charisius/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Vom Bock zur Legende: Neuers Wiedersehen mit der Elfenbeinküste

Vom Bock zur Legende: Neuers Wiedersehen mit der Elfenbeinküste

Als Manuel Neuer zuletzt auf die Elfenbeinküste traf, stand er am Anfang seiner Karriere und leistete sich einen Patzer. Nun kommt es zum Wiedersehen. Neuer ist längst eine Legende und hat sich zum zweiten Mal die Nummer 1 im DFB-Team geschnappt.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

Das DFB-Comeback von Manuel Neuer lief nicht gerade glatt. Erst gab es das große Getöse von Fans und Experten, die sich über den Umgang mit der zuvor designierten Nummer 1, Oliver Baumann, echauffierten. Dann verhinderte eine Wadenverletzung die Teilnahme an Testspielen und am Mannschaftstraining.

Neuers DFB-Comeback: Von Wadenproblemen zu WM-Geschenk

So laut die Rückkehr war, so normal fühlt sich mittlerweile alles an. Zu gewohnt ist die deutsche Fußballseele das Bild von Neuer im DFB-Trikot. Kein Wunder, schließlich hat er vor mehr als 16 Jahren sein erstes Spiel im Trikot der deutschen A-Nationalmannschaft bestritten.

Die Wade zwickt nicht und beim 7:1-Auftaktsieg der DFB-Elf über Curacao konnte Neuer zum 125. Mal das Tor der deutschen Nationalmannschaft hüten. Das Vertrauen baut sich im Mannschaftstraining, in der Praxis auf. "In den Tagen vor dem ersten Spiel gegen Curacao war es so, dass ich mich gut gefühlt habe", sagte Neuer und gab gleich bekannt, dass seine Wade für den Rest des Turniers keine Probleme mehr machen werde: "Dass es jetzt so bleiben wird, habe ich für mich manifestiert."

Torwartduell im DFB-Team: So läuft es mit Oliver Baumann

Und auch das Verhältnis zu Oliver Baumann scheint nicht nachhaltig gelitten zu haben. "Wir haben lange miteinander gesprochen", berichtet Neuer über seine Comeback-Entscheidung, die für seinen Kollegen den Traum eines Stammplatzes im WM-Tor platzen ließ. "Wir haben offene Worte gefunden. Olli hat das herausragend gemacht, auch hinsichtlich der Qualifikation für das Turnier."

Ob Baumann die bittere Pille, die er vor dem Turnierstart schlucken musste, schon vollständig verdaut hat, weiß wohl nur der Torhüter selbst. Einen Kleinkrieg der DFB-Torhüter wie ihn sich einst Oliver Kahn und Jens Lehmann bei der WM 2006 geliefert haben, wird es aber nicht geben. Zu harmonisch sehen Baumann und Neuer im Training und in den alltäglichen Begegnungen aus, bei denen sie, anders als ihre Vorgänger, auch miteinander sprechen.

"Letztes Turnier": Wie lange Neuer noch weitermachen will

Vielleicht erleichtert es dem Keeper der TSG Hoffenheim nicht nur die Tatsache, dass er von einem der besten Torhüter aller Zeiten ausgestochen wurde, seinen WM-Trip zu genießen, sondern auch die Gewissheit, dass Neuer wohl nicht mehr ewig weitermachen wird. Diese WM, meinte Neuer, werde sein "letztes" Turnier sein. Das stehe für ihn "im Prinzip" fest. "Ich habe jetzt nicht vor, in zwei Jahren bei einer Europameisterschaft zwischen den Pfosten zu stehen." Aber diese WM wollte er ja eigentlich auch nicht spielen – jetzt empfindet er sie als "ein absolutes Geschenk".

Erinnerung an 2009: Neuers Patzer gegen die Elfenbeinküste

Sein 126. Länderspiel wird Neuer am Samstag (22 Uhr mitteleuropäischer Zeit) gegen die Elfenbeinküste machen. Gegen die Ivorer hat der 40-Jährige erst ein einziges Mal gespielt. Es war sein zweiter Einsatz im DFB-Trikot, ein Freundschaftsspiel im November 2009. Der damals 23-Jährige trug die Nummer 12, kam zur Halbzeit für Tim Wiese ins Spiel und leistete sich direkt einen schweren Bock: In der 57. Minute landete sein versuchter Befreiungsschlag im Magen von Emmanuel Eboué und von dort aus im DFB-Tor.

Nachdem der damalige Doppeltorschütze Lukas Podolski im Sommer seine Karriere beendet hat, ist Neuer der einzige Spieler, der an diesem Tag auf dem Platz stand, der auch noch heute aktiv ist. In den mehr als 16 Jahren, die zwischen den beiden Spielen liegen, ist viel passiert. Unter anderem ist Neuer nicht nur fünffacher Welttorhüter geworden, sondern auch Weltmeister.

Titelträume mit Erfahrung: Neuers Blick auf die DFB-Elf

Schafft er es jetzt als erster Torhüter, zum zweiten Mal Weltmeister zu werden? "Ich traue es der Mannschaft auf jeden Fall zu, sonst würde ich jetzt nicht hier sitzen", sagte Neuer. Die DFB-Auswahl verfüge über eine "gesunde Mischung von frechen jungen Spielern, die sehr agil sind, und erfahrenen, die schon viel erlebt haben." Und zu Letzteren gehört Neuer ganz bestimmt – auch deshalb ist nicht zu erwarten, dass er am Samstag solch einen Fehler wie bei seinem letzten Duell mit der Elfenbeinküste erneut begeht.

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