Susann Flemming schwimmt unter Wasser
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Susan Flemming startet nach einem Unfall vor vier Jahren als Staffelschwimmerin beim Challenge Roth.
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Susan Flemming startet nach einem Unfall vor vier Jahren als Staffelschwimmerin beim Challenge Roth.

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Nach schwerem Unfall: Wie sich eine Triathletin zurückkämpft

Nach schwerem Unfall: Wie sich eine Triathletin zurückkämpft

Beim Challenge Roth sind am Sonntag neben den Einzelstarterinnen und -startern zahlreiche Staffeln am Start. In einer davon schwimmt Susan Flemming aus dem Landkreis Roth. Die 41-Jährige kämpft sich nach einem schweren Unfall zurück in den Sport.

Über dieses Thema berichtet: Mittags in Franken am .

Susan Flemming trifft sich mit ihrer Trainerin, der ehemaligen Profi-Triathletin Rebecca Robisch zum Abschlusstraining im Rother Freibad – laut einem Reiseveranstalter das zweitschönste Mittelfrankens. Die 41-Jährige soll sich heute noch einmal auf die Spannung in ihren Schultern fokussieren, sagt ihre Trainerin. Susan Flemming zieht unterdessen ihre Beinorthesen aus. Die Schienen stabilisieren ihre Füße und Unterschenkel – beide sind komplett gelähmt.

Schwere Verletzungen nach Hütteneinsturz

Dass Susan Flemming mithilfe der Orthesen wieder laufen – und das Schwimmtraining absolvieren kann, ist alles andere als selbstverständlich. Vor vier Jahren hatte sie einen schweren Unfall: Bei einem Unwetter am Brombachsee sucht sie zusammen mit ihrem Mann und ihren Kindern Schutz unter einer Hütte – die bricht über ihnen zusammen. Ihre Familie bleibt unverletzt, doch Susan Flemming wird unter dem Dach begraben. "Ich war quasi in der Mitte einmal durchgeteilt worden durch diesen Balken. Drei Wirbel waren gebrochen. Sechs Rippen waren gebrochen. Organe waren defekt, also angerissen", erinnert sie sich.

Mindestens zehn Stunden Training pro Woche

Als sie im Krankenhaus aufwacht, ist klar: Sie ist inkomplett querschnittsgelähmt. Das bedeutet: Einige Nervenbahnen sind noch intakt. "Ich habe das so gar nicht wahrhaben wollen oder nicht angenommen. Sondern habe mich sofort in der Zukunft gesehen, wie alles wieder gut wird, und diesen Gedanken habe ich eigentlich jeden Tag gehabt. Und der hat mich so durch die schlimmsten Täler getragen", sagt Susan Flemming. Sie beginnt noch im Krankenhaus, konsequent zu trainieren. Reha, Physiotherapie, Training – mindestens zehn Stunden pro Woche.

Wieder frei stehen

Mit Hilfe von Orthesen lernt sie, wieder zu gehen. Seit wenigen Wochen kann sie sogar kurz frei stehen. "Dieses freie Stehen ist total schwer, weil wenn die Füße keine Muskulatur haben, dann kippt man nach vorne oder hinten. Ich würde einfach umkippen", erklärt sie. Mittlerweile kann sie sich ein wenig besser ausbalancieren und sie hat in ihrer linken Wade ein bisschen Muskulatur aufgebaut. Für Flemming ist das ein riesiger Erfolg – körperlich und mental.

"Kämpfen lohnt sich"

Der Start beim Challenge Roth ist der nächste Meilenstein. 3,8 Kilometer wird sie am Sonntag im Main-Donau-Kanal schwimmen, bevor sie an ihre Staffelkolleginnen und -kollegen übergibt. Ihre Motivation: wieder Sport aus Freude zu machen – nicht nur, um gesund zu werden.

Trainerin Rebecca Robisch ist beeindruckt von der Entwicklung ihrer Athletin: "Es macht Riesenspaß und sie hat so, so krasse Fortschritte gemacht. Also, ich bin stolz auf sie und ich glaub, sie ist auch selber stolz auf sich." Die Vorfreude auf den Wettkampf ist bei Susan Flemming groß. "Ich fühl mich bereit", sagt sie kurz vor dem Wettkampf. Mit ihrem Start in Roth will sie anderen Mut machen – und zeigen, dass es sich lohnt, zu kämpfen.

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