Die beiden Generalproben für das Champions-League-Viertelfinale am Dienstag zwischen dem FC Bayern und Real Madrid hätten kaum unterschiedlicher laufen können: Während die Münchner das Bundesliga-Spiel gegen den SC Freiburg am Karsamstag zu einem 3:2-Sieg drehten, die Brust breiter wurde und das Selbstvertrauen wuchs, gab es für Real Madrid eine ordentliche Watsche - einen "guantazo", wie man in Spanien sagen würde.
- Das Champions-League-Viertelfinalhinspiel zwischen Real Madrid und dem FC Bayern München überträgt BR24Sport am Dienstag, 7. April, ab 21 Uhr in der Livereportage bei BR24Radio und im Livecenter.
Real-Blamage auf Mallorca: Schwere Schläge vor Bayern-Duell
Drei Tage vor dem großen Duell in der Königsklasse unterlag die Mannschaft von Trainer Álvaro Arbeloa dem Fußball-Zwerg und Abstiegskandidaten RCD Mallorca mit 1:2 (0:1). Die Madrilenen drohen damit im Meisterrennen mit dem FC Barcelona früh den Anschluss zu verlieren. Nachdem die Mannschaft von Trainer Hansi Flick am Samstag gegen Atlético Madrid gewann, liegt Real nun ganze sieben Punkte zurück.
Überraschend war die Real-Niederlage nicht nur wegen des Gegners: Die Mannschaft hatte zuletzt wettbewerbsübergreifend fünf Spiele gewonnen und im Duell gegen Mallorca auch die Stars nur bedingt geschont: Auch wenn Vinícius Junior und Jude Bellingham zunächst eine Stunde lang auf der Bank saßen, ließ Trainer Arbeola Antonio Rüdiger, Arda Güler und Kylian Mbappé starten.
Spanische Medien: Von "Tortur" bis "inakzeptable Gleichgültigkeit"
Die "Königlichen" müssen sich deshalb nun allerlei von der heimischen Presse vorwerfen lassen. Die spanischen Medien neigen - vor allem, wenn es um 'Fútbol' geht - gerne zu Dramatik und Übertreibungen. Bei der Analyse des La-Liga-Spiels nahmen die Zeitungen, Online-Portale und Fernseh-Experten des südeuropäischen Landes dementsprechend kein Blatt vor den Mund.
Das Online-Portal "Marca" etwa schreibt von einer "Tortur" in der spanischen Liga, die Real Madrid auf Mallorca erfuhr. Das Medium "AS" vergleicht die Niederlage mit einer "Kapitulation", diagnostiziert dem Verein eine "inakzeptable Gleichgültigkeit". Die Blamage gegen den Außenseiter Mallorca könnte das "Ende für Real Madrid bedeuten", so heißt es weiter. "El País" sieht in dem Auftritt von Real einen "weiteren Riesenschritt in Richtung Abgrund", die fehlende Spielfreude und Energie seien fatal.
Und ausgerechnet jetzt, wo spanische Medien die Königlichen auf dem Boden sehen, steht das Duell gegen "La Bestia Negra" an, gegen die schwarze Bestie, wie der FCB in der spanischen Sportpresse gerne genannt wird.
FC Bayern dreht Freiburg-Spiel und holt sich CL-Rückenwind
Während die Königlichen am Ende des Ligaspiels die Köpfe hängen ließen und von der heimischen Presse zerrissen werden, darf der deutsche Angstgegner der Madrilenen weitere drei Punkte in der Tabelle, den 100. Saison-Treffer in der Liga und seine Comeback-Qualitäten feiern.
Angesprochen auf die Bedeutung des Sieges gegen Freiburg sagte Tom Bischof: "So ein Spiel ist perfekt vor Real, weil wir einfach merken, was wir für ein Team sind. Wir halten zusammen." Lennart Karl behauptete, der Arbeitstag in Freiburg habe für "sehr, sehr großes Vertrauen" gesorgt: "In der Kabine haben wir auch gerade schon darüber gesprochen, dass wir damit jeden Gegner schlagen können. Egal, Bundesliga, Champions League. Einfach Vollgas geben und dann können wir jeden Gegner schlagen."
Unterschiedliche Vorzeichen vor dem Champions-League-Kracher
Mit völlig unterschiedlichen Vorzeichen gehen beide Teams somit in den Champions-League-Kracher: Während Bayern mit Rückenwind nach Madrid reist, stehen die "Königlichen" nach der Pleite und der harschen Kritik unter Zugzwang.
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