Jonathan Tah (2. v.l.) verschoss den letzten deutschen Elfmeter
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Jonathan Tah (2. v.l.) verschoss den letzten deutschen Elfmeter

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Elfmeter-Drama um Tah: Deutschland scheitert gegen Paraguay

Elfmeter-Drama um Tah: Deutschland scheitert gegen Paraguay

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft scheitert im WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay. Das DFB-Team verliert gegen die Südamerikaner nach einem 1:1 nach 120 Minuten im Elfmeterschießen. Tragische Figur wird FC-Bayern-Profi Jonathan Tah.

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Mit dem verwandelten Elfmeter von Jose Canale war die Sensation für Paraguay und das Drama für Deutschland perfekt. Das DFB-Team scheitert im WM-Sechzehntelfinale im Elfmeterschießen nach einem über 120 Minuten erneut zu schwachen Auftritt. Tragische Figur wurde FC-Bayern-Profi Jonathan Tah, dessen Treffer in der Verlängerung aberkannt wurde und der vom Punkt den letzten deutschen Versuch vergab. Am Ende verlor die deutsche Mannschaft mit 3:4 im Elfmeterschießen, nachdem es nach 90 und 120 Minuten 1:1 gestanden hatte.

Nagelsmann bringt Undav für Musiala

Bundestrainer Julian Nagelsmann brachte erstmals Toptorjäger Deniz Undav von Beginn an. Für ihn musste der zuletzt formschwache Jamal Musiala (FC Bayern München) weichen. Zudem kehrte Nathaniel Brown wie erwartet zurück in die Startelf. Zur Stabilisierung der Defensive trug die Rückkehr des ehemaligen Nürnbergers zunächst nicht bei. Bereits nach zwei Minuten scheiterte Paraguays Junior Alonso nach einer Ecke an Torhüter Manuel Neuer (FC Bayern München).

Auf der Gegenseite dauerte es aber auch nur vier Zeigerumdrehungen länger, ehe Undav den Ball im Strafraum am langen Torwinkel vorbeischnippelte (6.). Anschließend flankte Florian Wirtz vor das Tor, doch die südamerikanisch Defensive klärte vor dem einschussbereiten Kai Havertz.

Enciso schockt DFB-Team vor der Pause

In der Folge war die deutsche Mannschaft spielbestimmend, ohne wirklich torgefährlich zu werden. Nach einer halben Stunde hatte das DFB-Team 239 Pässe gespielt, Paraguay lediglich 31. Doch kurz vor der Pause setzten sich die Südamerikaner mal kurz in der gegnerischen Hälfte fest und waren prompt erfolgreich.

Nach einer eigentlich geklärten Ecke hatte Galarza auf dem Flügel zu viel Platz, für den sie ebenso wenig ein deutscher Verteidiger interessierte wie für den in der Mitte postierten Julio Enciso. Der Linksaußen traf per Kopf zur Führung. Anschließend rannte Deutschland an, brachte bis auf einen Versuch ans Außennetz von Kimmich nichts mehr zustande.

Havertz bringt Deutschland zurück ins Spiel

Zur zweiten Halbzeit brachte Nagelsmann Leon Goretzka für Felix Nmecha. Besser wurde es zunächst nicht. Nach einem zu kurzen Rückpass von Kimmich konnte Neuer gerade noch Encisos Doppelpack verhindern (50.). Nagelsmanns Mannschaft versuchte nun auffällig oft, den Strafraum mit Flanken aus dem Halbfeld zu erreichen. In der 54. Minute verlängerte Havertz eine solche von Wirtz mit dem Hinterkopf in die Maschen.

Weiterhin blieben Hereingaben ein probates Mittel. Zu Beginn der Schlussphase fand Havertz‘ Kopfball aber nicht den Weg ins Netz, weil Paraguays Schlussmann Orlando Gill glänzend reagierte (78.). Mit ihrem Ballbesitz von fast 80% fiel der deutschen Mannschaft herzlich wenig ein und so ging es in die Verlängerung.

Tahs Führungstreffer aberkannt

Diese begann mit einem Drehschuss des eingewechselten Nick Woltemades, den Gustavo Gomez gerade noch abblocken konnte (97.). Kurz vor der Pause durften die deutschen Fans dann jubeln. Münchens Jonathan Tah hatte nach einer Ecke getroffen, doch weil zuvor Waldemar Anton Paraguays Torwart behindert hatte, fand der Treffer keine Anerkennung. Eine harte Entscheidung, da Antons eingreifen minimal gewesen war und Gill zum Zeitpunkt von Tahs Kopfball schon wieder stand.

In der zweiten Hälfte der Verlängerung bestimmten Zweikämpfe im Mittelfeld das Geschehen, Spielfluss fand kaum noch statt. Entsprechend blieb eine direkte Ecke von Kimmich die einzige Torannäherung (111.). Kurz vor Ablauf der 120 Minuten köpfte Anton noch in die Arme von Gill (119.) und der eingewechselte Nadiem Amiri traf mit seinem Freistoß nur das Außennetz (120.).

Elfmeterkrimi in Boston: Tah wird zur tragischen Figur

Im Elfmeterschießen scheiterte mit Havertz direkt der erste Schütze. Die folgenden Bayern-Stars Joshua Kimmich und Musiala trafen, doch Woltemade verließen die Nerven. Dass die deutsche Mannschaft nicht direkt raus war, war alleine Neuer zu verdanken, der, nachdem Antonio Sanabria neben das Tor gezielt hatte, den Versuch von Fabio Balbuena parierte. Doch anschließend zielte Jonathan Tah zu hoch und Canale verwandelte den dritten Matchball.

Im Audio: DFB-Team verliert im Elfmeterschießen gegen Paraguay

Entsetzen bei der deutschen Mannschaft
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